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Fukushima 12. März 2011 © CNN

Atomkatastrophe in Japan - © youtube.de | CyberGamesNMS

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:: Was kostet der Atomausstieg?

Bei der Menschenkette in Stuttgart am Samstag zeigten junge Leute ein Plakat mit der Aufschrift: „Brauchen wir erst ein zweites Tschernobyl?“ Es könnte sein, dass wir in Japan viel schneller ein zweites Tschernobyl erleben als sich das die Demonstranten vom Wochenende vorstellen konnten. Nach den Atom-Unfällen in Tschernobyl 1986, in Harrisburg 1974 und in Sellafield 1959 erleben wir jetzt in Fukushima die nächste große Atom-Katastrophe. Das ganze Ausmaß ist noch nicht absehbar.

Wir werden endlich lernen müssen, dass es keine „friedliche Nutzung“ der Kernenergie gibt. In Japan stehen jetzt gleich zwei Reaktoren vor der Kernschmelze. Die Atompolitik hat sich endgültig als kollektiver Irrweg erwiesen.

 

Die Frage ist nun: Schaffen wir jetzt ein erneuerbares Energiebewusstsein  oder verstricken wir uns weiter in der atomaren Selbstzerstörung?

 

In Deutschland bestreitet niemand mehr, dass der 100-prozentige Umstieg auf erneuerbare Energie nötig und möglich ist. Gestritten wird aber in den nächsten Tagen und Wochen mit Sicherheit über das Tempo des Umstiegs vom Atom- und Öl- ins Solarzeitalter.

 

Wie aber könnte der Umstieg konkret und praktisch aussehen?

Zurzeit werden bereits 17% des deutschen Stroms erneuerbar produziert.

 

Der 100 Prozent-Umstieg in vielleicht 20 oder 30 Jahren bedeutet: 20 mal so viel Solaranlagen wie heute, dreimal so viel Windräder , eine Verdoppelung der Bioenergie, eine Reaktivierung einiger tausend kleiner Wasserkrafträder wie wir es schon vor 100 Jahren hatten und eine rasche Mobilisierung der  Erdwärme-Potentiale. Die Installation einer Solaranlage dauert drei Tage und die eines Windrads drei Wochen. Die Technologien sind inzwischen hunderttausendfach erprobt.

 

Neue Leitungen und Speicher für eine dezentrale Energieversorgung könnten nach den bisherigen Erfahrungen in 10 bis 15 Jahren organisiert sein. Schon heute arbeiten 340.000 Menschen in den Branchen der Ökoenergien. Bis 2020 könnten es eine Million und bis 2030 zwei Millionen sein. Beim Atomausstieg liegen also nicht nur Probleme, sondern auch riesige Zukunftschancen für eine moderne Gesellschaft. Die Alternative heißt: erneuerbar statt atomar.

 

Und was kostet der Umstieg? Das hat soeben der Sachverständigenrat für Umwelt der Bundesregierung ausgerechnet: 50 Euro mehr im Monat pro Haushalt. Aber kein Umstieg kann die Zukunft kosten. Wer jetzt noch längere Laufzeiten für AKW fordert, muss mit kürzeren Regierungszeiten rechnen.

 

YouTube: Dr. Franz Alt - Atomausstieg selber machen - Anti-AKW-Demo Stuttgart 12.03.2011

Quelle:

© Franz Alt 2011

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