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:: Klimaschutz made in Austria
„Den" Job für den wirklichen Wandel gibt es nicht. Allerdings habe ich mit großer Freude beobachtet, dass nicht nur BK Gusenbauer eine gute Entscheidung getrofÂfen hat, eine derartige Position wie jene des Klimaschutzbauftragten zu kreieren, sondern dass insgesamt in allen gesellÂschaftlichen Gruppierungen eine hohe Sensibilität in dieser wichtigen Frage zu bemerken ist. Meiner Wahrnehmung nach haben inzwischen viele die ProbleÂmatik zwar verstanden, aber jetzt geht es darum, das auch politisch anzupacken.
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Für einen wirklichen Wandel müssen die „falschen" politischen, nicht nachhaltigen Prozesse dramatisch eingeschränkt werÂden, damit die ökologisch richtigen, sozial verträglichen und ökonomisch effizienten Maßnahmen wirken und die Treibhausgase reduziert werden. Das wäre wirklicher WanÂdel. Die Schaffung der Position eines Klimaschutzbeauftragten zeigt nur den Wandel des Bewusstseins beim Bundeskanzler an.
 Dem würde ich zu hundert Prozent zuÂstimmen.
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Was kann der oberste Klimaschutzbeauftragte des Kanzlers bewirken?
Ich kann den Kanzler in Sachfragen beraten, ihn im Präsidium des Kli.en-ÂFonds (dem Klima- und Energie-Fonds) vertreten und mich, in dieser Funktion darum bemühen, dass die vorhandeÂnen Gelder sinnvoll ausgegeben werÂden. Darüber hinaus kann ich Themen zum Thema machen, nachbohren, läsÂtig sein. Das gilt im Positiven wie im Negativen. Natürlich geht es auch darÂum, falsche Entwicklungen kritisch zu beleuchten und Interessenspolitik, die originär nichts mit Klimaschutz zu tun hat, zurück zu drängen.
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Das Kyoto-Ziel werden wir wohl nicht mehr erreichen. Was lief bisher falsch und wie können wir jetzt noch soviel als möglich verbessern?
Es ist nicht das Problem, dass wir ein gesetztes Ziel so dramatisch verfehlen. Vielmehr ist das Problem, dass auf der einen Seite viele richtige Schritte gesetzt werden, jedoch auf der anderen Seite die Beharrungskräfte so stark sind, dass das falsche fast unvermindert weitergeÂmacht wird.
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Wir sind als Alpenland besonders vom Klimawandel betroffen (größerer TemÂperaturanstieg als in anderen Regionen). Da braucht's wohl auch besondere MaßÂnahmen. Welche Aktivitäten sind für 2008 geplant? Welche haben Priorität?
Priorität hat die sinnvolle Investition der vorhandenen Mittel des Kli.en-Fonds. ZuÂdem müssen wir drei Bereiche schnellstÂmöglich angehen: Die Energieproduktion, den Verkehr und das private und gewerbÂliche Bauwesen. Bei ersterem geht es um den Umstieg von fossilen auf solare EnerÂgieträger, um Effizienzsteigerung und erÂneuerbare Energie. Im Fall des Verkehrs ist es ein alter Hut: Wir müssen konsequent in ein neues, öffentliches Mobilitätssystem einsteigen. Beim Bauwesen geht es einerseits um die Bindung von FördeÂrungen (15-A-Verträge, 2,5 Mrd. jährlich) an die Erfüllung klimaschutzpolitischer Auflagen und die Sanierung bestehenÂder Bauten.
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Wieviel kann der KLI.EN bewirken?
Viel, aber für sich genommen nicht geÂnug. Der Kli.en kann eine Initialzündung sein, sofern seine Mittel klug verwendet werden.
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„WinterAde?" in Prognosen. Wird der Winter(sport)tourismus
als Wirtschaftsfaktor eine NeuorientieÂrung erleben müssen?
Ich bin mir nicht sicher, ob die prognosÂtizierten Klimaänderungen tatsächlich innerhalb der nächsten zehn Jahre schlagend werden, bestimmt aber inÂnerhalb der nächsten dreißig. Das heißt: Momentan verschieben sich die Niederschlagsmengen kaum, wohl aber die Regenhäufigkeit. Der Wintertourismus sollte daraus nicht den falschen Schluss ziehen zu meinen „uns kann ja egal sein, wie oft der Schnee kommt, Hauptsache, er kommt." Spätestens in dreißig Jahren wird es auch im Fall der Schneegrenzen zu dramatischen Änderungen gekomÂmen sein. Die Krise des WintertourisÂmus ist aber auch eine Chance - weg vom harten Massentourismus hin zum sanften Qualitätstourismus.
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Was trägt der Klimaschutzbeauftragte selbst zum Klimaschutz bei?
Meine private Raumwärme erzeuge ich solarthermisch bzw. mit Holz. Ich lege möglichst viele Strecken mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurück und zu 95% gelingt mir das übrigens problemlos.
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Andreas Wabl, ehemaÂliger Gemeinderat, NationaIratsabgeordÂneter und KlubobÂmann der Grünen ist seit August 2007 der Klimaschutzbeauftragte von Bundeskanzler Gusenbauer. Er wird den Kanzler im Klima- Âund Energiefonds vertreten sowie den künftig jährlichen geplanten Klimaschutzgipfel koordinieren. In dieser Funktion soll er auch Nichtregierungsorganisationen und InteressenverÂbänden, Wissenschaftler und interessierten Bürgern als Ansprechpartner zur Verfügung stehen.
Wolfgang Mehl 2008
Klimabündnis Kärnten 2008
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