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:: Der Dalai Lama mahnt zur Zurückhaltung

Das im Exil lebende tibetische Oberhaupt und andere Tibeter bitten dringend um internationale Hilfe, damit die drohende Katastrophe in dem belagerten Kloster Kirti in der TAP Ngaba in Westchina verhindert wird.

Der Dalai Lama appellierte heute an die Betroffenen, trotz der verfahrenen Situation die Ruhe zu bewahren. Indessen wandte sich ein hochrangiger Vertreter der Tibetischen Exilregierung an die Vereinten Nationen mit der Bitte, bei der Lösung der Krise zu helfen.

 

„Die Lage, in der sich das Kloster Kirti in Nordost-Tibet im Augenblick befindet, ist grauenvoll“, heißt es in der Erklärung des Dalai Lama vom Freitag. „Das Kloster, das etwa 2.500 Mönche beherbergt, ist vollständig von bewaffneten chinesischen Kräften umgeben, die zu einem gewissen Zeitpunkt sogar seine Versorgung mit lebensnotwendigen Nahrungsmitteln und anderen Gütern gestoppt haben.“ Am 11. April setzte die bewaffnete Polizei Knüppel und abgerichtete Hunde gegen eine unbewaffnete Ansammlung von Tibetern vor dem Kloster ein - wie viele dabei verletzt wurden, weiß man immer noch nicht.

 

Indem er daran erinnerte, daß die Blockade in Kirti mit der Selbstverbrennung eines Mönches aus Protest gegen die chinesische Herrschaft im Zusammenhang steht, warnte der Dalai Lama davor, daß die Lage „explodieren könnte, was katastrophale Folgen für die Tibeter in Ngaba hätte“. „Angesichts dieses Umstands rufe ich sowohl die Mönche als auch die Laien in der Gegend auf, nichts zu unternehmen, was von den dortigen Behörden als Vorwand für den Einsatz erbarmungsloser roher Gewalt angesehen werden könnte“.

 

Der Dalai Lama appellierte an die „internationale Gemeinschaft, die Regierungen rund um den Globus, und die Nicht-Regierungs-Organisationen“, Chinas Führung nahezulegen, beim Umgang mit der Situation „Zurückhaltung“ zu üben. Chinas gewaltsames Vorgehen in der Region „hat die Verbitterung und den Groll des tibetischen Volkes nur noch vertieft“, fuhr er fort. Indessen wandte sich das Tibetische Exil-Parlament direkt an die Vereinten Nationen mit der Bitte um Hilfe bei der Lösung der verfahrenen Situation und ersuchte den UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon, sich mit „der immer schlimmer werdenden Menschenrechtslage in Tibet“ zu befassen.

 

„Sicherheit, Würde und Menschenrechte von über 2.500 Mönchen im Kloster Kirti, einem der bedeutendsten Tibets, sind extrem bedroht“, heißt es in dem am 14. April von der zweiten Sprecherin des Exil-Parlaments, Dolma Gyari, an die UNO gerichteten Schreiben.

 

Im selben Sinne äußerte sich eine Tibeterin aus Ngaba RFA gegenüber: „Ich hoffe, daß die Vereinten Nationen und internationale Menschenrechtsorganisationen Sympathie für uns zeigen und uns helfen werden“, sagte die Frau, die anonym bleiben möchte. „Wir haben hier keine Gleichheit“. „Wir Tibeter sind die Sündenböcke, auf die die Beamten der Präfektur und des Bezirks Ngaba eindreschen, wofür sie dann mit Beförderung und Anerkennung belohnt werden“, erklärte eine andere Frau. „Selbst wenn es um kleine Dinge geht, dann bauschen sie diese ihren Vorgesetzten gegenüber als wichtige und ernste Probleme auf und tun alles, damit sich die Lage zuspitzt“, fügte sie hinzu.

 

Das US-Außenministerium sagte am Donnerstag, daß es die Belagerung von Kirti chinesischen Regierungsvertretern gegenüber angesprochen habe. „Das Verhalten Chinas „ist unvereinbar mit den international anerkannten Grundsätzen der Religionsfreiheit und der Menschenrechte“, äußerte der Sprecher Mark Tone Reportern gegenüber. „Wir behalten die Lage genau im Auge, denn wir sind wirklich sehr besorgt“.

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