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:: Rettung des Weltklimas durch Ölpflanzenanbau in der Wüste
Jedes Jahr wächst der „Energiehunger“ der Weltbevölkerung immens und die Nachfrage nach einer ausreichenden und sicheren Energieversorgung steigt stetig. Der weitaus größte Anteil der Energieerzeugung basiert heute auf der Verbrennung der fossilen Energieträger Kohle, Mineralöl und Gas. Die Unsicherheiten der künftigen Energieversorgung auf Grund der zunehmenden Verknappung der fossilen Vorräte, somit die steigende Gefahr für Mensch und Umwelt durch die Verbrennungsprodukte, nähren die Sorge um eine gesicherte Zukunft. Von Gerhard Herres
Zusammenfassung
In den Wüsten dieser Erde lässt sich mit Hilfe künstlicher Bewässerung aus Purgiernuss, Ölpalmen, Rizinusbohnen, oder anderen Ölpflanzen genug Öl gewinnen, um den Ölbedarf der ganzen Welt zu decken und gleichzeitig mehr CO2 binden als parallel durch Verbrennung von Kohle, Erdöl und Erdgas derzeit freigesetzt wird. Eine Verringerung des CO2-Ausstoßes um 50% bis 2050 (auf der UN-Klimakonferenz in Bali 2007 beschlossen) bedeutet ja immer noch eine 2,5-fach höhere CO2-Produktion als die Biosphäre binden kann [1]. Solange der CO2-Pegel aber steigt, werden wir mit den befürchteten Klimafolgen zu kämpfen haben.
Eine Verlangsamung des CO2-Anstiegs in der Atmosphäre reicht also nicht, wir brauchen eine stärkere CO2-Bindung, als CO2 durch Verbrennung gleichzeitig freigesetzt wird. Durch den gezielten Anbau von Energiepflanzen in den Wüstenzonen unserer Erde kann der CO2-Pegel in der Atmosphäre innerhalb einiger Jahrzehnte auf den Stand von 1950 oder sogar früher herabgesetzt werden. Das Wasser für den Anbau der energiereichen Pflanzen wird durch Meerwasserentsalzungsanlagen mit der Abwärme großer solarthermischer Kraftwerke gewonnen und mittels unterirdischer Bewässerungsschläuche direkt an den Wurzeln der Pflanzen verteilt. Nur ungefähr 10% der weltweit 36 Millionen km2 Wüstenfläche werden dafür benötigt. Das Projekt kann in voller Ausbaustufe 190 Mill. Menschen, besonders in Entwicklungsländern, ein Einkommen von ca 20 € pro Tag verschaffen und wird die Industrieländer keinen Cent Entwicklungshilfe kosten. Es ergeben sich effektive Erzeugungskosten von ca 0,43 €/Liter Öl, die schon bei einem Rohölpreis von 97 US$/bl konkurrenzfähig sind; bei Berücksichtigung der CO2-Zertifikate, die an CO2-„Einsammler“ ausgezahlt werden sollten, wäre der Verkaufspreis entsprechend niedriger.
Aber dieser mit dem Rohöl konkurrierende Preis ist nur zu erreichen, wenn die Investitionen in solarthermische Kraftwerke, Meerwasserentsalzungsanlagen, Bewässerungstechnik und weiterverarbeitende Prozesse nicht durch Kapitalzinsen unnötig verteuert werden. In solchen besonders kapitalintensiven Technologien beträgt der Zinsanteil im Verkaufspreis häufig mehr als 50%. Wenn also der Zins die Produktion von Pflanzenöl in der Wüste auf das Doppelte verteuert, wird diese Lösung des zu erwartenden Energiemangels und die Verringerung des CO2 in der Atmosphäre nicht zu finanzieren sein. Wenn der CO2-Pegel aber unvermindert weitersteigt, werden die Veränderungen des Klimas sehr viel höhere Kosten verursachen, als die Investitionen in die hier beschriebene Technik.
