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:: Biokraftstoffe
Wieder geht ein bewegtes Biokraftstoff-Jahr zu Ende. Peter Schrum, Präsident des Bundesverbandes Biogene und Regenerative Kraft- und Treibstoffe e.V. stellt den Status Quo für die Biokraftstoffbranche dar und gibt einen Ausblick für die einzelnen Biokraftstoffsparten.
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Biokraftstoffe
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1. Pflanzenöl/ Biodiesel
Einmalig in der deutschen Geschichte wurde durch Einführung des Energiesteuer- und Biokraftstoffquotengesetzes (EnStG und BioKraftQuG) eine noch 2006 blühende Wirtschaftsbranche bereits 2007 in große wirtschaftliche Not getrieben. Die seit dem 1.8.2006 vom Bundesfinanzministerium (BMF) eingeführten Sondersteuern auf Biodiesel und Pflanzenöl haben, wie vom BBK vor einem Jahr prognostiziert, bereits heute fatale Auswirkungen vor allem auf die Biodieselbranche.
So müssen wir verzeichnen:
Die deutsche Steuerpolitik vernichtet derzeitig fahrlässig
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Wie konnte das geschehen?
Umgehende Novellierung des EnStG mit langfristiger steuerlicher Besserstellung der Reinbiokraftstoffe Biodiesel und Pflanzenöl
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Vorschlag des BBK
Klares politisches Votum für eine 2-Wege-Biokraftstoffstrategie d.h. Biodiesel (B100) und Pflanzenöl langfristig steuerlich besser stellen für den Bereich der gesamten Güter- und Personenbeförderung in Deutschland. Wenn dieses Ziel nicht im Frühjahr 2008 durch die große Koalition erreicht wird, droht der Totalverlust der deutschen Biodiesel- und Pflanzenölbranche neben großer Teile der gekoppelten Eiweiß- und Transportwirtschaft. Ohne B100 und Pflanzenöl als Kraftstoff werden die deutschen Spritpreise erheblich stärker steigen, als durch die Rohstoffentwicklung bedingt ist, da der Wettbewerb steuerpolitisch eliminiert wurde.
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2. Bioethanol
Bioethanol ist zwar bis 2015 steuerbegünstigt, leidet aber derzeitig unter der Tatsache dass Deutschland noch keinen großen Absatz im E 85/ E100 d.h. Reinbiokraftstoffmarkt zu verzeichnen hat. Die Ethanol-Marktpreise sind weltweit heute mit 54 -55 ct/l im Verhältnis zu den Weltgetreidepreisen zu niedrig, um eine wirtschaftliche Produktion in Deutschland zu ermöglichen.
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Die Produktion aus Zuckerrüben und mit minderwertigem Getreide, das nicht foodwürdig ist, wird in Deutschland der zukünftige Fokus zur Herstellung von Bioethanol werden. Ein hoher Anteil an Bioethanol wird aufgrund der geringen Produktionskosten aus Zuckerrohr aus Brasilien importiert werden.
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Fazit
Die deutsche Produktion von Bioethanol ist derzeitig wirtschaftlich angespannt. Der Markt von E 85/ E 100 wird sich jedoch bereits 2008 rasant entwickeln, da vor allem Ford und Volvo ab 2008 mit attraktiven Flex-Fuel-Fahrzeugen auf den Markt drängen und das Tankstellennetz um E 85 erweitert wird. E 85 wird in Deutschland vor allem im Bereich der Flottenerneuerung von kommunalen Flotten, aber auch im Privat-PKW-Markt größere Marktanteile ab 2008 erobern.
Auch hier muss noch die vorhandene Unkenntnis über die Verflechtung von Bioethanol mit der Foodwirtschaft überwunden werden. Nur wenige wissen heute, dass Bioethanol aus Getreide Teil einer Foodkette ist, die Eiweiße und Alkohole produziert. Bioethanol weist auch eine positive Energiebilanz in der Beurteilung der ökologischen Effizienz von mindestens 50 % auf, wenn die Koppelprodukte fair bewertet werden.
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3. Biomethan
Biogas bzw. Biomethan, GreenGas oder BioErdgas, d.h. Biogas in Erdgasqualität, wird in Deutschland vorwiegend durch das EEG politisch gut entwickelt. Erste Einspeiseanlagen von Biomethan zur Kraftstoffnutzung sind in Deutschland bereits 2007 realisiert worden. Durch die gesetzlich fixierte Einspeisemöglichkeit (Energiewirtschaftsgesetz), die maßgeblich vom BBK mitinitiiert wurde, sowie die derzeitige Netzzugangs-VO-Novellierung wird es ab 2008 erheblich einfacher, in deutsche Gasnetze einzuspeisen und einen Energietausch in Richtung Gas-Tankstelle oder BHKWs vorzunehmen.
