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:: "Wir tun Gutes, weil es auch uns nützt"

Gibt es das? Soziales Engagement gehört zum Kern des Geschäfts. Und der Firma geht es gut.
Mitarbeiter berichten: "Die Leute sagen immer: Euch muss es sehr gut gehen, dass ihr euch so ein Engagement leisten könnt. Es ist aber genau umgekehrt: Uns geht es nur so gut, weil wir uns sozial engagieren. Unsere Firma spendet jedes Jahr zwei Millionen Euro für soziale Projekte. "Zwei Millionen - bei einem Jahresumsatz von 160 Millionen! Wir sind bei einem Augsburger Mittelständler. Schon vor einigen Jahren hat Bundespräsident Johannes Rau Betapharm mit dem Preis "Freiheit und Verantwortung" ausgezeichnet. Welche Gutmenschen leiten diese Firma?


"Wir tun Gutes, weil es auch uns nützt", sagt Geschäftsführer Peter Walter. Der ehemalige Ciba-Geigy-Manager hat das Unternehmen ab 1993 aufgebaut. Heute ist es bereits die Nummer vier hinter den Branchenriesen Ratiopharm, Hexel und Stada.


Geht das: Profit und Nonprofit?
Soziales Engagement ist zentraler Bestandteil des strategischen Managements. Betapharm gibt kein Geld mehr aus für nutzlose Reklame für verwechselbare Produkte im Pharmabereich. Betapharm ist mit seinem sozialen Engagement unverwechselbar. Das wissen die Kunden und erst recht die eigenen Mitarbeiter, die die sozialen Projekte begeistert mittragen. Betapharm hat jetzt hoch motivierte Mitarbeiter, die in ihrer Arbeit auch einen sozialen Sinn sehen.

Die Betapharm finanziert unter anderem das "Betafon", ein Call-Center mit Juristen, Sozialpädagogen und Krankenschwestern, bei dem sich jeder Kranke Informationen zu Selbsthilfegruppen, Therapiehilfen und gesetzlichen Unterstützungsleistungen in seiner Region einholen kann. Ein eigenes Redaktionsteam gibt einen Nachschlagewälzer namens "Betaliste" heraus, in dem das komplizierte deutsche Sozialrecht samt den Regelungen für Bedürftige - und davon gibt es unter chronisch Kranken viele - verständlich formuliert und Selbsthilfe-Organisationen nach Krankheiten sortiert sind. Daneben fordert Betapharm die Fortbildung von Apothekern, den Bunten Kreis und die Initiative mammaNetz, die im Keller des Augsburger Klinikums eine Beratungsstelle unterhält.

Das Institut von Betapharm, das Beta-Institut, hat außerdem zusammen mit Sozialwissenschaftlern und der Augsburger Puppenkiste ein Programm zur Suchtprävention im Kindergarten entwickelt, das bundesweit angeboten wird. Eine vom Beta-Institut finanzierte Studie kam zum Ergebnis, dass ganzheitliche Vorsorge bei krebskranken Kindern die Krankheitskosten senkt, weil betreute Patienten schneller und nachhaltiger gesund werden. Daraufhin hat der Bundestag ein Gesetz entsprechend geändert.

Die soziale Lücke im Gesundheitswesen schließen
Studien belegen, dass zur Zeit in Deutschland zwei Drittel aller Arbeitnehmer bei der Arbeit nicht motiviert sind. Sie haben innerlich gekündigt, weil sie keinen Sinn in ihrer Arbeit sehen. Die deutsche Volkswirtschaft verliert deshalb pro Jahr etwa 200 Milliarden Euro. Doch bei Betapharm heißt ein Grundsatz der Firmenphilosophie: "Alle Mitarbeiter integrieren." Das hilft allen! Sie selbst helfen dann anderen - auch aus Eigennutz. Bei Betapharm sind intelligente Egoisten am Werk. Nachahmenswert!


Surftipp:
Beta-Institut
mammaNetz


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betaliste
Die Inhalte der betaListe können Sie auch im betanet recherchieren.
Die "betaListe" ist im Buchhandel erhältlich:

betaListe - Der Sozialführer im Gesundheitswesen
Sozialrecht verständlich gemacht. Selbsthilfe-Organisationen sortiert nach Krankheitsbildern
Hrsg.: betapharm Arzneimittel GmbH
ISBN 3-87360-029-3 - Euro 31,80



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