Gliederung Teil I
1. Einleitung
2. Vorstellung des Konzepts
3. Vorteile einer weltweiten Umsetzung
1. Einleitung
Jedes Jahr wächst der „Energiehunger“ der Weltbevölkerung immens und die Nachfrage nach einer ausreichenden und sicheren Energieversorgung steigt stetig. Der weitaus größte Anteil der Energieerzeugung basiert heute auf der Verbrennung der fossilen Energieträger Kohle, Mineralöl und Gas. Die Unsicherheiten der künftigen Energieversorgung auf Grund der zunehmenden Verknappung der fossilen Vorräte, somit die steigende Gefahr für Mensch und Umwelt durch die Verbrennungsprodukte, nähren die Sorge um eine gesicherte Zukunft. Durch den Einsatz moderner Technologie können zwar Wirkungsgrade und Umweltverträglichkeit gesteigert und dadurch Emissionen reduziert werden, völlig verhindern lassen sich diese so jedoch nicht. Der Klimawandel und die Sorge um die globale Erderwärmung spielt neben der Versorgungssicherheit eine immer stärker werdende Rolle. Ständig steigende Energiepreise und ein zusehends anfälligeres Ökosystem verdeutlichen die Notwendigkeit von Alternativen zu fossilen Brennstoffen. Vor dem Hintergrund der globalen Anstrengungen zur Reduzierung der anthropogenen Treibhausgasemissionen ist neben der Energie-Einsparung der Ausbau der erneuerbaren Energien zur Energieproduktion das wichtigste Element. Die erneuerbaren Energien müssen die Basis für die zukünftige Energieversorgung bilden.
Die Erzeugung von Energie aus Sonne, Wind, Wasser und Biomasse gewinnt immer mehr an Bedeutung. Die kombinierte Nutzung der Sonnenenergie mit dem Anbau von Energiepflanzen kann in diesem Energiemix eine maßgebliche Rolle übernehmen. Seit einiger Zeit titeln Zeitschriften rhetorische Kunstgriffe wie "Voller Tank oder voller Teller", welche wohl den Eindruck einer Alternativlosigkeit erwecken sollen [2,3]. Die Frage darf doch nicht lauten: zu diesem Zeitpunkt vielleicht eine Mill. mit Strom fahren [11]. Dies ist eine Frage des politischen Willens. Für die übrigen PKW und LKW, Schiffe und Flugzeuge brauchen wird einen Ersatztreibstoff. Es ist kaum vorstellbar, dass viele Deutsche bereit wären zu hungern, um Auto zu fahren. Die Mehrheit der Bevölkerung ist sich aber vermutlich nicht bewusst, dass dann irgendein Afrikaner hungern muss, weil die importierten Biotreibstoffe die Lebensmittel in den Entwicklungsländern verteuern.
1. Vorstellung des Konzepts
Die Lösung liegt in der Nutzung der überreichlich vorhandenen Sonnenenergie in solchen Ländern, die freie, unbebaute Flächen und hohe Strahlungsintensität besitzen.
Das nachfolgend beschriebene Projekt besteht aus 4 Stufen:
- Solarthermische Anlagen zur Erzeugung elektrischer Energie zu bauen, die ihre Abwärme weitergeben an
- Meerwasserentsalzungsanlagen, deren Produkt nicht nur zum Trinken, sondern zur
- Bewässerung von Energiepflanzen und Nahrungsmitteln dient, um dann
- pflanzliche Energieträger anzubauen, ihre Produkte zu ernten und weiterzuverarbeiten.
