Startseite
zurück zur Übersichtvoriger TV-Tippnächster TV-Tipp
TV-Tipp 61 von 318

:: Die Schlacht um den Teller - Was essen wir morgen?

ARTE | 04.10.2011 | 21.05 Uhr

Einer wachsenden Zahl fettleibiger Menschen in den Industrieländern steht eine wachsende Anzahl Hungernder in der Dritten Welt gegenüber. Wo liegen die Ursachen dieses Phänomens? Die Dokumentation führt zu den Zukunftsforschern in Sachen Nahrung und Ernährungssicherheit und zu den Bewahrern jahrhundertealter Nahrungstraditionen in Mexiko, in Südkorea und in den USA. Und sie zeigt, in welcher Weise massiver Lobbyismus der Global Player der Nahrungsmittelindustrie die weltweite Ernährungslage beeinflusst.

 

ZUM FILM

In den USA leben die meisten Fettleibigen, aber längst ist Adipositas zu einem globalen Problem geworden. 300 Millionen fettleibige Menschen gibt es auf der Welt. Schuld daran sei die Nahrungsmittelindustrie, so Nicholas Freudenberg, Professor für Öffentliche Gesundheit in New York. "Die amerikanische Nahrungsmittelindustrie gibt 30 Milliarden Dollar jährlich für Werbung aus. Sie richtet ihre Werbung gezielt auf die Ärmsten der Gesellschaft, denn die leben am stärksten unter Stress, Armutsstress." Und weil die Menschen biologisch so disponiert seien, erläutert der Forscher weiter, essen sie unter Stress mehr Fett, mehr Zucker, mehr Salz. Eben diese Produkte, die in großen Mengen konsumiert zu Gesundheitsstörungen führen, bewerbe die Nahrungsmittelindustrie am stärksten.

 

Und die Global Player dieser Industrie exportieren ihre Produkte weltweit. Die Freihandelsabkommen, die die USA mit Mexiko und jüngst mit Südkorea abgeschlossen haben, helfen ihnen dabei, neue Märkte zu erobern. So sind Fettleibigkeit und Diabetes auch im Schwellenland Mexiko zum Problem geworden.Das noch größere Problem in Mexiko ist, dass zwei Millionen Kleinbauern in der Folge des Nordamerikanischen Freihandelsabkommens durch hoch subventionierten Mais und Genmais aus den USA ihre Existenz verloren haben. Knapp eine Milliarde Menschen hungert oder leidet weltweit an Unterernährung. Die meisten sind Kleinbauern. "Einer der Hauptgründe ist, dass die Kleinbauern politisch marginalisiert wurden und ökonomisch nicht interessant genug schienen, in sie zu investieren," sagt Olivier de Schutter, UN-Sonderberichterstatter für das Menschenrecht auf Nahrung.

 

Aber was essen wir morgen? Natürliche, lokale, nachhaltig angebaute Produkte aus kleinbäuerlichen Betrieben oder industriell hergestelltes Fast- und Trash-Food? Klonfleisch aus den USA oder genetisch veränderter Reis, angereichert mit Eisen und Zink, aus Südkorea? Gemüse aus vertikalen Gewächshäusern, gebaut in den Zentren der Megalopolen, von dort frisch auf den Tisch unter Verzicht auf weite, umweltschädliche Transportwege? Wer wird hungern, wer wird satt? Die Dokumentation sucht Antworten.

Quelle:

ARTE 2011

zurück zur Übersichtvoriger TV-Tippnächster TV-Tipp
TV-Tipp 61 von 318

Auch im Social Web

facebook twitter youtube

Schriftgröße wählen

normal mittel gross

Suche

DVD-Film-Tipp Chasing Ice

sonnenseite.com/TV-Tipps,Chasing+Ice+dokumentiert+das+Sterben+der+Gletscher,21,a26680.html

DVD-Film-Tipp

www.sonnenseite.com/TV-Tipps,Das+ist+das+Geheimnis+der+Baeume,21,a27370.html

SWR-Mediathek

Film-Tipp

www.sonnenseite.com/Aktuelle+News,Der+Film+Leben+mit+der+Energiewende+2+-+100v.h.+regenerativ,6,a27885.html

Film-Tipp: Macht Energie

http://www.sonnenseite.com/TV-Tipps,Macht+Energie,21,a27374.html

Youtube: Schweine für den Müllcontainer

Wer den Film verpasst hat - hier der LINK zu youtube

www.3sat.de/programm/?viewlong=viewlong&d=20140117&dayID=ClnDaN17&cx=84

DVD-Tipp

http://www.sonnenseite.com/TV-Tipps,DVD-+WEGGEWORFEN,21,a26782.html

ARTE-Mediathek

Newsletter (ab)bestellen

http://www.sonnenseite.com/Newsletter,67.html

Newsletterversand kajomi.de

Jeden Sonntag einen kostenlosen NEWSletter

Bigi+Franz Alt
Chris Alt