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:: Der ökologische Jesus - Vertrauen in die Schöpfung
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In der gesamten Menschheitsgeschichte wurde noch nie über einen Menschen soviel geschrieben wie über Jesus von Nazareth.
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Täglich erscheinen weltweit drei bis vier neue Jesus-Bücher. Für niemand wurden soviele Denkmäler und Gebäude errichtet wie zu seiner Erinnerung. Und zu niemandes Ehre wurden soviele Gedichte geschrieben und soviele Lieder komponiert wie für den wunderbaren jungen Mann aus Nazareth. Warum wohl? Nie zuvor und nie danach hatte ein Mensch eine geistige Botschaft mit einer ähnlichen Sprengkraft. Der junge Mann aus Nazareth lehrte ein Programm für die Heilung der Menschen und für eine bessere Welt. Das Besondere aber war, dass er in Übereinstimmung mit seinem Programm gelebt hat. Seine Heilungsstrategie hieß: Vertrauen, Hoffnung, Liebe mit der Konsequenz: Innerer und äußerer Frieden.
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Aber: Hat diese Programm auch gewirkt? Wurden die Welt und die Menschen seither friedlicher und  besser? Gibt es 2000 Jahre nach Jesus wirklich mehr Vertrauen, Hoffnung und Liebe? Die moderne Friedensforschung zählt Ende 2007 weltweit über 60 Kriege. Das 20.Jahrhundert übertraf an gewalttätigen Auseinandersetzungen alle Jahrhunderte zuvor. Die beiden Weltkriege kosteten über 70 Millionen Menschen das Leben. Gemordet wurde auch im Namen Gottes und mit dem Segen von Kirchen.
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Und in unserer Zeit sagt der Chef der Wiener Atomenergie-Behörde, El Baradei: „Die Welt war noch nie so nahe am Atomkrieg wie heute“.
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Hinzu kommt noch der Dritte Weltkrieg, den wir heute über den Klimawandel gegen die Natur und damit gegen uns selbst führen. Wir verbrennen zurzeit an einem Tag soviel Kohle, Gas und Öl wie die Natur in 500.000 Tagen geschaffen hat. Wir ahnen vielleicht erstmals etwas vom Ende der Geschichte.
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Haben wir also Jesus nicht verstanden oder war er vielleicht ein weltfremder Utopist? Hat er die Menschen überschätzt oder lebten wir bisher unter unseren Möglichkeiten? Hatte er ein falsches Menschenbild oder haben wir ein unrealistisches Jesus-Bild? Wenn Menschen unveränderbar oder unverbesserlich sind, dann sollten wir Jesus besser vergessen, denn er glaubte an die Veränderbarkeit.
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Da wir ihn ab er auch nach 2.000 Jahren offensichtlich nicht vergessen können, liegt unser Dilemma wohl doch eher daran, dass wir ihn bisher nicht wirklich verstanden haben. Was wissen wir vom wirklichen Jesus? Sicher ist: er glaubte unerschütterlich an bessere Menschen in einer besseren Welt. Und darauf vertrauen – bewusst oder unbewusst – auch heute in den Zeiten eines oberflächlichen Zynismus Millionen Menschen. Das macht die entscheidende Faszination dieses Mannes aus.
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Jesus träumte vom Reich Gottes, aber es kam die real existierende Kirche. Und in dieser Kirche wird seit 2000 Jahren über die Frage gestritten, ob „man mit der Bergpredigt regieren“ könne?
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