Im ersten Schritt wird mit konzentrierenden Solarkollektoren (z.B. Parabolrinnen oder Fresnel-Kollektoren) das Sonnenlicht so stark gebündelt, dass Temperaturen von ca 400 °C erreicht werden. Damit kann in einem Kraftwerk vom Typ ANDASOL 1 (es steht in Andalusien, bei Granada) [12] im Laufe eines Tages 15,5 Stunden lang eine elektrische Leistung von 50 MW gewonnen werden. Dafür werden dort auf 2 km2 Fläche Spiegel mit 520.000 m2 eingesetzt. Ein Teil der eingesammelten thermischen Sonnenenergie wird in Salztanks als Wärme gespeichert und kann so Energie für 7,5 h Volllastbetrieb nach Sonnenuntergang bereitstellen. Man könnte diese Wärme auf 15 Stunden Teillast verteilen, denn der Bedarf ist nachts geringer. Würde man die Kollektorenfläche um 55% vergrößern, könnte das Kraftwerk 24 h/d die volle Leistung von 50 MW liefern, falls gewünscht. Von der zugeführten Wärme (143 MW) kann das Kraftwerk aber nur ca 35% in elektrische Leistung umwandeln. Der restliche Teil der Energie, ca 93 MW, ist Abwärme. Der Wirkungsgrad lässt sich auch nicht beliebig steigern, da die maximale Temperatur des Wärmeträgeröls nicht über 390°C erhöht werden darf, es zersetzt sich sonst [13]. Der elektrische Strom, der nicht im Land gebraucht wird, kann mittels Hochspannungs-Gleichstromübertragung mit geringen Verlusten von nur 3%/1000 km nach Europa transportiert werden [5].
Abb.1: Übersichtsplan zur Pflanzenölproduktion in der Wüste (Nicht maßstabsgerecht - linker Container)
Im zweiten Schritt wird mit der anfallenden Abwärme des Kraftwerkes in Meerwasserentsalzungsanlagen Süßwasser erzeugt, dessen Salzgehalt so weit reduziert ist, dass man es zur landwirtschaftlichen Bewässerung nutzen kann. Mit modernen Verfahren, z.B. EasyMED (Multi-Effekt-Destillation) lässt sich aus den 93 MW Abwärme eines solchen solarthermischen Kraftwerks etwa 50000 m3/Tag Süßwasser erzeugen (44,5 kWh/m3 Süßwasser).
Im dritten Schritt lässt sich bei der Anwendung von intelligenten Bewässerungsverfahren, z.B. unterirdischer Tröpfchenbewässerung (SIS=Subsoil-Irrigation-System), mit diesem Wasser eine Fläche von ca 45 km2 bewässern. (Annahme: 400 Liter/(m2 Jahr) ) Gegenüber einer Beregnung verbraucht eine solche Bewässerung nur 20% - 30% der Wassermenge [15].
Im vierten Schritt werden auf den bewässerten Flächen im Mischfruchtsystem Pflanzen zur Nahrungsmittelerzeugung neben Energiepflanzen wie Rizinusbohne (Castorbohne) oder Purgiernuss (Jatropha curcas), angebaut. Diese erzeugen Samen mit einem Ölgehalt von 35% und mehr. Neueste Züchtungen des Wolfmilchgewächses Purgiernuss, ergeben einen Ertrag von annähernd 10.000 Litern/ha im Jahr [16]. Zur Bewirtschaftung der bewässerten Flächen benötigt man für Jatropha etwa 12-20 Arbeiter pro km2. Der Anbau von Nahrungsmitteln ist arbeitsintensiver. Da die Arbeiter, die die Pflanzen anbauen, ernten und das Öl auspressen, natürlich auf dem Gelände der Plantage leben sollen, muss ein Teil der Fläche für den Anbau von Nahrungspflanzen (1 Arbeiter pro ha) reserviert werden. Um die ca 1800 -2000 Arbeiter und ihre Familien (x2,5) zu ernähren, werden wiederum ungefähr 8 km2 für die Nahrungsmittelproduktion gebraucht [17].
