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:: Kommt unser Strom morgen aus der Sahara?

ZDF | 11.11.09 | 22:15 Uhr

Bis 2020 sollen nach dem Willen der EU 35 Prozent des Strombedarfs aus erneuerbaren Energiequellen gedeckt werden. Es ist kein Problem, die Welt mit Strom aus erneuerbaren Energiequellen zu versorgen. Wie aber kommt der Strom zu uns?

 

Bis 2020 sollen nach dem Willen der EU 35 Prozent des Strombedarfs aus erneuerbaren Energiequellen gedeckt werden. Es ist kein Problem, die Welt mit Strom aus erneuerbaren Energiequellen zu versorgen. Nur den gibt es meist nicht dort, wo er gebraucht wird. Deutsche Forscher arbeiten an einer Lösung der Probleme und stehen kurz vor dem Durchbruch.

 

Stromtransporte mit geringen Verlusten

In diesem Herbst geht einer der weltweit größten Offshore-Windparks ans Netz. Um den Strom 200 Kilometer weit an Land und ins deutsche Stromnetz zu bringen, wollen die Experten eine Technologie einsetzen, die bisher in Deutschland so noch nicht verwendet wurde: Die Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung (HGÜ). Dabei wird elektrischer Strom mit Gleichstrom übertragen und das beinahe verlustfrei. Die Technik könnte richtungsweisend sein. Nur wenn es gelingt, Strom mit geringen Verlusten über weite Strecken zu transportieren, macht ein Solarthermie-Großprojekt zum Beispiel in der afrikanischen Wüste Sinn.

 

Dass man in sonnenreichen Gegenden mit solarthermischen Anlagen effizient Strom gewinnen kann, hat Andasol, ein aus drei Solarthermie-Kraftwerken bestehender Komplex in Spanien, längst bewiesen. Aber Europa ist rund um die Uhr hungrig nach Strom. Wie können die sonnenlosen Zeiten überbrückt werden? In Andasol wird deshalb tagsüber überschüssige Energie in Salztanks gespeichert. Das ist jedoch ein gewaltiges Risiko, denn Salz erstarrt bei Temperaturen unter 225 Grad, der Speicher ist dann unbrauchbar.

 

Der Speicher der Zukunft

Doerte Laing vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) setzt daher auf eine überraschende Alternative: Beton. Sie will einen Beton entwickeln, der auch größte Temperaturschwankungen ohne Risse übersteht. Eine aus einem riesigen Betonquader bestehende Versuchsanlage dient als Testlabor für den Speicher der Zukunft.

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