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:: Klimawandel – Der Golfstrom wärmt sich rascher auf

Meeresströmungen reagieren stärker als bisher angenommen. Der Golfstrom ist nicht nur eine der stärksten Meeresströmungen. Die mit ihm transportierte Wärme ist insbesondere für das vergleichsweise milde Klima in Mittel- und Nordeuropa verantwortlich. Ein internationales Forscherteam untersuchte nun, wie sich das Verhalten dieses Stromsystems, wie auch anderer, sogenannter westlicher Randströme, im letzten Jahrhundert verändert hat.

:: Neue Studie zeigt Zusammenhang zwischen arktischer Meereisbedeckung im Sommer und dem Winterwetter in Mitteleuropa

Auch wenn die aktuelle Wetterlage scheinbar dagegen spricht: Die Wahrscheinlichkeit für kalte, schneereiche Winter in Mitteleuropa steigt, wenn die Arktis im Sommer von wenig Meereis bedeckt ist. Wissenschaftler der Forschungsstelle Potsdam des Alfred-Wegener-Instituts für Polar- und Meeresforschung in der Helmholtz-Gemeinschaft haben einen Mechanismus entschlüsselt, wie eine schrumpfende sommerliche Meereisbedeckung die Luftdruckgebiete in der arktischen Atmosphäre verändert und darüber unser europäisches Winterwetter mitbestimmt.

:: Vögel und Schmetterlinge "flattern" dem Klimawandel hinterher

Europäische Studie zeigt erstmals Auswirkungen auf großer Skala. Vögel und Schmetterlinge können offenbar mit dem Klimawandel nicht mithalten. Die Temperaturen haben sich in den letzten beiden Jahrzehnten in Europa schneller erhöht als beide Tiergruppen sich anpassen konnten. Sie sind damit langsamer nach Norden gewandert als es ihre klimatischen Erfordernisse für nötig erscheinen lassen.

:: Auch intakte Gewässer produzieren Methan

Übernutzte, nährstoffreiche Gewässer gelten als bedeutende Quelle für das klimaschädliche Gas Methan. Wissenschaftler des Leibniz-Instituts für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) fanden nun heraus, dass auch in Seen mit viel Sauerstoff und intakter Nährstoffbilanz Methan gebildet wird und in die Atmosphäre entweichen kann.

:: Insektenvernichtungsmittel künftig ein zunehmendes Problem für Gewässer in Europa

Belastung steigt Studie zufolge vor allem im Ostseeraum. Europas Gewässer werden in Zukunft stärker mit Insektenvernichtungsmitteln belastet sein als bisher. Das ist das Ergebnis einer Studie des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ), für die Wissenschaftler die Situation von 1990 mit Szenarien zum Klima- und Landnutzungswandel im Jahre 2090 verglichen haben. Die Risiken für Gewässer, die durch den Einsatz von Insektiziden in der Landwirtschaft entstehen, würden in vielen Regionen Europas deutlich steigen - vor allem aber in Skandinavien, im Baltikum und in Mitteleuropa, schreiben die Wissenschaftler im Fachblatt "Ecological Applications".

:: Forscher der Universität Hohenheim wollen die Wüste ausbremsen

Projekt SuMaRiO will Agrarwirtschaft mit Bewässerungsanlagen fördern. Weniger Wasser, mehr Sand: Im Nordwesten Chinas breitet sich die Wüste immer weiter aus und bedroht das Leben in den dicht bevölkerten Oasen entlang des Flusses Tarim. Im Rahmen des Forschungsprojektes SuMaRiO untersuchen Wissenschaftler der Universität Hohenheim nun, wie sich dieser Trend aufhalten lässt. Das Bundesforschungsministerium fördert das Vorhaben mit rund 1,4 Millionen Euro – und macht es damit zu einem Schwergewicht der Forschung an der Universität Hohenheim.

:: Boden: Der letzte Dreck?

Den Boden unter uns treten wir mit Füßen und nennen ihn oft abwertend Dreck. Dabei leben wir alle von den 20 bis 30 Zentimetern dieses „letzten Drecks“. Ohne fruchtbare Böden keine Zivilisation: kein Wein und kein sauberes Wasser, kein Brot und kei­ne Butter, kein Mehl und kein Mahl, kein Rasen und keine Rose, keine Flora und keine Fauna. Doch die Böden befinden sich in einer schleichenden Krise. Es ist die am meisten unterschätzte Krise unse­rer Zeit. Der Boden ist das vergessene Me­dium – auch in der Umweltpolitik.

:: Schädigt der Ozean die Ozonschicht?

Trotz internationaler Abkommen zum Schutz der Ozonschicht schließt sich das Ozonloch erwartungsgemäß nur sehr langsam. Vorhersagen über die weitere Entwicklung sind unter anderem deshalb sehr schwierig, weil die Rolle von Spurengasen natürlichen Ursprungs beim Ozonabbau noch unbekannt ist. Mit einer umfangreichen Messkampagne im Südchinesischen Meer wollen Wissenschaftler aus Europa und Malaysia diese Prozesse genauer untersuchen. Ein zentraler Teil der Kampagne sind Messungen am Übergang von Meer und Atmosphäre. Ausgeführt werden sie mit dem deutschen Forschungsschiff SONNE unter Fahrtleitung des Kieler Leibniz-Instituts für Meereswissenschaften (IFM-GEOMAR).

:: Mehr Sicherheit für die Trinkwasserqualität in Gebäuden

Änderungen der Trinkwasserverordnung schützen besser vor Legionellen und Stoffen aus Installationsmaterialien. Mehrere Neuerungen in der Trinkwasserverordnung (TrinkwV) stärken die Qualitätsstandards für Trinkwasser. Im Fokus stehen die Trinkwasser-Installationen in Gebäuden. Diese dürfen die Qualität des Trinkwassers nicht beeinträchtigen.

:: Wie entstand das erste arktische Ozonloch im Frühjahr 2011?

Ein internationales Wissenschaftlerteam hat enträtselt, wie im vergangenen Frühjahr das erste Ozonloch über der Arktis entstand. Die umfassende Analyse des ungewöhnlich hohen Ozonabbaus im März/April 2011 wurde jetzt vorab in der Online-Ausgabe des Fachmagazins „Nature“ veröffentlicht. "Das Ozonloch über der Arktis war nicht nur das Ergebnis einer Kombination vergangener Umweltbelastungen durch Luftschadstoffe, seine Entstehung hängt auch mit langfristigen Veränderungen im Klimasystem zusammen", fasst Dr. Markus Rex, Potsdamer Atmosphärenphysiker am Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung in der Helmholtz-Gemeinschaft, ein zentrales Ergebnis der Studie zusammen.

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Stirbt die Artenvielfalt?

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