Auf den verbleibenden 38 km2 können dann Energiepflanzen angebaut werden. Der Wasserbedarf für Trinken und Waschen beträgt ca. 5000 x 60 Liter/d = 300 m3/d, was neben dem Bewässerungsbedarf nicht besonders auffällt. Es sind nur 0,6% der produzierten Süßwassermenge. Zusätzlich zum erzeugten Strom lassen sich also mit der Abwärme des Kraftwerks, über den Umweg der Entsalzungsanlagen und der Bewässerung der ursprünglich trockenen, brachliegenden Flächen, durch Anbau von Energiepflanzen ca 19 - 38 Millionen Liter Jatrophaöl erzeugen. Für die Erzeugung des Pflanzenöls und der Nahrung werden pro Jahr 18,2 Mill. m3 Wasser benötigt. Dem stehen ca 14,2 Mill. € Kosten gegenüber (s.u.), wobei die Wasserkosten einen Anteil von etwa 54% ausmachen, (ohne Zins). Die Energiepflanzen bilden außer dem Öl oder Zucker auch Wurzeln, Stamm, Äste und Blätter, die ein Vielfaches an CO2 binden. Es werden in einem Jahr ca 44.1012 kg CO2 im Holz gebunden, während 10,4.1012 kg bei der Verbrennung des Öls wieder frei werden, die im Jahr zuvor in der Frucht gebunden wurden (s. Tab. 2). Das würde aber bedeuten, dass in einem Jahr ungefähr die 1,5-fache CO2 Menge festgelegt wird, die 2006 insgesamt freigesetzt wurde. Erst dadurch eröffnet sich die Möglichkeit, sowohl den zukünftigen Energiebedarf der Entwicklungsländer zu decken als auch gleichzeitig die Klimakatastrophe abzuwenden. Dabei muss man noch berücksichtigen, dass die heute zusätzlich freigesetzte CO2-Menge durch Verbrennung von Mineralöl dann CO2-neutral durch Pflanzenöl zwar freigesetzt, aber im Jahr zuvor von den Pflanzen der Luft entnommen wird. Die Solarthermischen Kraftwerke ersetzten dabei auch die Verbrennung von Kohle zur Stromerzeugung, wodurch ebenfalls ca 1/3 der CO2 –Produktion eingespart wird. Die o.g. Biomasse bleibt aber in der Pflanze gebunden, bis sie nach Jahrzehnten gefällt und weiterverarbeitet wird. Blätter und Presskuchen werden kompostiert, so dass ein Teil der Biomasse den Humusgehalt des Bodens vergrößert und damit die Fruchtbarkeit verbessert. Das verringert den Bedarf an Kunstdünger, der in den Anfangsjahren wohl erforderlich ist, und spart damit erhebliche Mengen Energie zu dessen Herstellung ein. Stickstoffdünger steht im Verdacht aus dem Boden auszugasen und als NO sogar stärker zum Treibhauseffekt beizutragen als CO2 [8]. Durch Mischpflanzung der Energiepflanzen mit Leguminosen, z.B. Erbsen, Bohnen, Robinien, Goldregen, kann man aber stickstoffbindende Bakterien in den Boden bringen, die für alle Pflanzen den benötigten Stickstoff bereitstellen.
Tabelle 1: CO2-Produktion (linker Container)
1. Vorteile einer weltweiten Umsetzung
- Die Produktion von elektrischem Strom ist nahezu CO2-frei; zwar benötigt die Erzeugung der Kraftwerkskomponenten auch die Stahlverhüttung, aber das ist genau so bei konventionellen Kraftwerken.
- Die Kraftstofferzeugung für den mobilen Bedarf (Schiffe, Flugzeuge, Lastkraftwagen und PKW) ist CO2 neutral.
- Die Pflanzen werden in den ersten 50 Jahren eine ca 4,3 fache höhere Menge CO2 binden, wie als Öl geerntet werden kann, denn die Biomasse, die als Wurzel, Stamm, Äste, Blätter gebildet wird, wird teilweise jahrzehntelang das CO2 festlegen. Nach diesen 50 Jahren stellt sich ein Gleichgewicht ein, denn es werden alte Bäume gefällt und neue angepflanzt. Die Blätter und der Presskuchen werden kompostiert und zu Humus, wodurch die Fruchtbarkeit des Bodens erhöht wird. Rechnet man das auf 50 Jahre hoch, dann ist die gebundene CO2-Menge größer, als die in den vergangenen 50 Jahren freigesetzte Menge aus der Verbrennung von Erdöl, Erdgas und Kohle. Der befürchtete Klimawandel wäre also deutlich zu bremsen, vielleicht sogar zu verhindern. Der CO2-Pegel der Atmosphäre würde wieder auf eine Höhe zurückgehen, wie er vor 1950 war. Die Gefahr einer Erwärmung, bei der dann auch noch die Permafrostböden mit ihrem gebundenen Methan auftauten, wäre gebannt.
