Vervierfachung der Arbeitsplätze in der Erneuerbaren-Energien-Branche 1998-2007 © BMU/AGEE-Stat, ZSW, DIW, BEE | Stand 03/2008
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:: Countdown bis zur Bundestagswahl - 50 gute Gründe für Erneuerbare Energien (36-40)
"Arbeit muss billiger und Energie teurer werden. Dann – und nur dann – sind wir wieder auf dem Weg zur Vollbeschäftigung. Vielleicht werden wir bald lernen, dass die beste Gesellschaft die mit den wenigsten Arbeitslosen ist. Zum Heil des Menschen gehört Arbeit und zum Heil einer Gesellschaft Vollbeschäftigung. Wir Deutsche waren materiell noch nie so reich wie heute. Was uns fehlt, ist – Zeit! Zeit gewinnen wir wieder durch eine neue Kultur der Arbeit!" Franz Alt
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36. Erneuerbare Energien bieten gute Berufsaussichten
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Erneuerbare Energien bringen frischen Wind in den Arbeitsmarkt. Mehr als 280.000 Personen sind heute bei Anlagenherstellern, Planern und in Zulieferbetrieben beschäftigt. Der Arbeitsmarkt ist äußerst vielseitig. Die gesuchten Berufsprofile reichen von Ingenieurswissenschaften über technische Berufe bis hin zu Kaufleuten oder Juristen. Etwa 60 Prozent der Unternehmen, so das Ergebnis einer Studie des Wissenschaftsladens Bonn, beklagen zu wenige oder nicht ausreichend ausgebildete Fachkräfte.
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In den letzten Jahren entstanden zahlreiche neue Studiengänge und weiterführende Bildungsangebote an Universitäten, Fachhochschulen und Berufsakademien mit Bezug zu Erneuerbaren Energien. Derzeit werden bundesweit 250 Studiengänge angeboten - mit steigender Tendenz. Viele Studienanfänger reizen die Kombination aus Technik und Umweltschutz sowie die Aufbruchsstimmung der Branche. Die Bewerberzahlen übersteigen oft die Zahl der angebotenen Studienplätze, ein Novum im Bereich der technischen Fächer. Ob Bauzeichner, Umwelttechniker oder Mikrobiologe – gut ausgebildetes Personal ist und bleibt gefragt (Grafik 1).
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© Informationsportal für Ausbildung, Studium und Beruf im Bereich Erneuerbare EnergieÂ
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37. Erdöl adé – Elektrofahrzeuge machen’s möglich
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3 Euro für 100 Kilometer – so viel kostet es, ein Elektrofahrzeug mit Strom aufzuladen. Etwa 12 Kilowattstunden verbraucht beispielsweise ein elektrisch angetriebener Smart auf dieser Strecke. Klimaschädliche Abgase fallen dabei kaum an – vorausgesetzt der Strom stammt aus Erneuerbaren Energien. Auch Feinstaub und Lärmbelästigung sind kein Thema mehr.
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Zur Zeit sind kleine Elektromodelle und Fahrzeuge mit zusätzlichem Elektroantrieb erhältlich. Fast alle großen Autobauer bereiten aber die Einführung von serienmäßigen Elektrofahrzeugen vor. An der Zapfsäule wird man also in Zukunft auch weiterhin anhalten – getankt wird dann aber sauberer Strom (Grafik 2).
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38. Erneuerbare Energien machen Sachsen und Niedersachen CO2-frei…
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… natürlich nur rechnerisch. Erneuerbare Energien erzeugen sauber Strom, Wärme und Kraftstoffe. Über das ganze letzte Jahr hinweg haben sie 112 Millionen Tonnen CO2 vermieden. Das entspricht dem JahresÂausstoß von 35 Millionen Pkw oder eben der Kohlendioxid-Produktion von Sachsen und Niedersachsen zusammen (Grafik 3).
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39. Eine Stunde Wind: Strom für das ganze Jahr
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Die leistungsstärksten Windkraftanlagen in Deutschland erzeugen bei voller Leistung in einer Stunde mehr Strom als der Jahresbedarf einer vierköpfigen Familie. Dabei wird die Umwelt nicht belastet. 2008 konnten in Deutschland durch Windkraftanlagen etwa 35 Mio. Tonnen Kohlendioxid eingespart werden.
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Der technische Fortschritt in dieser Branche ist rasant. Die modernsten Windkraftanlagen verfügen heute über eine Nennleistung von 6 Megawatt. Gleichzeitig sind seit 1980 die Kosten für die Produktion einer Kilowattstunde Windstrom um etwa 60 Prozent gesunken.Â
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40. Erneuerbare Energien sind regionale Standortförderung
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Erneuerbare Energien passen hervorragend zu einer dezentralen Energieversorgung. Das bedeutet, dass Energie durch viele kleine und vernetzte Kraftwerke dort erzeugt wird, wo sie auch verbraucht wird.
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Kommunen und Regionen vor allem im ländlichen Raum haben die Vorteile der Erneuerbaren Energien erkannt und machen sie zum Dreh- und Angelpunkt ihrer wirtschaftlichen Entwicklung. Eine EnergieÂversorgung, die auf Erneuerbare Energien setzt, verringert die Abhängigkeit von teuren fossilen Brennstoffen wie Kohle, Erdöl oder Gas. Kommunen und Stadtwerke können effektiv Kosten reduzieren, beispielsweise durch die solarthermische Beheizung von SchwimmÂbädern oder die Nutzung von Bioabfällen in Biogasanlagen.
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Der Bau und die Wartung von Erneuerbare-Energien-Anlagen werden oft von lokalen Handwerksbetrieben oder Technikern übernommen. Land- und Forstwirtschaft erhalten neue wirtschaftliche Standbeine. Einer Studie der Prognos AG zufolge bringen Windenergieanlagen über 20 Jahre hinweg Gewerbesteuern von insgesamt 100.000 Euro pro installiertem Megawatt Leistung. Von dieser Wertschöpfung profitieren nicht nur die Kommunen, sondern vor allem ihre Bürger.
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© Nachhaltige Energiekonzepte für Kommunen
© Prognos-Studie „Windenergie und Gewerbesteuer in Norddeutschland“
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