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An der Tankstelle ist Biomethan zu 100 % steuerbefreit und konkurriert mit dem steuerbegünstigten Erdgas als Kraftstoff. Durch die Selbstverpflichtung der Gasindustrie, Bioerdgas an deutschen Tankstellen einzusetzen, ist die Nachfrage aus dem Gastankstellenbereich zunehmend zu verzeichnen. Die preisliche Messlatte wird über das EEG vorgegeben, das Bioerdgas auch zukünftig fördert.
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Fazit
Biomethan wird ab 2008 in Deutschland einen wachsenden Markt haben. In Abhängigkeit von der NetzzugangsVO und der Novellierung des EEG, vor allem in punkto Netzbonus, wird sich entscheiden, wie stark die wirtschaftliche Entwicklung von Biomethan sein wird. Dieses ist für das Biomethan aufgrund seiner guten CO2-Bilanz und zur Reduktion der Importabhängigkeit von Erdgas bedeutungsvoll. Wichtig erscheint dem BBK bei der EEG-Novellierung vor allem auch die Nutzung der Abfallstoff- und Sekundärrohstoffressourcen in Deutschland gebührend zu behandeln. Grundsätzlich aber sehen wir ein wirtschaftspolitisch positives Klima für den Einsatz von Biomethan. Vor allem für Stadtwerke und Netzbetreiber gibt es gute Möglichkeiten, sich eigene dezentrale Energiequellen mittels Biomethan zu erschließen.
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4. Synthesekraftstoffe
Die Synthesekraftstoffe sind weltweit, so auch in Deutschland, im F+E-Stadium. Vor allem in der Nutzung von Abfällen mit Schwerpunkt Kunststoffe sehen wir große Ressourcen, die für die Kraftstoffe mobilisiert werden. Voraussetzung hierfür ist jedoch, dass sich der technologische Fortschritt weiter entwickelt und finanziell politisch gefördert wird. Hierbei legt der BBK den Fokus vor allem darauf, dezentrale kleine und mittlere Anlagentechnologien zu fördern, die Vorprodukte – auch der Sekundärrohstoffe – transportwürdig raffinieren. Damit erhalten wir baldmöglichst zusätzliche Ressourcen zu den vorhandenen biogenen Kraftstoffen. Die Energieeffizienz und technisch wirtschaftliche dezentrale Lösungen sollten mit großem Einsatz in den deutschen Forschungsstätten vorangetrieben werden. Unsere Bundesregierung sollte ihre Förderung auf deutsche mittelständische Bemühungen konzentrieren und nicht den wenigen Leuchtturmprojekten von Konzernen widmen.
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5. Erneuerbare Elektromobilität
Weltweit sehen wir vor allem im Großstadtbereich den Beginn der Entwicklung hin zu Elektro-Cars. Getrieben wird diese Entwicklung vor allem von der Notwendigkeit einer erheblichen Verringerung von Abgasen in Megastädten. Sinn macht diese Entwicklung jedoch nur, wenn die zum Antrieb verwendete Elektrizität regenerativ erzeugt wurde. Als Quellen stehen bereits heute die Windkraft, Biogas, Pflanzenöl, Biomasse und Photovoltaik zur Verfügung. In Abhängigkeit vom technischen Fortschritt, vor allem im Bereich der Batteriespeicherung, und in der Entwicklung als Biofuel gemeinsam mit Flex-Fuel-Cars sehen wir auf diesem Gebiet ein zunehmendes wirtschaftliches Wachstum in den nächsten Jahren.
Biokraftstoffe
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1. Pflanzenöl/ Biodiesel
Einmalig in der deutschen Geschichte wurde durch Einführung des Energiesteuer- und Biokraftstoffquotengesetzes (EnStG und BioKraftQuG) eine noch 2006 blühende Wirtschaftsbranche bereits 2007 in große wirtschaftliche Not getrieben. Die seit dem 1.8.2006 vom Bundesfinanzministerium (BMF) eingeführten Sondersteuern auf Biodiesel und Pflanzenöl haben, wie vom BBK vor einem Jahr prognostiziert, bereits heute fatale Auswirkungen vor allem auf die Biodieselbranche.
