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:: Countdown bis zur Bundestagswahl - 50 gute Gründe für Erneuerbare Energien (11-15)
"Solarenergie ist die populärste erneuerbare Energiequelle in Deutschland. Aber in den letzten 10 Jahren war die Windkraft die dynamischste aller Energieträger überhaupt – sie hat sich weltweit verzehnfacht, in Deutschland seit 1990 sogar verhundertfacht!" Franz Alt
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11. 1 % Wind reicht
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Brandenburg, Niedersachsen und Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein sind die Spitzenreiter unter den Bundesländern, was die installierten Windenergieanlagen angeht. Windenergie deckt hier teilweise schon über 50 Prozent des Strombedarfs. Und dennoch ist der Vorwurf der „Verspargelung“ der Landschaft falsch: In den vier Bundesländern sind nur jeweils knapp 1 Prozent der Landesfläche mit Windparks belegt. Auf wenig Fläche wird also viel klimafreundlicher Strom „geerntet“.
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Schlusslichter beim Windstrom sind hingegen die süddeutschen Bundesländer Baden-Württemberg und Bayern. Nicht, weil es dort keinen Wind gäbe, sondern weil kaum Flächen für Windparks ausgewiesen werden. Würde bundesweit nach Vorbild der vier Spitzenreiter nur 1 Prozent der Landesfläche für die Aufstellung von Windenergieanlagen zugelassen, könnte darauf eine Kraftwerksleistung von rund 60.000 Megawatt installiert werden. Das würde ausreichen, um rund ein Drittel des deutschen Strombedarfs zu decken.
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12. Erneuerbare Energien haben langen Atem
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Erneuerbare Energien sind in Wirklichkeit uralt. Seit Tausenden von Jahren sammeln Menschen Holz zum Kochen und Heizen, sie nutzen Wassermühlen, heiße Quellen und die Kraft des Windes für die Schifffahrt. Erst vor rund 200 Jahren begann man, die fossilen Ressourcen Kohle, Erdöl, Erdgas und später auch Uran in großem Stil auszubeuten – mit den bekannten Folgen für Klima und Weltfrieden. Doch nun geht diesen Energieträgern die Puste aus: Laut Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe sind die weltweiten Erdölvorräte in etwa 40 Jahren erÂschöpft, die UranÂreserven reichen noch ca. 45 Jahre. Seit 20 Jahren werden die Energie von Sonne, Wind und Wasser, von Biomasse und Erdwärme wiederentdeckt. Mit Hilfe modernster Technologien wird sie in Form von Strom, Wärme und Kraftstoffen eingesetzt. Und die Potenziale sind bei weitem nicht erschöpft. Erneuerbare Energien sind nach menschlichen Maßstäben unendlich verfügbar (Grafik 1).
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© Energiestatistiken des Bundesministeriums für Wirtschaft
© Hintergrundinformation: Erneuerbare Energien machen unabhängig von Energieimporten
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13. 30 Minuten Strom vom Dach entfernen alle Flecken
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20 m² Photovoltaikmodule auf einem nach Süden geneigten Dach produzieren an einem sonnigen Mittag innerhalb von 30 Minuten eine Kilowattstunde Strom. Soviel benötigt eine Waschmaschine in Energieeffizienzklasse A für einen Waschgang "Buntwäsche, 60° C".
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14. Klimaschutzziele sind nur durch Sonne, Wind & Co. erreichbar
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Die Europäische Union hat sich verpflichtet, bis 2020 den Ausstoß von klimaÂschädlichen Treibhausgasen um 20 Prozent zu senken. DeutschÂland will dafür den Kohlendioxid-Ausstoß um 40 Prozent im Vergleich zu 1990 senken. Ohne die konsequente Förderung der Erneuerbaren Energien sind diese Ziele unerreichbar.
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Jedes Jahr vermeiden Wind- und Wasserkraft, Solar- und Bioenergie sowie Geothermie mehr als 110 Millionen Tonnen CO2. Damit sind sie Klimaschützer Nummer 1. Andere Instrumente haben bisher nur unzuÂlänglich gegriffen. Der Handel mit Emissionszertifikaten setzt zwar europaweite Minderungsziele. Er löst aber zunächst nur die aktuell kostenÂgünstigsten Klimaschutzmaßnahmen aus, beispielsweise die Kraft-Wärme-Kopplung oder die Optimierung von fossilen Kraftwerken.
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Diese Maßnahmen sind zwar sinnvoll und wichtig, jedoch in ihrer Reichweite begrenzt. Damit die Klimaschutzziele erreicht werden, ist ein grundsätzlicher Umbau des Stromversorgungssystems in Richtung Erneuerbarer Energien erforderlich. Förderungsinstrumente wie das Erneuerbare-Energien-Gesetz gehen in Vorleistung und sorgen dafür, dass sich klimafreundliche Technologien schon heute in ihrer ganzen Breite etablieren können (Grafik 2).
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15. Gespart: 3,5 Milliarden Euro dank Erneuerbarer Wärme
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Mehr als die Hälfte des deutschen Energieverbrauchs entfällt auf die Wärme, also auf das Beheizen von Gebäuden oder auf Industrieprozesse. Für ein behaglich warmes Zuhause geben wir jedes Jahr über 30 Milliarden Euro für Gas oder Erdöl aus. Demgegenüber sparten die Haushalte mit Holzheizungen, Solaranlagen oder Wärmepumpen im vergangenen Jahr mehr als 3,5 Milliarden Euro verbrauchgebundene Heizkosten ein. Zu diesem Ergebnis kommt ein KurzÂgutachten des Zentrums für Sonnenenergie- und Wasserstoffforschung Baden-Württemberg (ZSW). Der Einsatz von Holzheizungen, Solaranlagen oder Wärmepumpen ist also nicht nur ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz – er bedeutet auch ein erhebliches Einsparpotenzial für jeden einzelnen Haushalt (Grafik 3).
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© Gutachten: Einsparung verbrauchsgebundener Heizkosten
© Kurzfilm: Heizen mit Erneuerbaren Energien
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