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:: Luftbilder machen Klimawandel sichtbar

Früherkennung von Pflanzenausbreitung in Gewässern. Durch die Folgen der Klimaerwärmung wandern unerwünschte Wasserpflanzen in heimische Gewässer ein. Auch bekannte Urlaubsregionen wie der Starnberger See sind betroffen, weshalb eine gezielte Überwachung der Wasserflächen nötig ist. Doch ist das bisherige Verfahren für regelmäßige Überwachung teuer – Forscher der Technischen Universität München (TUM) entwickelten jetzt eine schnellere und kostengünstigere Methode.

:: Das Tempo der Küstenerosion in Ostsibirien hat sich fast verdoppelt

Die vor allem aus Permafrost bestehenden Steilküsten Ostsibiriens erodieren immer schneller. Zu diesem Ergebnis kommen Wissenschaftler des Alfred-Wegener-Institutes, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung, nachdem sie Daten und Luftaufnahmen der Küstenstreifen aus den zurückliegenden 40 Jahren ausgewertet haben. Als Gründe für die zunehmende Erosion führen die Forscher die steigende Sommertemperatur in den russischen Permafrostgebieten sowie den Rückzug des arktischen Meereises an. Es fällt als Küstenschutz in jedem Jahr länger aus.

:: Feinstaub unter den Tisch gekehrt! – Neuer EEA-Report muss unvollständig bleiben

In Europa ist die Belastung mit Feinstaub erheblich größer, als man das bisher wahrhaben will. 50% der PM10 (Feinstaubpartikel in der Größe von 10 Mikrogramm und kleiner) und 22%  der PM2,5 (< 2,5 Mikrogramm) müssten den offiziellen Werten des Verkehrsbereichs noch hinzu gerechnet werden. Das ergab der neue Bericht der Europäischen Umweltagentur (EEA) „Luftqualität in Europa“. Ausgerechnet diese Schadstoffe führen zu Atembeschwerden, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und zu vorzeitigem Tod. Die gute Nachricht:  Eben diese unbeachteten Schadstoffe lassen sich durch Tempolimits besonders wirkungsvoll reduzieren. Von Heike Aghte

:: Wasserverschmutzung durch Mikroplastikpartikel

One Earth –One Ocean erforscht mit Kooperationspartnern den Anteil von Mikroplastikin Gewässern. Die Verschmutzung der Weltmeere, Flüsse und Seen ist eine der größten Herausforderungen für unsere Gesellschaft. Die Umweltorganisation One Earth – One Ocean e.V., die sich die Reinigung der globalen Gewässer vom Plastikmüll auf ihre Fahnen geschrieben hat und dafür kürzlich mit dem renommierten GreenTec Award 2013 ausgezeichnet wurde, verfolgt auch wissenschaftliches Interesse. So kooperiert der Verein seit Anfang des Jahres mit der traditionsreichen Container - Linienreederei O PDR aus Hamburg sowie dem Biologen Prof. Dr. Christian Laforsch von der Universität Bayreuth, um in Wasserproben den Anteil an Plastikpartikeln in Flüssen und Ozeanen untersuchen zu lassen.

:: Lebensmittel: Regional ist gefragter als bio

Konsumenten legen zunehmend Wert auf regionale Produkte. Am beliebtesten sind Eier, Gemüse, Obst, Fleisch und Milchprodukte. Die wichtigsten Motive für den Kauf sind Geschmack und Qualität. Wochenmärkte und Biobauern sind dabei die vertrauenswürdigsten Bezugsquellen. Zu diesen Ergebnissen kommt eine aktuelle Studie von A.T. Kearney. So hat regional bereits heute bio überholt.

:: Der Klimawandel bleibt dramatisch

Jetzt erscheint der neue Bericht des Weltklimarats (IPCC). Er macht – wie schon der letzte Bericht 2007 – erneut auf den Ernst und die Folgen das Klimawandels aufmerksam: Schmelzende Gletscher, Anstieg des Meeresspiegels, zunehmende Stürme und Überschwemmungen, extreme Wetterereignisse. Die 800 Wissenschaftler, die an dem neuen Bericht arbeiteten,  haben so gut wie keinen Zweifel mehr, dass die global steigenden Temperaturen im Wesentlichen auf das Verbrennen von Kohle, Gas und Öl zurückzuführen sind.

:: Grönlandsee erwärmt sich schneller als der Weltozean

Die Tiefen der Grönlandsee erwärmen sich derzeit etwa zehnmal stärker als die Weltmeere im Mittel. Dieses Forschungsergebnis haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Alfred-Wegener-Institutes, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung, jetzt in der Fachzeitschrift Geophysical Research Letters veröffentlicht. Sie analysierten für ihre Studie Temperaturmessungen der Jahre 1950 bis 2010 aus den Tiefen der Grönlandsee – einem Meeresgebiet, das unmittelbar südlich des Arktischen Ozeans liegt.

:: Arktis erholt sich leicht

Das Polareis am Nordpol ist in diesem Jahr nicht so stark geschmolzen wie im Jahr zuvor, der Negativ-Rekord hat sich nicht wiederholt. Dennoch lag der vergangene Monat mit seiner durchschnittlichen Eisbedeckung unter dem Mittel aus den vergangenen zwanzig Jahren. In der Antarktis hingegen erreichte die Ausdehnung des Meereises ein Rekordhoch. Von Lukas Wohner

:: Mut zu Visionen - Brücken in die Zukunft

Visionen? Ja, unbedingt. Nein, mitnichten. Während die einen sehr wohl um die Elemente des guten Lebens wissen und nach Wegen dazu suchen, würden andere die Visionäre am liebsten zum Psychiater schicken. Bei vielen Menschen regt sich der Wunsch nach Alternativen, doch wird ihr Handeln noch vom Gewohnten bestimmt. Das Jahrbuch Ökologie 2014 widmet sich diesen Widersprüchen. Es zeigt Visionen auf, die zu Nachhaltigkeit führen können, benennt aber auch die Felder, die erst noch visioniert werden müssen. Es lädt dazu ein, Mut zu Visionen zu entwickeln und damit tragfähige Brücken in die Zukunft zu bauen. Vorwort von Professor Udo E. Simonis

:: Weltweite CO2-Emissionen 2012: Schwächeres Wirtschaftswachstum dämpft Emissionszunahme

Trotz rückläufiger Entwicklungen in etlichen Ländern sind die CO2-Emissionen im Jahr 2012 im weltweiten Durchschnitt erneut gestiegen. Dabei fiel die Steigerung mit rund 2 % aber niedriger aus als im Vorjahr (knapp 3%). Dies dürfte wesentlich auch auf die weltweit schwächere Konjunktur zurückzuführen sein. Im Ergebnis erreichten die CO2-Emissionen mit etwa 32,5 Mrd. t einen neuen Höhepunkt. Immerhin sind sie in den Ländern der OECD gesamthaft abermals gesunken, wenn auch nur um wenig mehr als ein Prozent. In der EU fiel der Rückgang mit schätzungsweise 1,6% spürbar stärker aus. Besonders auffällig ist die Emissionsminderung aber in den USA um schätzungsweise 3,6%, wozu auch die Substitution von Kohle durch Erdgas beigetragen hat. Von Dr. Hans-Joachim Ziesing

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