So müssen wir verzeichnen:
- mehr als 70 % der deutschen mittelständischen Biodieselproduktions-kapazität von 5 Mio t/a liegt still,
- mehr als 90 % der kleinen und mittleren Hersteller hat den Betrieb eingestellt, 30 % davon bereiten sich auf eine Demontage und Veräußerung ihrer Anlagen vor,
- mehr als 3 Mio deutsche LKWs tanken täglich wieder im Ausland, wie vor dem 1.1.2004 (Mineralölsteuergesetz),
- von den mehr als 2000 B100-Biodiesel-Tankstellen Deutschlands haben die meisten den Betrieb bereits eingestellt,
- mehr als 800 dezentrale Ölmühlen in Deutschland sind ebenfalls extrem in ihrer Existenz gefährdet, da die 10-ct.-Sondersteuer ab dem 1.1.2008 den Absatz blockiert,
- mehr als 500 deutsche Umrüstfirmen und Anbieter von Umrüsttechnologien sind in ihrer Existenz gefährdet und planen z.T. die Umsiedlung ins Auisland,
- mehr als 100.000 deutsche Jobs stehen vor dem Aus, 20.000 sind bereits vernichtet,
- mehr als 12 Mio t CO2-Einsparung können in Deutschland aus rein steuerpolitischen Verfehlungen nicht für das Klima wirksam werden,
- dadurch erhebliche negative Steuerbilanz und Verfehlung des Zieles des EnStG, mehr Steuern einzunehmen,
- die Beimischung von Biodiesel zu Diesel wird zu 90 % durch Importe aus Übersee mit Biodiesel fragwürdiger Herkunft geregelt, sie schafft die Arbeitsplätze im Ausland und treibt die deutschen Spritpreise in die Höhe,
- da Pflanzenöl und Biodiesel Koppel- oder Beiprodukte der Eiweißproduktion sind, d.h. automatisch bei der Produktion von Nahrungsmitteln anfallen, wird der Niedergang der deutschen Biodiesel- und Pflanzenölbranche auch die Preise für Nahrungsmittel inflationär in die Höhe treiben. Dieses ist damit begründet, dass die mehr als 800 deutschen Raps-, Soja- und Sonnenblumen-Ölmühlen, die ausÂ
#  1 kg Rapssaat 2/3 Eiweißfuttermittel
#  1 kg Sojasaat 3/4    “    Â
#  1 kg Sonnenblumensaat 2/3  “
produzieren, ihr Öl ab 2008 aufgrund der Sondersteuern nicht mehr wirtschaftlich im Bereich der Biokraftstoffindustrie verkaufen können. Somit müssen sie entweder die Produktion drosseln oder ihre Anlagen müssen im Ausland vermarktet werden. Eiweißfutterimporte werden wieder wie vor 10 Jahren zu mehr als 80 % aus Übersee zu teuren Preisen importiert, was einen direkten Einfluss auf die deutschen Nahrungsmittel bereits 2007 hatte. Wir rechnen im Jahre 2008 mit einem weiteren Preisanstieg von 10 – 20 % für Milch, Butter, Joghurt, Käse und alle Fleisch- und Wurstwaren, die direkt mit der Biodiesel- und Pflanzenöl-Krise in Verbindung stehen.
Die deutsche Steuerpolitik vernichtet derzeitig fahrlässig
- mehr als 5 Mio t Dieselersatz-Ressourcen,
- mehr als 12 Mio t CO2-Einsparungen,
- mehr als 100.000 Jobs,
- mehr als 50 % der deutschen Eiweißversorgung
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Wie konnte das geschehen?
- Durch Fehler in der Einschätzung des Tanktourismus,
- durch Unwissenheit in der ökologischen Bewertung von Pflanzenöl als Beiprodukt der Foodkette und
- durch unterbundene parlamentarische Diskussion durch Einbindung kompetenter Parlamentarier in die Entscheidung.
Umgehende Novellierung des EnStG mit langfristiger steuerlicher Besserstellung der Reinbiokraftstoffe Biodiesel und Pflanzenöl
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Vorschlag des BBK
Klares politisches Votum für eine 2-Wege-Biokraftstoffstrategie d.h. Biodiesel (B100) und Pflanzenöl langfristig steuerlich besser stellen für den Bereich der gesamten Güter- und Personenbeförderung in Deutschland. Wenn dieses Ziel nicht im Frühjahr 2008 durch die große Koalition erreicht wird, droht der Totalverlust der deutschen Biodiesel- und Pflanzenölbranche neben großer Teile der gekoppelten Eiweiß- und Transportwirtschaft. Ohne B100 und Pflanzenöl als Kraftstoff werden die deutschen Spritpreise erheblich stärker steigen, als durch die Rohstoffentwicklung bedingt ist, da der Wettbewerb steuerpolitisch eliminiert wurde.
