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:: Terroristen planen Angriffe auf AKW
Als Konsequenz aus Fukushima hatte EU-Energie-Kommissar Günther Oettinger angekündigt, das alle 146 Atomkraftwerke in der EU einem strengen Stresstest unterzogen werden. Untersucht werden sollten die Folgen menschlichen Versagens, terroristischer Anschläge und von Naturereignissen wie Erdbeben. Doch jetzt, nur wenige Wochen nach der starken Ankündigung sollen plötzlich die Stresstests ziemlich stressfrei werden.
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Dank des Drucks der Atomlobby – hauptsächlich in Frankreich und in England – sollen zum Beispiel die Folgen von Terror-Attacken mit Flugzeugen nicht mehr untersucht werden. Die Europäische Kommission kann schon froh sein, wenn sie Genehmigungsunterlagen einsehen darf.
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Dabei wissen wir schon eine ganze Menge über geplante Terror-Attacken auf AKW. Erst vor wenigen Tagen wurden in der Nähe der englischen Nuklearanlage Sellafield fünf des Terrorismus verdächtige junge Männer bei Filmaufnahmen festgenommen.
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Wir wissen auch, dass die Attentäter des 11.9. ursprünglich Anschläge auf mehrere AKW in den USA geplant hatten. Die Sicherheitsbehörden haben weltweit mindestens zehn geplante Anschläge auf Atomanlagen registriert.
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Die meisten der weltweit 438 AKW würden einem Flugzeugangriff nicht standhalten – auch die Hälfte der deutschen. Die Folgen im dichtbesiedelten Deutschland wären verheerend. Die Gesellschaft für Reaktorsicherheit hat im Auftrag des Bundesumweltministeriums Flugzeugangriffe auf AKW simuliert. Jeder zweite Sturzflug war ein Volltreffer. Die Folge einer wirklichen Attacke könnte ein nukleares Inferno sein.
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Die deutschen AKW-Betreiber wollen das Problem mit einem aufsteigenden Nebel lösen. mit einer Nebelwand soll den Terroristen die Sicht genommen werden.
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Eine fabelhafte Idee. Die meisten Flugverbotszonen um ein AKW haben einen Radius von 1,5 Kilometern. Für diese kurze Strecke benötigt ein mit Vollgas fliegendes Passagier-Flugzeug etwa acht Sekunden. In dieser Zeit eine funktionierende Nebelwand aufbauen zu wollen, ist mehr peinlich als hilfreich.
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Diese „Lösung“ zeigt die ganze Hilflosigkeit und Verantwortungslosigkeit der Atomfreunde.
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Wer im Zeitalter des Terrorismus die Gefahren verdrängt und verniedlicht, kann keine verantwortungsvolle Energiepolitik mehr machen. Er lebt im Wolkenkuckucksheim, aber nicht auf dieser realen Erde. Die Politik muss den nuklearen Nebel-Künstlern endlich und für immer das Stopp-Schild zeigen.
© Franz Alt 2011
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