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:: Fukushima in Deutschland
Vor einem Jahr kam es in Japan zur Dreifachkatastrophe: Erdbeben, Tsunami und Kernschmelze in drei Reaktoren des Atomkomplexes Fukushima. Japan, Deutschland und alle anderen Länder mit AKW haben e i n großes Problem gemeinsam: Keiner weiß wohin mit dem Müll. Das ist Fukushima auch in Deutschland. Das ist das große Problem auch ohne Tsunami-Gefahr.
Seit über 50 Jahren wird täglich Atommüll produziert. Nirgendwo auf der Welt gibt es auch nur die Ahnung eines Plans zur sicheren Entsorgung des atomaren Schrotts.
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Wir wissen nur eines: Die Halbwertzeit nuklearer Verstrahlung beträgt 24.000 Jahre. Der lebensgefährliche Müll strahlt insgesamt eine Million Jahre.
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Die Atomwirtschaft ist damit das verantwortungsloseste Produktions-Gewerbe aller Zeiten.
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Deshalb ist es wichtig, die Müllproduktion auch in Deutschland so schnell wie möglich und nicht erst bis 2022 – wie von der Bundesregierung beschlossen – zu beenden.
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Sowohl die Ethikkommission unter Klaus Töpfer wie auch das Bundesumweltamt haben nach Fukushima den „schnellstmöglichen Ausstieg“ empfohlen.
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Das Umweltbundamt hat das Jahr 2017 als Ausstiegjahr vorgeschlagen. Das wäre realistisch. Deutschland beweist, dass die erneuerbaren Energien viel schneller wachsen können als bisher angenommen.
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In Japan sind zurzeit 52 von 54 AKW stillgelegt. Deutschland hat 2011 acht Kernkraftwerke auf einmal vom Netz genommen.
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Sowohl in Deutschland wie auch in Japan gab es trotzdem genug Strom in den letzten Monaten.
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Japan hat seit Fukushima 20% Strom eingespart. Das wäre auch in Deutschland möglich. Und es würde weniger Atommüll anfallen.
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Je länger AKW laufen, desto größere Probleme mit dem Atommüll für praktisch alle Generationen nach uns.
© Franz Alt 2012
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