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:: 10 Jahre „Living Lakes”-Initiative
Trinkwasser ist eine der wichtigsten Ressourcen der Menschheit. Und diese Ressource wird zunehmend knapp. Vor allem Seen kommt als bedeutendstem Süßwasserspeicher daher eine wachsende Bedeutung zu.
Zum Schutz dieser Seen gründete sich vor genau zehn Jahren die Umweltstiftung Global Nature Fund (GNF) mit ihrem Projekt „Living Lakes“. Unterstützt wird die NGO von Anfang an von zahlreichen Unternehmen, darunter Lufthansa, Unilever und T-Mobile.
Weniger als 0,01 % des Wassers auf der Erde ist als Oberflächensüßwasser frei verfügbar. Doch von diesem kleinen Prozentsatz hängt jedes Leben auf diesem Planeten ab. Ohne Trinkwasser verdorrt die Natur, und die Wüsten breiten sich aus. Ohne Trinkwasser sterben Menschen. Tag für Tag fallen nach Angaben von UNICEF weltweit alleine 4.500 Kinder verschmutztem Trinkwasser zum Opfer. Insgesamt haben rund 1,7 Milliarden Menschen keinen Zugang zu sauberem Wasser. Das Thema Trinkwasser ist daher eines der vordringlichsten Ziele der UN „Millenniumgoals“.
Dem Schutz von Seen- und Feuchtgebieten kommt dabei eine Schlüsselrolle zu, denn Seen sind die bedeutendsten Trinkwasserspeicher. Vor genau zehn Jahren startete daher das Living Lakes-Programm. „Ausschlaggebend für die Gründung von Living Lakes war der Wunsch, einen Beitrag zum Schutz der Seen als wichtige Lebensräume für Tier- und Pflanzenarten und als Süß- und Trinkwasserreserven der Erde zu leisten“, berichtet der Global Nature Fund.
Die vier ersten Seenpartner waren damals der Bodensee, der Mono Lake in den USA, der St. Lucia See in Südafrika sowie der Biwa See in Japan. Heute sind 45 Seen am Projekt beteiligt – und das Netzwerk wächst kontinuierlich. An den Seen kooperiert der GNF mit lokalen Umweltgruppen, die wertvolle Erfahrungen und wichtiges Know-how im Gewässerschutz in das internationale Netzwerk einbringen. „Übergeordnetes Leitbild ist die Erhaltung aller Seen, Feuchtgebiete und Gewässer dieser Welt als intakte Ökosysteme. Dort, wo sie von Menschen genutzt werden, soll diese Nutzung nachhaltig und ohne Beeinträchtigung des Ökosystems erfolgen“, so der GNF.
Meilen spenden – Seen helfen
Von Anfang an setzte die NGO dabei auch auf die fachliche sowie finanzielle Hilfe von Wirtschaftsunternehmen. „Zu den Wirtschaftspartnern der ersten Stunde gehört Unilever, andere Unternehmen haben sich inzwischen angeschlossen. Lufthansa, Daimler, SIKA, Ziemann, T-Mobile und Osram sind langjährige und verlässliche Partner des GNF, die das Netzwerk nicht nur finanziell unterstützen, sondern ihr Know-How oftmals auch in Projekte einbringen“, berichtet der Global Nature Fund.
Doch wie sieht die Zusammenarbeit in der Praxis aus? Das Beispiel Lufthansa zeigt, wie pragmatisch und einfach Umweltschutz zuweilen sein kann, und dass hierbei auch die Kunden mit einbezogen werden können. So gibt es bei der Lufthansa im Rahmen ihres Miles & More-Programmes die Option, gesammelte Flugmeilen für den Umweltschutz zu spenden. Mit einer Spende in Höhe von 10.000 Meilen etwa können 2.500 Quadratmeter Fläche im größten Feuchtgebiet der Erde, dem Pantanal in Brasilien, gekauft und geschützt werden. Ebenfalls 10.000 Meilen werden benötigt, um einen Schneekranich in China zu beringen und dadurch zu schützen. Innerhalb des Projektes „Trees for Life“ in Südafrika können für 10.000 Meilen alternativ fünf Bäume gekauft, gepflanzt und dauerhaft gepflegt werden.