- Für die Länder, in denen die Pflanzen angebaut werden, ergibt sich ein enormer Wirtschaftsaufschwung, denn sie können ein Produkt erzeugen, das die Weltwirtschaft dringend braucht und bezahlen wird. Für Europa eröffnet sich ein stabiler Liefermarkt, der uns von den bisherigen Erdöllieferanten unabhängiger macht, deren Lieferungen in den nächsten Jahrzehnten ohnehin geringer werden.
- Europa würde die Technologie z.B. nach Nordafrika liefern, was bei uns Arbeitsplätze sichert und uns mit billiger Energie versorgt.
- Die Menschen, die heute noch als Flüchtlinge nach Europa wollen, weil sie in ihren Heimatländern keine Perspektive sehen, und die von Europa zurück transportiert werden, weil man sie nicht als politische Flüchtlinge anerkennen will, können in Afrika Arbeit und Einkommen finden. Das würde für beide Seiten billiger sein und nicht Tausende Flüchtlinge jährlich das Leben kosten.
- Dem Vorrücken der Wüste, wie es in den vergangenen Jahrzehnten zu beobachten war, könnte endlich entgegen gewirkt werden.
- Die Urwälder dieser Erde müssten nicht gerodet werden, um z.B. Palmölplantagen anzulegen, was ohnehin ökologische Probleme bringt.
- Die Partnerschaft zwischen Europa und Afrika würde für beide Seiten auch sicherheitspolitische Stabilität bedeuten.
- Das Nah-Ost-Problem in Israel/Palästina würde entschärft, da dort schon heute eine der stärksten Ursachen für die Spannungen der Wassermangel ist. Dazu gibt es schon eine Studie der TREC zur Wasser- und Stromversorgung des Gaza-Streifens [19]. Erweitert um die Pflanzenölproduktion wäre es auch ein Arbeitsprogramm für die Menschen dort.
Literaturverzeichnis und Anmerkungen
- H. Graßl, R. Klingholz.: Wir Klimamacher. Auswege aus dem globalen Treibhaus, 1990 IPCC,
- http://www.law-and-business.de/www_law-and-business_de/content/e7/e149/e1092/datei1093/Turre_Nicole_Biosprit_IBLVol20_2008_ger.pdf, http://www.dlv.de/grafiken/3800/AT_04_08Edi_03.pdf, http://dangerzone.ch/viewthread.php?tid=1876, WISU-Magazin 3/07,S.281f, 6/07, S.746f, „Nahrungsmittel als Kraftstoffe ?“, EPEA Internationale Umweltforschung GmbH, http://www.epea.com/documents/Biokraftstoffe%20ZUSAMMENFASSUNG%20-%20Deutsch.pdf
- Regenwald-Report 2/2008, s.3
- Ernst Schrimpff: Humane Wirtschaft, Nov/Dez. 2005, S.15 „Treibstoff der Zukunft- Wasserstoff oder Pflanzenöl?“
- DESERTEC-FOUNDATION, http://www.desertec.org/de/konzept/
- http://www.dlr.de/tt/Portaldata/41/Resources/dokumente/institut/system/projects/aqua-csp/AQUA-CSP-Full-Report-Final.pdf, http://www.menarec.org/resources/CSP+for+Desalination-MENAREC4.pdf
- Joseph Fargione, et al.,Land Clearing and the Biofuel Ca rbon Debt, Science Nr. 319,S.1235 (2008), zitiert in: National Geographic Collector’s Edition No.11,” Energie, Wege in die Zukunft”, S.82 (2009)
- Michael Streck: Die Klima Prioritäten, Ca mpus Verlag, Frankfurt, 2008, ISBN 978-3-593-38676-8
- Mögliche Biotreibstoffproduktion in Deutschland berechnet aus: Fläche der Bundesrepublik Deutschland: 35.709.200 ha, davon 2,4% frei, 53,5% für Landwirtschaft, Ertrag von Raps ca 1150 l/ha (Quelle : http://www.greenpeace.de/themen/sonstige_themen/feinstaub/artikel/ biodiesel_mogelpackung_auf_kosten_der_umwelt/ ), Einwohnerzahl Deutschlands 82.310.000, Anbaubarer Biosprit pro Kopf auf freien Flächen: 12 l/a, Anbaubarer Biosprit pro Kopf bei Verzicht auf Lebensmittelproduktion: 267 l/a, Verbrauch: Rohöleinfuhr: 110Mill.kg/a, d.h. 1336 kg/(a * Kopf) (Quelle: http://www.bmwi.de/BMWi/Navigation/Energie/energiestatistiken,did=180796.html) bei einer Dichte des Öls von 0,9 kg/l sind das 1485 l/(a *Kopf). Benötigt würden also 1485/267=5,56 mal die Flächen für Lebensmittelproduktion Deutschlands.
