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:: CO2-Ballons bei Tisch
Ein Fünftel der persönlichen Klimabilanz geht auf das Konto des Speiseplans. Wer sich ein paar wenige Sachverhalte bewusst macht und danach lebt, bringt nicht nur so manchen CO2-Ballon zum Platzen, sondern tut sich selbst auch noch etwas Gutes. Ein Bericht von Ralf Streck
Obst und Gemüse vorn Pflanzliche Kost verursacht nur etwa ein Zehntel der klimaschädlichen Gase, die bei der Erzeugung entsprechender Mengen von tierischen Produkten anfallen.
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Frisches, unverarbeitetes Obst und Gemüse schneidet am besten ab. Hier liegen die Werte zwischen 150 und 430 Gramm CO2 je Kilo. Brot und Nudeln kommen auf 650 bis 950 Gramm CO2 (wegen der Verarbeitung liegen hier die Werte höher). Eine überwiegend pflanzliche Ernährung nützt auch unserer Gesundheit. Verschiedene Studien belegen übereinstimmend: geringeres Risiko für Herzkrankheiten, geringeres Schlaganfallrisiko, geringeres Gichtrisiko, besserer Allgemeinzustand.
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Sachtes Fett
Bei den tierischen Lebensmitteln haben Frischmilch, Joghurt und Eier noch die beste Klimabilanz. Dass man Fett, gerade auch tierisches, generell behutsam einsetzen soll, muss man Menschen, die auf ihre Figur achten, nicht erklären. Mit Fett zu sparen ist jedoch auch aus Klimagründen angesagt. Denn je höher der Fettgehalt bei Milchprodukten, desto mehr Milch wird gebraucht und desto klimabelastender sind die Produkte.
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Huhn vor Rind
Würden wir Verbraucher in den Industrieländern den Fleischkonsum von gegenwärtig 82 kg pro Person und Jahr dem Weltdurchschnitt von etwa 42 Kilogramm anpassen, blieben dem Planeten 10 Prozent der weltweiten Klimagas-Emissionen erspart. Vergleicht man Fleischsorten, schneiden Huhn und Schwein deutlich besser ab als Rind. 6,4 kg CO2 werden für die Produktion von 1 kg Rindfleisch ausgestoßen. Im Vergleich dazu verursacht Schweinefleisch und Geflügelfleisch nur 1,9 kg beziehungsweise 1,3 kg CO2 pro kg Fleisch. Gesundheitsbewusste meiden rotes Fleisch, weil es das Risiko erhöht, an Herz- und Kreislaufleiden oder Krebs zu erkranken.
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Bio mit Klimaplus
Die Landwirtschaft trägt weltweit mit 12–32 Prozent zum Klimawandel bei. Hauptquellen sind: Wiederkäuer, die naturgemäß Methan ausstoßen; Dünger und Pestizide, bei deren Produktion CO2 freigesetzt wird; Abholzung von Wäldern für Ackerbau und Weiden sowie Bodenerosion. Der sogenannte Dok-Versuch belegt, dass Bio-Verfahren in der Landwirtschaft 20 Prozent Energie und entsprechende Mengen Klimagase einsparen. Bio-Produkte überzeugen auch in Sachen Gesundheit, etwa weil Bio-Milch mehr Omega-3-Fettsäuren enthält.
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Radeln hilft
Etwa 45 Prozent der Klimagase entstehen auf dem Acker, im Stall oder bei der Verarbeitung. Etwa 55 Prozent verursachen wir auf der Fahrt in den Laden, beim Kühlen und Kochen. Klima und Gesundheit ist wenigstens ein bisschen geholfen, wenn wir es schaffen – ab und zu – auch mal mit Fahrrad oder zu Fuß in den Laden zu kommen.
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