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:: "Keine Angst vor großen Zahlen!"
Atomkraft als "Brückentechnologie" hin zu einer Stromversorgung ganz mit erneuerbaren Energien? Damit wirbt die Bundesregierung derzeit - und empfiehlt  längere Laufzeiten von Atomreaktoren. Doch wann können Erneuerbare Energien in Deutschland welchen Anteil des Stroms liefern? Viel schneller und viel mehr als selbst Verfechter der Regenerativ-Energien selbst dies erwarten. Solche Fakten fallen immer wieder vor Ort auf.
"Keine Angst vor großen Zahlen." Mit diesem ermutigen Satz wirbt Ursula Sladek von den "Elektrizitäts- Werken Schönau" für viel mehr Strom aus erneuerbaren Energiequellen. Die 'Stromrebellin' aus dem Südschwarzwald gibt sich sicher: 2020 könnten in Baden-Württemberg gut 50% der Elektrizität aus Erneuerbaren Energien gewonnen werden.
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Viele andere, jahrelang erfahrene Praktikerinnen und Praktiker der Energiegewinnung aus Sonne, Pflanzen, Wasser, Wind, Erdwärme bestätigen Ursula Sladek. Auch der international geachtete Wissenschaftler Ernst Ulrich von Weizsäcker. Sein professoraler Kollege, der Heidelberger Umweltphysiker Klaus Pfleilsticker hält sogar über 60% bis 2020 für machbar. Dies alles nach zu lesen in der Schrift "Südwest-sonnig" - auch zu finden ist unter     www.suedwest-sonnig.de Probe auf's Exempel: In "Südwest-sonnig" sagt der Ravensburger Sonnenstrom-Fachmann Claus Scheuber, 2020 könnten gut 10% der Elektrizität in Baden-Württemberg aus Solarzellen stammen.
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Derzeit, so Sonnenstrom-Experte Scheuber, beziehe Deutschland etwa 2% seines Stroms aus Solarmodulen. Das sei doppelt so viel wie vor zwei Jahren.
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"Südwest-sonnig" rechnet vor: Demnach könnte in weiteren 2 Jahren wieder doppelt so viel Elektrizität in Deutschland von Solarzellen stammen. Also 4% bis 2012? Oder dann 8% im Jahr 2014? Oder gar 16% 2016? Um nicht zu sagen 32% im Jahr 2018? Demnach 64% bis 2020? Da nehmen sich die von Claus Scheuber vorausgesagten 10% doch 'konservativ' bescheiden aus.
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Sonnenstrom-Kenner Claus Scheuber ergänzt indes: "Die Photovoltaik" (also Elektrizität aus Solarzellen) "hat bisher alle Prognosen übertroffen". Da könnte Scheuber sehr richtig liegen.
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Denn in in Leutkirch/Allgäu (Kreis Ravensburg) entstehen schon heute 6% der dort insgesamt verbrauchten Elektrizität aus Solarzellen am Ort.  So hat die 22.000-Seelen-Stadt 2010 Platz 1 der "Solarbundesliga" erklommen.
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Und die von Claus Scheuber vorausgesagten 10%-Anteil am Gesamt-Stromverbrauch? "Die dürften wir in Leutkich bis 2012 erreicht haben", sagt Umweltbeauftragter Michael Krumböck vom örtlichen Bauamt.
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Woher rührt der bisherige Erfolg? Es gibt ein "Energiebündnis Leutkirch". Und schon vor fast zehn Jahren empfahl der bäuerliche "Maschinenring württembergisches Allgäu" seinen rund 1.000 Mitgliedern, Solarmodule für deren große Hof-Dächer gemeinsam zu kaufen. Zu entsprechend billigeren Preisen.  Jetzt "hat das die Industrie kapiert", ergänzt Michael Krumböck. Selbst Speditionen stellen ihre Brummis inzwischen unter große neue Dächer - mit Solarzellen drauf. Vielen Leutkircherinnen und Leutkichern fallen die nach und nach montierten Solarmodule indes gar nicht mehr auf. "Dabei weist Leutkirch sogar einen erstaunlich hohen Stromverbrauch auf", ergänzt Krumböck.
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Ergo: Selbst Prognosen für 2020 von erfahrenen Praktikerinnen und Praktikern, wie sie seit Ende April unter www.suedwest-sonnig im Internet stehen (und dort auch gedruckt zu bestellen sind), werden durch die Wirklichkeit vor Ort höchstwahrscheinlich teilweise schon 2012 erreicht. Oder: Warum kann ganz Baden-Württemberg nicht, zu was Leutkirch im Stande ist?
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"Keine Angst vor großen Zahlen", rät Ursula Sladek in der aktuellen Energiedebatte. Wenn sie politisch gewollt werden, leisten Erneuerbare Energien immer wieder weit mehr, als selbst Experten vorausgesagt haben. Noch behindert die Landesregierung diese naturbelieferten Energien massiv. So zählen bis zu 99% der Landesfläche Baden-Württembergs zu den "Ausschlussgebieten", auf denen keine Windkraftwerke erlaubt sind.
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Wenn also Ernst Ulrich von Weizsäcker in "Südwest-sonnig" meint, "Da gibt es wieder viel zu tun", darf man auf Tausende von Arbeitsplätzen gespannt sein, die die Landespolitik ermöglicht - oder verhindert.
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