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:: Regenerativ rentabel

Chaos in Kopenhagen - und viele wundern sich. Warum? Die "Klimakonferenz" verfolgte von Anfang an vor allem ein Ziel: Volksverdummung. Oder: Streit um die Frage, wer wann das Klima mit noch mehr Kohlendioxid (CO2) verschmutzen darf. Klimaschutz konkret sieht anders aus: Hier, jetzt und richtig kalkuliert. Denn Energien, die das Klima nicht zusätzlich mit Kohlendioxid (CO 2) belasten, rechnen sich. Regenerativ rentabel. Kommentar von Julian Aicher

Wir Deutschen geben pro Jahr über 160 Milliarden Euro für Energie aus. Wohin fließt ein großer Teil dieses Geldes. Zu Ölscheichs und zum russischen Gaspräsidenten. Also in Länder, in denen die Bin Ladens daheim sind und bestenfalls "lupenreine Demokratien" den Staat beherrschen.

 

Vor allem aber: Warum das Geld für Energieverbrauch hier von hier fremdgehen lassen? 160 Milliarden Euro für Energie in Deutschland selbst ausgegeben: Das wäre ein gigantisches Konjunkturprogramm. Selbst Ludwig Erhard wäre da vor Neid erblasst.

 

Längst ist zig mal bewiesen: Strom aus Tageslicht vom eigenen Dach, Wärme aus der Erde unterm Keller oder aus heimischen Wäldern oder aus Biogas von nahen Bauernhöfen oder aus Pflanzenöl. Bewegungsenergie aus solar erzeugtem Strom, aus Biogas, aus Pflanzenöl. Das gibt es heute alles schon. In Deutschland. Oft sogar billiger als Energien aus fremden Ländern.

 

Allein zwei Drittel von Deutschlands Dachflächen mit Solarmodulen bedeckt, würden ausreichen, die derzeit in Deutschland verbrauchte Strommenge zu decken (hat die Geographin Prof. Dr. Martina Klärle errechnet).

 

Allerdings: Man muss sie nutzen, die sauber-sonnigen Energien.  Nur darüber reden bringt weder Strom, noch Wärme, noch Bewegung. Wer solch erneuerbare Energien aber hier verwendet, sorgt für Klimaschutz konkret. Denn eine Kilowattstunde Strom zum Beispiel aus der Sonnentochter Wasserkraft belastet die Luft mit 0 Gramm des Klimagases Kohlendioxid (CO 2). Ebenso wenig mit Schwefel, Stickstoff oder Stäuben. Genauso sauber: Windenergie, Sonnenstrom oder Erdwärme.

 

Beim Heizen mit Holz, Biogas oder Pflanzenöl (=gespeicherte Sonnenenergie) entweicht zwar CO 2 durch den Kamin. Aber die Pflanzen, aus denen diese Brennstoffe mit stammen, haben die gleiche Menge CO 2 beim Wachstum bereits aus der Luft gezogen. Ein "Klimaneutraler" "CO-2-Kreislauf" also. Gleiches gilt beim Fahren mit Kraftstoffen aus Pflanzen.

 

160 Milliarden Euro für Energie pro Jahr in Deutschland. Dieses Geld hier nicht nur bezahlt, sondern auch wieder durch erneuerbare Energiegewinnung im Land eingenommen, würde der heimischen Wirtschaft ungeheure Umsätze bringen. Und damit wohl Millionen von Arbeitsplätzen schaffen. Ganz ohne Merkels Steuermilliarden. Klimaschutz stärkt also die Konjunktur.

 

Klimaschutz beginnt konkret. Und hier. Etliche Gemeinden betreiben mit erneuerbaren Energien schon Klimaschutz - und verdienen gut Geld damit. Kopenhagen liegt derweil von konkretem Klimaschutz so weit weg wie Kioto und all die anderen Orte, wo sich angeblich wichtige Leute schon zu oft einig darin zeigten, dass sie sich über wirkliche Aufgaben nicht einigen können.

 

Klimaschutz fängt also daheim an. Und mit dem eigenen Geldbeutel. Wer wirklich Klimaschutz will, darf sich weder auf eMails zur UNO noch auf Kerzen-Mahnwachen beschränken. Lieber schlicht hier handeln. Mit messbaren CO-2-Einsparungen. Und mit geldwertem Gewinn für sich selber. Damit's bald irgendwann andere nachahmen können. Mit heimischen, erneuerbar-regenerativen Energien. Regenerativ rentabel.

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