- Dr. Fatih Birol, Chef-Volkswirt der Internationalen Energie Agentur, Paris, sagte gegenüber der Zeitung The Independent, dass die Förderung von mehr als 800 Ölfeldern (3/4 der Weltölreserven) im Jahr 2009 um 6,7% gesunken ist. Vor 2 Jahren wurde die Rate noch mit 3,7% geschätzt. Daraus folgt, dass in 10 Jahren aus diesen Ölfeldern, bei gleicher relativer Verringerung pro Jahr, nur noch 50% der heutigen Menge gefördert werden kann. http://www.independent.co.uk/news/science/warning-oil-supplies-are-running-out-fast-1766585.html
- „Bundesregierung fördert Markteinführung von Elektroautos“: Bis 2020 sollen in Deutschland nach dem Willen der Bundesregierung rund eine Million Elektrofahrzeuge fahren. http://de.news.yahoo.com/17/20090916/tbs-bundesregierung-foerdert-markteinfue-958911c.html
- Andasol, http://de.wikipedia.org/wiki/Andasol
- Wie die Münchner Rück [14] am 13. Juli 2009 mitteilte, hat sie ein Konsortium deutscher Firmen zusammengebracht, welches 400 Milliarden € zum Bau solarthermischer Kraftwerke aufbringen will. Das werden keine Geschenke an afrikanische Staaten sein, sondern weitsichtige Investitionen zur Sicherung einer günstigen Energiequelle auch über die Zeit hinaus, wo steigende Rohstoffpreise und CO2-Zertifkate herkömmliche, fossile Energiequellen und Atomstrom immens verteuern werden. Diese Kraftwerke liefern elektrischen Strom und machen Kohle- und Kernkraftwerke in Deutschland überflüssig. Für den weltgrößten Rückversicherer entstehen durch den Klimawandel riesige Kosten, die auf lange Sicht die investierte Summe um ein Vielfaches übersteigen. Eine Abschwächung des Klimawandels würde die zu erwartenden Schäden verringern und damit die entstehenden Kosten. Für die deutschen Firmen bieten sich Absatzmärkte für ihre Kraftwerkskomponenten und eine Sicherung der Arbeitsplätze.
- Pressemitteilung Münchner Rück http://www.munichre.com/de/press/press_releases/2009/2009_07_13_press_release.aspx
- H.K.Barth, Sustainable and effective irrigation through a new subsoil irrigation system (SIS), Agricultural Water Management, vol. 40 (1999), S.283-290. In Anbauversuchen mit Kartoffeln in Ungarn betrug der Wasserverbrauch nur 180-200 l/m2 (SIS) statt 400-500 l/m2 (Beregnung), der Ertrag dagegen, stieg um ein Drittel. In Nordafrika ist die Verdunstungsrate sicherlich höher als in Ungarn.
