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:: Wirtschaft und Natur

Die biologische Vielfalt ist die Wiege und das bedeutendste Naturerbe der Menschheit...

... und eine wichtige Grundlage für unsere wirtschaftlichen Aktivitäten. Der Schutz der Natur rechnet sich in Euro und Cent - auch wenn für viele Produkte und Dienstleistungen der Natur kein Markt existiert. Von der Landwirtschaft über die Pharmakologie bis zum Hochwasserschutz ist die Natur ein mächtiger Wirtschaftsfaktor. (E.O. Wilson)

 

Das Bundesministerium für Umwelt hat die neue Internetseite www.wirtschaft-und-natur.de eingerichtet. Hierbei geht es um die Frage, wie Biodiversitätsaspekte in der Wirtschaft berücksichtigt werden oder wie hoch der ökonomische Wert der Natur ist.

 

Solche Themen stehen bei Veranstaltungen zum Naturschutz mittlerweile mit auf der Agenda, sei es auf internationaler, europäischer oder nationaler Ebene. Konkreter Anlass zur Einrichtung der Seite ist die Veröffentlichung des Buches „Produktivkraft Natur“.

 

Die Internetseite enthält neben umfassenden Informationen zum neuen Buch „Produktivkraft Natur“, auch Hinweise auf weitere Projekte im Themenspektrum von Wirtschaft und Natur. Hierzu zählen zwei vom Bundesumweltministerium initiierte Vorhaben: die internationale Studie „The Economics of Ecosystems and Biodiversity“ (TEEB) und die "Business and Biodiversity- Initiative", die im Mai letzten Jahres auf der 9. Vertragsstaatenkonferenz der Konvention zur Biologischen Vielfalt startete. Die Internetseite wird Schritt für Schritt ausgebaut, zum Beispiel hinsichtlich Forschungsprojekten und Veranstaltungen.

 

Das Buch „Produktivkraft Natur“ enthält zahlreiche Beispiele für die von der Natur unentgeltlich bereit gestellten Güter und Dienstleistungen, und Abschätzungen zu deren wirtschaftlichem Wert. Dies reicht von Arbeitsplätzen, naturnahem Tourismus und Naturmedizin über die Bionik bis hin zum Schutz vor Klimawandel und Naturkatastrophen.

 

Die drei Autoren - Frau Prof. Dr. Beate Jessel, Präsidentin des Bundesamtes für Naturschutz (BfN), Olaf Tschimpke, Präsident des Naturschutzbundes Deutschland (NABU), und Manfred Walser, Diplom-Verwaltungswissenschaftler -  betrachten den Reichtum der Natur ganz bewusst aus einer anderen als der sonst üblichen Perspektive, nämlich als einen Faktor der Wirtschaft, und bemessen seine Bedeutung in deren Kerngröße, dem Geld.

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