Seit 2004 ist Lufthansa zudem auch Projektpartner der „Nature Summer Camps“: Lufthanseaten und ihre Familienangehörigen können sich während des Urlaubs in Living Lakes-Regionen auf freiwilliger Basis aktiv für den Umweltschutz einsetzen. Umweltbildungsaktivitäten wie diese Summer Nature Camps oder „Kids for Dolphins“ tragen dazu bei, die lokale Bevölkerung für den Schutz der Seen zu sensibilisieren und zu mobilisieren.
Vielfältiger Seenschutz
Im Jubiläumsjahr können die Living Lakes-Partner auf mehr als 50 erfolgreich realisierte Projekte zurückblicken. Darunter sind sowohl Artenschutzprojekte, wie im indonesischen Mahakam-Feuchtgebiet (Irrawaddy-Delfin) oder am sibirischen Baikalsee (Baikalrobbe), als auch die Verbesserung der Lebensqualität der örtlichen Bevölkerung im Einklang mit Natur- und Seenschutz. Ob die Wiederaufforstung von Mangroven in Sri Lanka, das Aufforstungsprojekt „Trees for Life" in Südafrika, die Wiederbelebung traditioneller Landwirtschaft am Poyang See in China, die Verbesserung der Wasserqualität am mexikanischen Chapala See oder Solarenergie für Fischerdörfer in Kenia, all diese Projekte werden mit den Living Lakes-Partnern vor Ort durchgeführt.
Dass diese Aufgaben nicht immer einfach sind, zeigt das Beispiel des St. Lucia-Sees in Südafrika. Dort werden die Parkranger seit Jahren immer wieder von Wilderern bedroht, welche illegalen Fisch- und Garnelenfang betreiben. Der Global Nature Fund hat in den vergangenen Jahren mit Spenden aus Deutschland die Ausrüstung der Ranger im Park deutlich verbessert. So wurden z.B. kugelsichere Westen und Schutzscheiben für Patrouillenboote finanziert. Posthum wurde der Wildhüter Henry Oram, welcher von Wilderern erschossen wurde, im Jahr 2001 mit dem „Best Conservation Practise Award" ausgezeichnet. Seine Ehefrau nahm die mit einem Geldpreis versehene Ehrung entgegen. Hoffnung auf mehr Schutz für den Park und seine Mitarbeiter macht jetzt die Entscheidung der UNESCO, den See in die Liste der Weltnaturlandschaften aufzunehmen.
Weniger als 0,01 % des Wassers auf der Erde ist als Oberflächensüßwasser frei verfügbar. Doch von diesem kleinen Prozentsatz hängt jedes Leben auf diesem Planeten ab. Ohne Trinkwasser verdorrt die Natur, und die Wüsten breiten sich aus. Ohne Trinkwasser sterben Menschen. Tag für Tag fallen nach Angaben von UNICEF weltweit alleine 4.500 Kinder verschmutztem Trinkwasser zum Opfer. Insgesamt haben rund 1,7 Milliarden Menschen keinen Zugang zu sauberem Wasser. Das Thema Trinkwasser ist daher eines der vordringlichsten Ziele der UN „Millenniumgoals“.
Dem Schutz von Seen- und Feuchtgebieten kommt dabei eine Schlüsselrolle zu, denn Seen sind die bedeutendsten Trinkwasserspeicher. Vor genau zehn Jahren startete daher das Living Lakes-Programm. „Ausschlaggebend für die Gründung von Living Lakes war der Wunsch, einen Beitrag zum Schutz der Seen als wichtige Lebensräume für Tier- und Pflanzenarten und als Süß- und Trinkwasserreserven der Erde zu leisten“, berichtet der Global Nature Fund.
Die vier ersten Seenpartner waren damals der Bodensee, der Mono Lake in den USA, der St. Lucia See in Südafrika sowie der Biwa See in Japan. Heute sind 45 Seen am Projekt beteiligt – und das Netzwerk wächst kontinuierlich. An den Seen kooperiert der GNF mit lokalen Umweltgruppen, die wertvolle Erfahrungen und wichtiges Know-how im Gewässerschutz in das internationale Netzwerk einbringen. „Übergeordnetes Leitbild ist die Erhaltung aller Seen, Feuchtgebiete und Gewässer dieser Welt als intakte Ökosysteme. Dort, wo sie von Menschen genutzt werden, soll diese Nutzung nachhaltig und ohne Beeinträchtigung des Ökosystems erfolgen“, so der GNF.
