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:: Der Wert eines Baumes
Bäume sind Lebewesen, die bis zu 1.000 Jahre alt und über 100 Meter hoch werden können. Als „grüne Lungen“ sind sie unersetzÂlich und als landschaftsgestaltendes Element haben sie eine hohe ästhetische Funktion.
Eine ausgewachsene Buche mit circa 100 Jahren kann an einem einzigen Tag eine Menge von 18 kg Kohlendioxid verarbeiten und damit 13 kg Sauerstoff produzieren. Dies deckt den SauerstoffbeÂdarf von etwa zehn Menschen.
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Früchtetragende Bäume geben dem Menschen Nahrung, aus dem Wald holt er sich Holz, mit dem er seinen Energiebedarf deckt oder das er zum Bau seiner Wohnstätten benutzt. Bäume verbessern das Klima, indem sie die Luftfeuchtigkeit erhöhen und vor allem in den Sommermonaten die Temperaturen herabsetzen und SchatÂten spenden.
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Neben einem ideellen haben sie auch einen materiellen Wert. DieÂser ist von Alter, Art und Standort abhängig. Der durchschnittliche Wert eines Stadtbaumes kann mit 3.000 Euro veranschlagt werden. In einer mittelgroßen Stadt mit 30.000 Bäumen addiert sich das auf 90 Millionen Euro.
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Die Funktionen der Bäume für das Leben der Menschen
Das Grün ist die Visitenkarte einer jeden Stadt und Gemeinde. Ob es sich um Altbäume in einem Park, junge Bäume entlang einer Straße oder um Bäume auf dem Markt- oder Rathausplatz handelt: Bäume machen den Siedlungsbereich lebendig.
- Neben der Vermittlung von Emotionen und Ästhetik haben Stadtbäume viele andere Funktionen:
- Bäume helfen, die Luft zu reinigen und zu filtern.
- Bäume verarbeiten das für Menschen giftige Kohlendioxid und verarbeiten es mit Hilfe von Sonnenlicht in den für den Menschen unverzichtbaren Sauerstoff.
- Bäume spenden Schatten, schützen vor intensiver UV-Strahlung und erhöhen durch Verdunstung die Luftfeuchtigkeit.
- Bäume prägen das Bild von Städten und mindern damit auch die oft negativen Auswirkungen von verbauten Städten und ihrem Verkehr.
- Damit verbessern Bäume die Lebenssituation der Menschen und sind ein Teil des menschlichen Lebens. Sie verdienen Schutz und Pflege.
- Die Bäume schützen uns, schützen wir die Bäume | Auszug aus "Baumpflege Lexikon" mehr
Verstümmelung von Bäumen
Kappung
Werden bei Bäumen gesunde Kronenteile im Starkastbereich ohne Rücksicht auf den Habitus des Baumes oder physiologische Erfordernisse zurückgeschnitten, spricht man von Kappung. Die Bäume reagieren mit verstärktem Wachstum, um das verlorengegangene Gleichgewicht zwischen Wurzel und Krone wiederherzustellen. Seitlich der Kappungsstellen wachsen zahlreiche Ständer, die sich im Laufe der Zeit gegenseitig auseinander drücken. Mit zunehmendem Wachstum werden die Ständer statisch immer instabiler.
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Verstärkt wird das Bruchrisiko durch eindringende Pilze und fortschreitende Fäule im Zentrum der ehemaligen Kappungsstelle. Nach einer Kappung muss die Krone wieder aufgebaut werden. Da die stabile Krone entfernt wurde, bedarf es einer langfristigen Pflege, um das Gleichgewicht wiederherzustellen und wieder eine stabile Krone zu erreichen. Damit betragen die Kosten ein Vielfaches der einer fachgerechten Baumpflege. Nach der ZTV-Baumpflege (Ausgabe 2001) dürfen Kappungen nicht mehr durchgeführt werden. Sie schaden dem Baum und können nicht als Baumpflege bezeichnet werden. Nicht verwechselt werden dürfen Kappungen mit Kronensicherungsschnitt, Kopfschnitt oder Einkürzung von Kronenteilen (Maßnahmen bei stark geschädigten Bäumen).
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Starkastschnitt
Ein Starkastschnitt ist der Rückschnitt oder die Entfernung von Ästen mit einem Durchmesser von mehr als 10 cm. Starkastschnitte sollten ohne Notwendigkeit überhaupt nicht durchgeführt werden. Durch die große Verletzung wird der Baum geschädigt. Es ist damit zu rechnen, dass holzzersetzende Pilze durch diese Verletzung eindringen und den Baum langfristig schädigen.
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Baumschutz auf Baustellen
Die starken Bautätigkeiten in den letzten Jahrzehnten und die damit einhergehende Beschädigung von Wurzeln haben dazu geführt, dass Bäume entlang von Straßen oder in der Nähe von ehemaligen Baustellen von der Wurzel her von holzzersetzenden Pilzen befallen und damit geschädigt wurden. Diese Bäume wurden zu einer Gefahr, brauchten eine aufwändige Pflege und konnten dann oft nur noch gefällt werden.
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