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:: Heißer Globus – kaltes Deutschland

2010 hatten wir in Deutschland den kältesten Dezember seit 40 Jahren. Die Durchschnittstemperatur lag um 4.3 Grad unter dem langjährigen Mittel. Südwestlich von Potsdam gab es an vier Tagen im Dezember Plusgrade. Nachts gab es Temperaturen bis minus 25 Grad. Aber in München erwärmte sich die Luft am 8. Dezember auf 15.4 Grad plus.

Diese Wetterextreme sind die Vorboten des Klimawandels, der wissenschaftlich schon lange bewiesen ist. 2010 war zum Beispiel global das heißeste Jahr seit 1860 obwohl es in Europa insgesamt ziemlich kühl war.

 

2010 war insgesamt ein Jahr der Umwelt- und Naturdesaster. Starke Beben in Haiti, Überschwemmungen in Pakistan, und Waldbrände in Israel, Griechenland, Brasilien und Russland führten jeweils zu vielen Menschenopfern und zu Milliardenschäden.

 

Der weltweite Klimawandel hat eindeutig menschliche Ursachen. Wir verbrennen an einem Tag an Kohle, Gas und Erdöl, woran die Natur eine Million Tage gearbeitet hat. Die Wirtschaftskrise hatte 2009 geholfen, den Energieverbrauch weltweit um acht Prozent zu senken, aber 2010 ist er wieder um etwa fünf Prozent gestiegen.

 

Hinzu kamen 2010 weitere  menschengemachte Katastrophen wie die Ölkatastrophe am Golf von Mexiko. Dort strömten – vor allem wegen der Schlampereien des Ölkonzerns BP – etwa 700 Millionen Liter Öl ins Meer und richteten Schäden von weit über 100 Milliarden Dollar an. Weite Teile der Golfküste wurden verschmutzt. Eine Katastrophe für Fischer, Touristen und Meerestiere. Die langfristigen Kosten sind nicht abschätzbar.

 

Bekannt wurde 2010 auch, dass in Nigeria seit Jahrzehnten jährlich 40 Millionen Liter Öl ausfließen. Dieses Desaster war aber viele Jahre kein Thema in der Öffentlichkeit. Es war vertuscht worden.

 

Bei aller Freude über die Rettung der 33 verschütteten Bergleute in Chile: Für 200 eingeschlossene Kumpels in der Türkei, Russland, den USA und Neuseeland gab es leider keine Erfolgsmeldungen. Und in Afrika sind auch 2010 wieder Millionen Menschen auf der Flucht vor den Folgen des Klimawandels gewesen. Teile Chinas litten unter der schlimmsten Dürre seit Menschengedenken.

 

2010 war für den Klimaschutz ein Katastrophenjahr. Und fraglich ist, ob wir 2011 wirklich Fortschritte erleben werden.

 

Im internationalen Artenschutz gab es kleine Fortschritte. Beim Klimaschutz aber wächst weltweit zwar die Öko-Sensibilität, aber noch nicht wirkliche Klimaschutz-Politik, die diesen Namen verdient. 2011 bleibt also viel zu tun.

Quelle:

© Franz Alt 2010

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