Meilen spenden – Seen helfen
Von Anfang an setzte die NGO dabei auch auf die fachliche sowie finanzielle Hilfe von Wirtschaftsunternehmen. „Zu den Wirtschaftspartnern der ersten Stunde gehört Unilever, andere Unternehmen haben sich inzwischen angeschlossen. Lufthansa, Daimler, SIKA, Ziemann, T-Mobile und Osram sind langjährige und verlässliche Partner des GNF, die das Netzwerk nicht nur finanziell unterstützen, sondern ihr Know-How oftmals auch in Projekte einbringen“, berichtet der Global Nature Fund.
Doch wie sieht die Zusammenarbeit in der Praxis aus? Das Beispiel Lufthansa zeigt, wie pragmatisch und einfach Umweltschutz zuweilen sein kann, und dass hierbei auch die Kunden mit einbezogen werden können. So gibt es bei der Lufthansa im Rahmen ihres Miles & More-Programmes die Option, gesammelte Flugmeilen für den Umweltschutz zu spenden. Mit einer Spende in Höhe von 10.000 Meilen etwa können 2.500 Quadratmeter Fläche im größten Feuchtgebiet der Erde, dem Pantanal in Brasilien, gekauft und geschützt werden. Ebenfalls 10.000 Meilen werden benötigt, um einen Schneekranich in China zu beringen und dadurch zu schützen. Innerhalb des Projektes „Trees for Life“ in Südafrika können für 10.000 Meilen alternativ fünf Bäume gekauft, gepflanzt und dauerhaft gepflegt werden.
Seit 2004 ist Lufthansa zudem auch Projektpartner der „Nature Summer Camps“: Lufthanseaten und ihre Familienangehörigen können sich während des Urlaubs in Living Lakes-Regionen auf freiwilliger Basis aktiv für den Umweltschutz einsetzen. Umweltbildungsaktivitäten wie diese Summer Nature Camps oder „Kids for Dolphins“ tragen dazu bei, die lokale Bevölkerung für den Schutz der Seen zu sensibilisieren und zu mobilisieren.
Vielfältiger Seenschutz
Im Jubiläumsjahr können die Living Lakes-Partner auf mehr als 50 erfolgreich realisierte Projekte zurückblicken. Darunter sind sowohl Artenschutzprojekte, wie im indonesischen Mahakam-Feuchtgebiet (Irrawaddy-Delfin) oder am sibirischen Baikalsee (Baikalrobbe), als auch die Verbesserung der Lebensqualität der örtlichen Bevölkerung im Einklang mit Natur- und Seenschutz. Ob die Wiederaufforstung von Mangroven in Sri Lanka, das Aufforstungsprojekt „Trees for Life" in Südafrika, die Wiederbelebung traditioneller Landwirtschaft am Poyang See in China, die Verbesserung der Wasserqualität am mexikanischen Chapala See oder Solarenergie für Fischerdörfer in Kenia, all diese Projekte werden mit den Living Lakes-Partnern vor Ort durchgeführt.
Dass diese Aufgaben nicht immer einfach sind, zeigt das Beispiel des St. Lucia-Sees in Südafrika. Dort werden die Parkranger seit Jahren immer wieder von Wilderern bedroht, welche illegalen Fisch- und Garnelenfang betreiben. Der Global Nature Fund hat in den vergangenen Jahren mit Spenden aus Deutschland die Ausrüstung der Ranger im Park deutlich verbessert. So wurden z.B. kugelsichere Westen und Schutzscheiben für Patrouillenboote finanziert. Posthum wurde der Wildhüter Henry Oram, welcher von Wilderern erschossen wurde, im Jahr 2001 mit dem „Best Conservation Practise Award" ausgezeichnet. Seine Ehefrau nahm die mit einem Geldpreis versehene Ehrung entgegen. Hoffnung auf mehr Schutz für den Park und seine Mitarbeiter macht jetzt die Entscheidung der UNESCO, den See in die Liste der Weltnaturlandschaften aufzunehmen.
Quelle:
UmweltDialog 2008
UmweltDialog 2008
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