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:: C.G. JUNG: Heilung durch das selbst - Heile Dich selbst und Du heilst den Planeten


 

Die materialistisch orientierte Freud'sche Psychoanalyse wird heute zunehmend in Frage gestellt und stellt sich selbst in Frage. Die spirituell inspirierte analytische Psychologie C.G. Jungs hingegen gewinnt an Bedeutung.

 

 

 

Am 6. Juli 1875 – also vor 125 Jahren – wurde Carl Gustav Jung geboren. Vor 100 Jahren schrieb Siegmund Freud seine „Traumanalyse“. Freud war d e r Analytiker im 20. Jahrhundert. C.G. Jung wird wahrscheinlich der Tiefenpsychologe des 21. Jahrhunderts.

 

Freud, der in den meisten Konflikten nicht verarbeitete Triebprobleme sieht, ist wohl eher der Psychologe der ersten Lebenshälfte. Seine Psychologie ist retrospektiv. Jungs Tiefenpsychologie ist eher perspektivisch. Er fragt nach der Chance jeder Krise.

 

Jung hat erkannt, dass die meisten Probleme seiner Patienten und Patientinnen über 35 im Grunde religiöser Natur sind. Er ist der Psychologe der Lebensmitte und der zweiten Lebenshälfte. Freud verfolgt die Probleme der Erwachsenen zurück in die Kindheit. Freud schaut fast immer zurück. Jung blickt nach vorn. Freud ist regressiv, Jung progressiv.

 

Freud will langwierige seelische Tiefenbohrungen und landet fast immer bei Mutter- und Vaterkomplexen; und das bei therapeutischen Behandlungen, die vier bis fünf Jahre und noch länger dauern. Jung hingegen und seine Schülerinnen und Schüler wollen möglichst rasch "Individuation", Emanzipation, Selbständigkeit und geistige Widerstandskraft mobilisieren. Jung zeigt einen Weg vom Ich der ersten Lebenshälfte zum Selbst der zweiten Lebenshälfte.

 

Der Schweizer Tiefenpsychologe ist ein Meister der Selbsterkenntnis. Viele Jahre nach seinem "Vatermord" am älteren und lange von ihm bewunderten Sigmund Freud in den Jahren 1911/12 hat er erst seinen eigenen Weg der Seelenforschung gefunden - nach einer klassischen und schmerzhaften Krise in der Mitte seines Lebens.

 

Jung bedauerte immer wieder, dass es keine staatlichen Schulen für die zweite, die entscheidende Lebenshälfte gibt. Aber Jung zeigte uns dafür die Schulen in uns: die individuellen seelischen Entwicklungswege, die Träume, das Unbewusste.

 

Wirkliche Religion ist nach Jung die Möglichkeit, die Seele zu entdecken; Freud sieht in der Religion zuerst die Möglichkeit, das Seelische zu verdrängen. Was alle Menschen aller Zeiten und aller Kontinente miteinander verbindet, das ist der religiöse Kern unserer Existenz. Das heißt: jeder Mensch hat eine Seele.

 

Jung lehrt, dass Heilung nur von innen kommen kann, nicht aus dem Medikamentenschrank - für den Einzelnen, für die Gesellschaft, für die Menschheit. Die wichtigste politische Einsicht, die wir Heutigen von C.G. Jung lernen könnten: Die drohenden Katastrophen um uns sind das Ergebnis der Katastrophen in uns.

 

Im Zeitalter der globalen Umweltzerstörung meint die Ökopsychologie: Individuelle Heilungsprozesse gelingen nur, wenn Menschen sich auch für das Wohlergehen der Natur und Ihrer Umwelt engagieren. Es kann unsere Seele nicht gesunden, wenn die Umwelt immer mehr krank wird.

 

In der Schule C.G. Jungs aber lerne ich zu fragen:

  • Was kann ich tun?
  • Wie kann ich selbst zur Heilung beitragen?
  • Was bedeutet Individualität für die Gemeinschaft von Mensch Tier und Pflanzen?
  • Wie integriere ich individuelle Heilung in Heilungsprozesse für den Planeten?
  • Liegt der Kern unserer Neurosen nicht im Entfremden des Menschen von der ihn tragenden Natur?
  • Wie können wir Psychotherapie in einen ökologischen und kosmologischen Zusammenhang einbinden?

C.G. Jung hat diese aktuellen Fragen so vor 50 Jahren natürlich noch nicht gestellt. Aber diese Fragen stellen sich jedem, der sich auf den bedeutendsten Tiefenpsychologen des 20. Jahrhunderts wirklich einlässt. C.G. Jung hat die Seele die eigentliche Großmacht genannt, die alle Mächte der Erde um ein Vielfaches überragt.

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