Startseite
zurück zur Übersichtvorheriger Artikelnächster Artikel
Artikel 183 von 200

:: Rettet die Wirtschaftskrise das Weltklima?

Der Zusammenbruch der DDR- Wirtschaft Anfang der 90-er Jahre hat die Treibhausgas -Emissionen in ganz Deutschland um 15 % reduziert. Das Schließen der größten Dreckschleudern in Ostdeutschland und in ganz Osteuropa hat zwar die Arbeitslosigkeit in den betroffenen Ländern erhöht, aber dem Weltklima geholfen. Es wurde klar: Je weniger wirtschaftliches Wachstum, desto mehr Arbeitslose, aber auch desto besser fürs Klima.

Wiederholt sich dieser Prozess jetzt in der weltweiten Krise, in der die Weltwirtschaft nicht mehr wächst, sondern schrumpft? In Deutschland wird 2009 mit einem „Minus-Wachstum“ von drei bis vier Prozent gerechnet, in Japan sogar mit einem Minus von 12 Prozent. Bringt die Wirtschaftskrise also die Rettung des Weltklimas? Können wir nur so unsere Klimaschutzziele erreichen?

 

In dieser Woche wurde auf dem Extremwetter-Kongress in Bremerhaven bekannt, dass 2009 der Ausstoß von Treibhausgasen weltweit um acht Prozent zurückgehen könnte. Vor allem der erhebliche Rückgang des Wachstums in China und in den Industriestaaten führe dazu, dass die Treibhausgas-Emissionen erstmals seit Jahren nicht mehr ansteigen, sondern reduziert werden. Die Krise hilft dem Klima. Wenn die Wirtschaft jedoch wieder wachse, dann werden auch die Treibhausgase wieder zunehmen. Und das wäre schlecht fürs Klima.

 

Diese Erkenntnis ist nicht neu. Schon bisher wussten wir, dass Wirtschaftswachstum nur durch das Verbrennen von Kohle, Gas und Öl zu erreichen ist. Ohne Energie kein Wachstum. Die derzeitige Krise bietet die Chance, endlich die richtigen Konsequenzen für die Zukunft zu ziehen: Wenn wir Wirtschaftswachstum,  Vollbeschäftigung und Klimaschutz wollen, dann wird das nur durch den hundertprozentigen Umstieg auf Erneuerbare Energien und mehr Energieeffizienz möglich sein.

 

Dass dieses neue magische Dreieck – Wirtschaftswachstum, Vollbeschäftigung und Klimaschutz – möglich ist, wird bereits an vielen Orten bewiesen. Kommunen, die sich weitgehend mit Erneuerbaren Energien versorgen, schaffen dadurch viele neue Arbeitsplätze. Präsident Obama hat deshalb ein 150-Milliarden-Dollar- Programm für Erneuerbare Energien und Energie-Effizienz angekündigt und will damit 2,5 Millionen neue Arbeitsplätze schaffen und dem Klimaschutz helfen. In Ostfriesland werden schon heute 96 % des Stroms erneuerbar gewonnen, was zu Zehntausenden neuen Arbeitsplätzen führte.

 

Das klassische deutsche Wirtschaftswunder vor 50 Jahren verdankten wir der Kohle. Ein Klimaproblem gab es damals noch nicht. Aber Kohle, Gas und Öl gehen zu Ende. Also brauchen wir neue Energiequellen. Denn ohne Energie weder Wachstum noch neue Arbeitsplätze. Wir können jetzt ein ökologisches Wirtschaftswunder schaffen.

Quelle:

© Franz Alt 2009

zurück zur Übersichtvorheriger Artikelnächster Artikel
Artikel 183 von 200

Auch im Social Web

facebook twitter youtube

Schriftgröße wählen

normal mittel gross

Suche

Buchtipp: Der Mauerfall

www.sonnenseite.com/Buch-Tipps,Der+Mauerfall+%E2%80%93+20+Jahre+danach,34,a14711.html

Interview mit Franz Alt

Franz Alt im Anleger TV

TV-Tipp

Tschernobyl

Eine Radiosendung von Redaktion Restrisiko

tschernobyl1.mp3

tschernobyl2.mp3

Rede von Franz Alt

Welt-Atombilanz 2010

www.sonnenseite.com/Eine+Welt,Welt-Atombilanz+2010,18,a17946.html

Atommüll – Endlager verzweifelt gesucht

Jahrbuch Ökologie 2011

www.sonnenseite.com/Buch-Tipps,Die+Klima-Manipulateure+-+Rettet+uns+Politik+oder+Geo-Engineering,34,a16645.html

Buchtipp: "Der Mauerfall – 20 Jahre danach ..."

http://www.sonnenseite.com/Buch-Tipps,Der+Mauerfall+%E2%80%93+20+Jahre+danach+...,34,a14711.html

Haben Sie Fragen zu Photovoltaik?

www.photovoltaikforum.com/

Medienpartner

www.heizungsfinder.de/
www.solaranlagen-portal.com/
www.natur.de/
Bigi+Franz Alt
Chris Alt