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:: Weise Politiker fördern die Sonnenenergie

Eicke R. Weber kritisiert die Energiepolitik der Regierung und fordert günstige Kredite für hiesige Solarfirmen. "Der Bundestag hat am 30. März eine Novelle des 2011 novellierten Erneuerbare- Energien-Gesetzes (EEG) beschlossen, das einen Konsens zwischen dem Umweltministerium und den Verbänden, besonders der Solarindustrie, darstellte. In der ursprünglichen Version dieser Novelle sollten jenseits der noch schneller als bisher zu senkenden Einspeisetarife für Solarenergie nun Bürokraten die Aufgabe des Parlaments übernehmen und künftig diese Preise eigenmächtig festsetzen können...

... Statt des bisherigen finanziellen Anreizes zum Selbstverbrauch soll es für die Betreiber von Großanlagen eine Strafe für nicht selbstverbrauchten Strom geben. Keine Vergütung soll es für die preisgünstigen Großanlagen auf den sonst nicht nutzbaren Verwertungsflächen geben.

 

Zwei Eckpfeiler jeden Szenarios unserer Stromversorgung nach der Energiewende sind Sonne und Wind: fluktuierende Stromquellen, die sich zeitlich ideal ergänzen. Der dritte Pfeiler werden jederzeit verfügbare Quellen erneuerbaren Stroms sein, also Strom aus Wasserkraft, Biomasse und von Überflussstrom erzeugtem Wasserstoff und anderen Stromspeichern, die eine rasch zunehmende Bedeutung haben werden.

 

Die Bundesregierung zeigt nun, dass sie diese Zukunftsvision der drei gleichgewichtigen Pfeiler nicht teilt. Sie will die Stromerzeugung aus Sonnenenergie begrenzen und gleichzeitig die Stromerzeugung aus Windkraft im Meer fördern. Stromerzeugung aus Wind an Land ist sicher zu begrüßen, schneller Zuwachs wird hier durch lokale Widerstände gegen die "Verspargelung der Landschaft" begrenzt.

 

Die Ernte von Wind über dem Meer dagegen ist aufwändig. Der Einspeisepreis wird im Sommer über dem von Solarenergie von großen Anlagen liegen. Denn es gibt Probleme mit der Haltbarkeit der Anlagen und der Einspeisung fern der vom Verbraucher erzeugten, großen Strommengen. Die Forderung nach einem raschen Ausbau der Netze bezieht sich auf das Problem der Stromerzeugung vor Küsten.

 

Warum setzt sich die Regierung der heftigen Kritik an der erneuten, nicht abgestimmten Novelle des EEG aus?

Es geht nicht um die Strompreise, die durch die Profite der Stromerzeuger und viele Umlagen, auch für Netzausbau und Emissisonszertifikate laufend steigen. Der Beitrag der EEG-Umlage blieb in den vergangenen zwei Jahren praktisch konstant, die Strompreise stiegen.

 

Es geht um die Interessen der großen Stromerzeuger, deren Profite bereits jetzt, bei einer Einspeisung von nur vier Prozent des Sonnenstroms in Deutschland, gefährdet sind. Sonnenstrom verringert Spitzenlast und reduziert den Verkauf des teuren und lukrativen Spitzenstroms massiv.

 

2010 wurde die Regierung davor gewarnt, den Kernkraft betreibenden Stromerzeugern nachzugeben und den Atomkompromiss zu kündigen, der uns 2003 auf die Schiene hin zur Energiewende gesetzt hatte. Sechs Monate nach der Aufkündigung dieses Kompromisses sah sich diese Regierung angesichts des Atomunglücks in Fukushima gezwungen, erneut umzusteuern.

 

Warum hört die Regierung heute wieder auf dieselben Stimmen, die ihr 2010 zur Kernkraft-Laufzeit-Verlängerung rieten?

 

Im In- und Ausland wird wahrgenommen, dass Deutschland nicht mehr an die Zukunft Photovoltaik glaubt. Dagegen lösen die Preissenkungen der vergangenen Jahre einen globalen Boom aus, der hier noch nicht wahrgenommen wird. Für 2012 erwarten wir allein in China einen Zubau von mehr als 6000 MW, also 6 GW, was vermutlich das Ende der Spitzenstellung des deutschen Solarmarkts bedeuten wird. Weltweit könnten wir 30 GW überschreiten, und ein 100-GW-Markt 2020 ist eine konservative Schätzung.

 

Weise Politiker würden in Deutschland die Sonnenenergie fördern

Im Jahr 2020 können wir ohne größere Umbaumaßnahmen des Netzes 50 bis 80 GW PV Leistung verkraften, anschließend sollten erweiterte Speicherkapazitäten und bessere Vernetzung mit unseren Nachbarn zur Verfügung stehen.

 

Die Forschung auf diesem sich rasch entwickelnden Markt sollte gefördert werden. Schließlich benötigen wir eine Industriepolitik in Europa, die europäischen Herstellern Zugang zu zinsgünstigen Investitionskrediten für global wettbewerbsfähige Großproduktion sichert, ähnlich wie es die asiatischen Hersteller von ihren in dieser Hinsicht bedeutend weiseren Regierungen gewohnt sind.

 

Damit könnten wir sicherstellen, dass unsere Maschinenbauer die Welt mit den technologisch besten Produktionsanlagen ausrüsten, und wir so in diesem rasch wachsenden Markt die führende Stellung behalten.

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