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:: Ökologisches Handwerk hat Zukunft
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Franz Alt: Nach meiner Erfahrung schätzen ökologisch orientierte Menschen auch ein angenehmes Wohnumfeld. Dazu gehören Ökofarben und Ökolacke und möglichst wenig chemische Verunreinigungen in der Wohnung. Ihre „Dritte Haut“, die Wohnung, soll möglichst angeÂnehm sein. Öko muss schön sein, wenn es akzeptiert werden soll.
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Mappe: Konsequent ökologische Produkte sind mitunter empfindlich: Lehm ist relativ weich, mineralisch matte Innenflächen sind schmutzempfindlich. Wie können Handwerker dennoch solche ökoÂlogischen Produkte verkaufen?
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Franz Alt: Das geht natürlich nur, wenn die Handwerker selbst von den Vorteilen ihrer ProÂdukte überzeugt sind. Am überzeugendsten ist, wer selbst so wohnt, wie er es seinen Kunden empfiehlt.
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Mappe: Ökologisches Bauen bedeutet, wenn möglich, den Bestand zu integrieren. Sanierung ist aber meist aufwendiger — sowohl in der PlaÂnung als auch in der Ausführung. Was sind ArÂgumente für diesen Mehraufwand?
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Franz Alt: Als Klaus Töpfer noch Bauminister war, hat er gesagt: „Ökologisches Bauen heißt gar nicht bauen, sondern renovieren und sanieÂren.“ Die staatlichen Zuschüsse wurden beim besseren Dämmen und energetischen Sanieren nicht zufällig stark erhöht.
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Mappe: Wie krisensicher ist ein ökologisches Malerunternehmen?
Franz Alt: In Deutschland müssen in den nächsten 20 Jahren etwa 20 Millionen GebäuÂde energetisch saniert und renoviert werden. Auf Maler und Lackierer, die ökologische Arbeit anbieten, warten beste Geschäfte. Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben. Wer sich rechtÂzeitig auf die Herausforderungen des KlimaÂwandels einstellt, der macht die Geschäfte von morgen. Denn der Klimawandel und seine HeÂrausforderungen sind die Megathemen des 21. Jahrhunderts.
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Jammern hilft nicht. Wer rechtzeiÂtig handelt, hat auch gar keine Zeit zum JamÂmern. Außerdem sind Sanierer meist älter als Neubauer, haben mehr Geld und sind anÂspruchsvoller. Diese Chancen können kluge Handwerker nutzen.
Mappe: Vielen Dank für das Gespräch.
Die Malerzeitschrift 3/2008
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