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:: Weihnachten in den Zeiten des Klimawandels

Weihnacht 2004: Über 220.000 Menschen in Südasien ertrinken wegen eines Tsunami.  Januar 2010: In Haiti sterben durch ein  Erdbeben über 212.000 Menschen. Das sind Naturkatastrophen, für die Menschen nicht verantwortlich sind. Ganz anders der schleichende Klimawandel. Fast alle Klimaforscher sind sich einig, dass diese „Überlebensfrage der Menschheit“ hauptsächlich von Menschen verursacht wird und deshalb auch von Menschen noch abgemildert werden kann. Nach allem, was wir heute wissen, kann kein Mensch mehr sagen, er oder sie habe es nicht gewusst.

Wir wissen, dass bereits Kriege um Öl geführt wurden und Kriege um Wasser an vielen Orten drohen. Wir wissen auch, dass wegen des Klimawandels – vor allem in Afrika - bereits Millionen Flüchtlinge umherirren und immer häufiger nach Europa drängen. „Grenzen dicht machen“ ist keine wirkliche Antwort. National und international werden die Gefahren des Klimawandels verdrängt, verharmlost und verleugnet.

 

Als  meine Generation vor 60 Jahren ihre Eltern fragte, was sie von den Nazi-Verbrechen gewusst haben, bekamen wir zur Antwort: „Nichts“. Das stimmte zum Teil und zwar deshalb, weil unsere Elterngeneration nichts wissen wollte. Selbst diese Ausrede haben wir Heutigen beim Klimawandel jedoch nicht. Wir wissen alles, aber wir tun nicht, was wir wissen.

 

Der Klimawandel erscheint vielen noch immer ein Verbrechen ohne Verbrecher, eine Tat ohne Täter. Dabei ist jeder, der noch immer eine Ölheizung hat oder ein Benzinauto fährt, Teil des Problems. Wie aber werden wir Teil der Lösung?

 

Weihnachten ist ein Fest der Hoffnung. Nach 2.000 Jahren können wir dieses Kind von Bethlehem einfach nicht vergessen. „Vertrauen, Hoffnung, Liebe“ wurde sein Programm für eine bessere Welt, das noch heute Millionen Menschen inspiriert. Aber ist der Klimawandel inzwischen nicht eine hoffnungslose Sache? „Ich als Einzelner kann ja doch nichts ändern“ oder: „Es ist eh alles zu spät“, beruhigen wir uns. Alles faule Ausreden.

 

Die Erkenntnis der Wissenschaftler ist auch hier eindeutig: Es ist noch nicht zu spät zum Handeln. Noch kann jede und jeder Teil der Lösung werden.

 

Vertrauen, hoffen und lieben sind keine blind machenden Tugenden. Nirgendwo steht geschrieben, dass blinder Glaube und naives Hoffen die Taten ersetzt. Liebe ist immer konkret und praktisch oder sie ist nicht.

 

Vertrauen, hoffen und lieben im Sinne des wunderbaren jungen Mannes aus Nazareth ist nicht ein simpler Glaube an einen guten Ausgang. Wir haben keine Garantie für den Fortbestand des Lebens. Aber noch gibt es viel Grund zu guter Hoffnung und Vertrauen in vernünftiges Handeln. Dieses Handeln erwächst aus Liebe zu den künftigen Generationen.

 

Hoffen lernt man dadurch, dass man handelt  als sei Rettung möglich. Zu handeln als gäbe es einen guten Ausgang ist die Weihnachtsbotschaft in den Zeiten des Klimawandels. So vertrauend zu handeln ist kein blinder Optimismus, sondern Vertrauen ins Leben und Vertrauen in Gott.

 

Jesus wurde umsonst geboren, wenn er nicht in uns geboren wird. Das heißt: Wenn wir nicht aktiv werden. Der Dalai Lama sagt es positiv:  „Religiös ist, wer mitarbeitet an der Bewahrung der Schöpfung.“

 

Wir wünschen Ihnen, liebe LeserInnen der Sonnenseite, dass es in Ihnen  Weihnachten wird  - Ihre Bigi und Franz Alt

Quelle:

© Franz Alt 2010

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