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:: Gerechtigkeit durch Umweltschutz
Die Broschüre „Mehr Gerechtigkeit durch Umweltschutz" zeigt den Zusammenhang zwischen der sozialen Situation und Umweltbelastungen auf und bietet eine Einführung in das Thema Umweltgerechtigkeit.
Anhand von vielen Beispielen wird deutlich, dass Umweltbelastungen in Deutschland ungerecht verteilt sind und dass Maßnahmen, die zum Schutz der Umwelt ergriffen werden, häufig die Lebenssituation gerade von benachteiligten Personen verbessern können. Außerdem werden zahlreiche Projekte aus der Energieberatung, der Umweltbildung und dem Naturerlebnisbereich vorgestellt, die sich besonders an benachteiligte Bevölkerungsgruppen richten.
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Umweltverbände haben es sich zur Aufgabe gemacht die natürliche Umwelt zu erhalten. Um die Natur zu schützen, das Klima zu retten und die Biodiversität zu erhalten, setzen wir uns für die Schaffung von Schutzgebieten, den Ausbau der Erneuerbaren Energien und den Ausstieg aus der Kohle- und Atomenergie ein, erarbeiten Konzepte zur Reduzierung des Autoverkehrs und den Stopp der Flächenversiegelung.
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Mit dem erfolgreichen Ausbau der Erneuerbaren Energien und der Entwicklung effizienter Energietechnik ist vielfach deutlich geworden: Umweltschutzträgt dazu bei, Kosten zu sparen, Arbeitsplätze in Zukunftsbranchen zu schaffen und Belastungen für zukünftige Generationen zu vermindern. Was bisher häufig noch übersehen wird: Umweltschutz leistet in vielen Bereichen einen wichtigen Beitrag zur Sozialpolitik. Verkehrsvermeidung ist Gesundheitsschutz, der Ausbau desöffentlichen Nahverkehrs gewährleistet soziale Teilhabe, Energieeinsparung entlastet private Haushalte finanziell und Naturschutz ist Teil der Gesundheitsvorsorge.
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Einen positiven sozialen Beitrag leisten Umweltmaßnahmenvor allem dann, wenn Umweltbelastungen nicht gleichmäßig verteilt sind oder wenn der Zugang zu Umweltgütern einigen Gruppenerschwert ist. Die „Environmental Justice“- Forschung, die sich mit diesen Zusammenhängen befasst, ist in Deutschland noch recht jung. Aber die Erfahrungen aus den USA und erste Forschungsergebnisse aus Deutschland weisen darauf hin, dass Bevölkerungsgruppen, die Mehrfachbelastungen ausgesetzt sind, weil sie über ein geringes Einkommen verfügen, einen niedrigen Bildungsstandhaben und beispielsweise aufgrund ihrer ethnischen Zugehörigkeit sozial ausgegrenzt sind, zusätzlich auch verstärkten Umweltbelastungen ausgesetzt sind und geringen Zugang zu Umweltgütern wie Ressourcen, Grünflächen undfrischer Luft haben.
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Diese Ungleichheiten sind in Deutschland bereits in den Bereichen Mobilität, Energieversorgung und Zugang zu naturnahen Erholungsgebieten sichtbar. Umweltschutz kann also zu einer Entlastung benachteiligter Gruppenführen und somit einen wichtigen Beitrag zu sozialem Ausgleich und Gerechtigkeit innerhalbeiner Gesellschaft leisten, ohne die Belastungen auf zukünftige Generationen oder andere Länder zu verlagern...
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Energieversorgung – Effizienz hilft sozial Schwachen
Unser Energieverbrauch trägt maßgeblich zum Klimawandel bei – der Anteil des Energieverbrauchsder privaten Haushalte stieg von 25,1 %im Jahr 1990 auf 28,7 % im Jahr 2005. Gleichzeitig werden die Reserven der fossilen Energiequellen immer geringer. Folglich wurden Öl, Erdgas und Steinkohle in den letzten Jahren stetig teurer –der Preis für Rohöl stieg zwischen 1991 und 2005um rund 230 %. Mit einer Entspannung der Preiseist nicht zu rechnen, denn die Internationale Energieagentur prognostiziert einen Anstieg desweltweiten Energieverbrauchs zwischen 2006und 2030 um 45 %.Vor diesem Hintergrund ist die Senkung des Energieverbrauchs nicht nur eine ökologische Notwendigkeit, sondern wird zunehmend auch zu einer sozialen.
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Arme Haushalte geben anteilig mehr für Energie aus als gut situierte Haushalte. Modellrechnungen lassen den Schluss zu, dass das ärmste Zehntel der Haushalte 9,4 % ihres Nettoeinkommens für die Haushaltsenergie ausgibt, während es für die Reichen nur 3,4 % sind– der Durchschnitt aller Haushalte liegt bei 6,2%. Gleichzeitig haben arme Haushalte weniger Möglichkeiten, ihren Energieverbrauch zu senken. Mieter können beispielsweise im Vergleich zu Eigenheimbesitzern nicht selber über wärmeisolierendeMaßnahmen oder den Umstieg auf erneuerbare Energien entscheiden. Gleichzeitig leben gerade ärmere Menschen in energetisch ungünstigen Wohnungen.
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Die von den Umweltverbänden vorgeschlagenen Energiekonzepte verfügen über das Potential, eine Entlastung der sozial schwachen Haushaltezu erreichen und zu mehr Gerechtigkeit beizutragen. Diese Konzepte sehen u.a. einen Ausbau der Erneuerbaren Energie vor, sowie die effektivere Produktion und Nutzung von Energie. Wichtigster Ansatzpunkt zur Entlastung der Haushalte ist die Energieeffizienz von Gebäuden und Heizungen sowie Haushaltsgeräten und der Unterhaltungselektronik. Die Umweltverbände haben sich dafür engagiert, dass gesetzliche Energiestandards für Wohngebäudefestgelegt werden, um die Energiekostenfür die Bewohner zu reduzieren. Die aktuellen Standards für Neu- und Altbauten müssen aus Sicht der Umweltverbände aber noch nachgebessert werden...
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Zu einer Stabilisierung der Energiepreise wird in entscheidendem Maße der Ausbau der Erneuerbaren Energien beitragen, denn während Öl, Gas und Kohle immer knapper und teurer werden, stehen die Erneuerbaren Energiequellen dauerhaft zur Verfügung und die Produktionstechniken wie Photovoltaikzellen können bei steigender Nachfrage kostengünstiger hergestellt werden.
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