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2. Bioethanol
Bioethanol ist zwar bis 2015 steuerbegünstigt, leidet aber derzeitig unter der Tatsache dass Deutschland noch keinen großen Absatz im E 85/ E100 d.h. Reinbiokraftstoffmarkt zu verzeichnen hat. Die Ethanol-Marktpreise sind weltweit heute mit 54 -55 ct/l im Verhältnis zu den Weltgetreidepreisen zu niedrig, um eine wirtschaftliche Produktion in Deutschland zu ermöglichen.
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Die Produktion aus Zuckerrüben und mit minderwertigem Getreide, das nicht foodwürdig ist, wird in Deutschland der zukünftige Fokus zur Herstellung von Bioethanol werden. Ein hoher Anteil an Bioethanol wird aufgrund der geringen Produktionskosten aus Zuckerrohr aus Brasilien importiert werden.
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Fazit
Die deutsche Produktion von Bioethanol ist derzeitig wirtschaftlich angespannt. Der Markt von E 85/ E 100 wird sich jedoch bereits 2008 rasant entwickeln, da vor allem Ford und Volvo ab 2008 mit attraktiven Flex-Fuel-Fahrzeugen auf den Markt drängen und das Tankstellennetz um E 85 erweitert wird. E 85 wird in Deutschland vor allem im Bereich der Flottenerneuerung von kommunalen Flotten, aber auch im Privat-PKW-Markt größere Marktanteile ab 2008 erobern.
Auch hier muss noch die vorhandene Unkenntnis über die Verflechtung von Bioethanol mit der Foodwirtschaft überwunden werden. Nur wenige wissen heute, dass Bioethanol aus Getreide Teil einer Foodkette ist, die Eiweiße und Alkohole produziert. Bioethanol weist auch eine positive Energiebilanz in der Beurteilung der ökologischen Effizienz von mindestens 50 % auf, wenn die Koppelprodukte fair bewertet werden.
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3. Biomethan
Biogas bzw. Biomethan, GreenGas oder BioErdgas, d.h. Biogas in Erdgasqualität, wird in Deutschland vorwiegend durch das EEG politisch gut entwickelt. Erste Einspeiseanlagen von Biomethan zur Kraftstoffnutzung sind in Deutschland bereits 2007 realisiert worden. Durch die gesetzlich fixierte Einspeisemöglichkeit (Energiewirtschaftsgesetz), die maßgeblich vom BBK mitinitiiert wurde, sowie die derzeitige Netzzugangs-VO-Novellierung wird es ab 2008 erheblich einfacher, in deutsche Gasnetze einzuspeisen und einen Energietausch in Richtung Gas-Tankstelle oder BHKWs vorzunehmen.
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An der Tankstelle ist Biomethan zu 100 % steuerbefreit und konkurriert mit dem steuerbegünstigten Erdgas als Kraftstoff. Durch die Selbstverpflichtung der Gasindustrie, Bioerdgas an deutschen Tankstellen einzusetzen, ist die Nachfrage aus dem Gastankstellenbereich zunehmend zu verzeichnen. Die preisliche Messlatte wird über das EEG vorgegeben, das Bioerdgas auch zukünftig fördert.
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Fazit
Biomethan wird ab 2008 in Deutschland einen wachsenden Markt haben. In Abhängigkeit von der NetzzugangsVO und der Novellierung des EEG, vor allem in punkto Netzbonus, wird sich entscheiden, wie stark die wirtschaftliche Entwicklung von Biomethan sein wird. Dieses ist für das Biomethan aufgrund seiner guten CO2-Bilanz und zur Reduktion der Importabhängigkeit von Erdgas bedeutungsvoll. Wichtig erscheint dem BBK bei der EEG-Novellierung vor allem auch die Nutzung der Abfallstoff- und Sekundärrohstoffressourcen in Deutschland gebührend zu behandeln. Grundsätzlich aber sehen wir ein wirtschaftspolitisch positives Klima für den Einsatz von Biomethan. Vor allem für Stadtwerke und Netzbetreiber gibt es gute Möglichkeiten, sich eigene dezentrale Energiequellen mittels Biomethan zu erschließen.
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4. Synthesekraftstoffe
Die Synthesekraftstoffe sind weltweit, so auch in Deutschland, im F+E-Stadium. Vor allem in der Nutzung von Abfällen mit Schwerpunkt Kunststoffe sehen wir große Ressourcen, die für die Kraftstoffe mobilisiert werden. Voraussetzung hierfür ist jedoch, dass sich der technologische Fortschritt weiter entwickelt und finanziell politisch gefördert wird. Hierbei legt der BBK den Fokus vor allem darauf, dezentrale kleine und mittlere Anlagentechnologien zu fördern, die Vorprodukte – auch der Sekundärrohstoffe – transportwürdig raffinieren. Damit erhalten wir baldmöglichst zusätzliche Ressourcen zu den vorhandenen biogenen Kraftstoffen. Die Energieeffizienz und technisch wirtschaftliche dezentrale Lösungen sollten mit großem Einsatz in den deutschen Forschungsstätten vorangetrieben werden. Unsere Bundesregierung sollte ihre Förderung auf deutsche mittelständische Bemühungen konzentrieren und nicht den wenigen Leuchtturmprojekten von Konzernen widmen.
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5. Erneuerbare Elektromobilität
Weltweit sehen wir vor allem im Großstadtbereich den Beginn der Entwicklung hin zu Elektro-Cars. Getrieben wird diese Entwicklung vor allem von der Notwendigkeit einer erheblichen Verringerung von Abgasen in Megastädten. Sinn macht diese Entwicklung jedoch nur, wenn die zum Antrieb verwendete Elektrizität regenerativ erzeugt wurde. Als Quellen stehen bereits heute die Windkraft, Biogas, Pflanzenöl, Biomasse und Photovoltaik zur Verfügung. In Abhängigkeit vom technischen Fortschritt, vor allem im Bereich der Batteriespeicherung, und in der Entwicklung als Biofuel gemeinsam mit Flex-Fuel-Cars sehen wir auf diesem Gebiet ein zunehmendes wirtschaftliches Wachstum in den nächsten Jahren.
Ausblick für die politischen und wirtschaftspolitischen Aufgaben des BBK im Jahre 2008
2007 war für den BBK durch eine erhebliche Lobbyarbeit für Biodiesel/ Pflanzenöl als Reinkraftstoffe geprägt. Von den flüssigen Biokraftstoffen ist dieser Bereich der wirtschaftspolitisch stärkste Bereich mit über 100.000 Jobs und einem CO2-Einspar-Potenzial von über 12 Mio t/a.
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Leider haben unsere wirtschaftspolitischen Analysen und Fakten noch nicht den politischen Erfolg zu verzeichnen, den wir uns gewünscht hätten. Fakt ist, wenn es uns nicht gelingt, das EnStG so zu novellieren, dass wir für die Reinbiokraftstoffe eine langfristige steuerliche Besserstellung, begründet durch Ressourcenerhöhung und Klimaschutz, erreichen, wird es Ende 2008 in Deutschland große Branchenbereiche nichtmehr geben. Die Unternehmen und Jobs wandern ins Ausland ab und die deutschen Firmen werden zu reinen Händlern und Importeuren.
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Die BBK-Lobby für Reinbiodiesel und Pflanzenöl war und ist der Kampf für alleReinbiokraftstoffe und die dezentrale mittelständisch geprägte Versorgung unserer Bevölkerung mit Kraftstoffen aus erneuerbaren Ressourcen zur Mobilitätssicherung der folgenden Generationen. Das was zur Zeit mit Biodiesel geschieht, kann morgen Bioethanol und Biomethan treffen. Das gilt es, zu verhindern und alles zu tun, die derzeitigen steuerpolitischen Fehler zu beseitigen.
Es gilt auch, Aufklärung zu leisten, woraus Biokraftstoffe der 1. Generation überhaupt bestehen. Zu wenig Politiker, Journalisten und Bürger wissen, dass sie als Beiprodukte der Food-Wirtschaftskette nicht CO2-bilanzmäßig mit der CO2-Bilanz der Nahrungsmittelproduktion belastet werden dürfen.
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Wir werden als wirtschaftspolitisch niveauvoller Anwalt der mittelständischen Biokraftstoff- und Energiewirtschaft auch 2008 nicht müde werden, Fehlentwicklungen entgegenzutreten und Chancen aufzuzeigen. Es bleibt wenig Zeit, die Ressourcen zur Mobilitätssicherung aufzubauen und dem Klimawandel entgegenzuwirken.
Quelle:
Peter Schrum 2007
BBK Bundesverband Biogene und Regenerative Kraft- und Treibstoffe e.V.
Peter Schrum 2007
BBK Bundesverband Biogene und Regenerative Kraft- und Treibstoffe e.V.
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