- http://www.jatrophacurca splantations.com/jatropha-curca s-seeds.htm, Erste Ernte nach 6 Monaten, voller Ertrag nach 5 Jahren (10-15 kg pro Baum), Lebensdauer der Bäume ca 60 Jahre, Ölgehalt der Früchte ca 60% bei richtiger Bewässerung und Düngung, Ölertrag 10000 kg/ha und Jahr, Pflanzkosten ca 1000 US$/ha, jährliche Betriebskosten incl. Erntekosten: 800US$/ha, ein Arbeiter kann manuell 5-8 ha abernten. Ausgewachsene Bäume erzeugen in einem Jahr bis zu 70 Tonnen Biomasse/ha, also 7kg Biomasse pro kg Öl. Davon sind ca 6 kg in Stamm, Wurzeln, Ästen, Blätter und Presskuchen gebundenes CO2, d.h. 3kg Kohlenstoff, was 11 kg CO2 entspricht. Jedes kg Jatrophöl, das später verbrannt wird, hat der Atmosphäre 11kg CO2 zusätzlich entnommen.
- Encyclopaedia Britanica Im Nildelta leben ca 28 Mill. Menschen auf 27700 km2, das sind 1010 Menschen/km2. Auf einem Hektar können 1200- 5000 kg Mais oder 1300 – 4500 kg Weizen angebaut werden. Das reicht für 6-25 Menschen/ha. Für 4400 Menschen braucht man 4400/6 ha=7,33 km2 für die Getreideproduktion, weitere Flächen für Gemüse, Obst, Viehweide und Siedlung.
- Bundesministerium für Wirtschaft und Technik, BP
- Gaza- Meerwasserentsalzung, Desertec-Foundation www.desertec.org/downloads/proposal_gaza.pdf (Israel gibt nur deshalb die Golanhöhen nicht an Syrien zurück, weil es damit die Wasserrechte am See Genezareth nicht nur mit Jordanien, sondern auch mit Syrien teilen müsste. Die Wasserspiegel im See Genezareth und im Toten Meer sind in den vergangenen Jahrzehnten um mehrere Meter gefallen, weil zu viel Wasser entnommen wird.)
- Andreas Häberle et al., The solarmundo line focusing Fresnel collector optica l and thermal performance and cost ca lculation, 2002, http://www.solarpaces.org/CSP_Technology/docs/solarpaces_fresnel_9_2002.pdf | http://www.ise.fhg.de/veroeffentlichungen/nach-jahrgaengen/2002/the-solarmundo-line-focussing-fresnel-collector-optica l-and-thermal-performance-and-cost-ca lculation
- Entsalzungsanlagenkosten, http://www.exportinitiative.de/media/ article006022/4_Kaeufler_synlift.pdf
- http://www.eex.com/de/Marktdaten/Handelsdaten/Emissionsrechte/EU%20Emission%20Allowances%20|%20Spotmarkt
- Von der Wirtschaftlichkeit ist die CCS-Technologie noch weit entfernt. McKinsey verweist darauf, dass in der jetzigen frühen Phase CCS-Projekte noch 60 bis 90 Euro je Tonne (t) vermiedenes CO2 kosten. Im Jahr 2030 könne die Technologie dann aber wettbewerbsfähig sein und sich die Kosten auf 30 bis 45 Euro/t halbiert haben, heißt es in der im September veröffentlichten Studie. Dies sei auch der Preis, der dann im Emissionshandel für CO2-Zertifikate zu erwarten sei. http://www.produktion.de/news/ca t/5-Technologie/ca t/5-Technologie/detail/30299-Stromkonzerne+wollen+ Millarden+ in+C02-arme+Kraftwerke+stecken
- Neue Westfälische, 11./12. Juli 2009, „Der Wanderungsdruck nimmt zu“ Nach Schätzungen der UN wird die Weltbevölkerung von 6,91 Milliarden (2010) auf 9,15 Milliarden (2050) anwachsen, davon allein in Afrika von 1,03 auf 2,00 Milliarden. Prof. Ralf. E. Ulrich (Inst. f. Bevölkerungs- und Gesundheitsforschung, Uni Bielefeld) nimmt an, dass die Ernährungsgrundlage für einige Milliarden Menschen wegbrechen könnten, wenn – wie er erwartet – die Förderung der fossilen Brennstoffe sinke und infolgedessen die Preise etwa für Erdöl drastisch steigen. „Hungersnöte und die Auseinandersetzung um fossile Brennstoffe könnten stark zunehmen.“
- Wolfgang Berger/Hermann Schmauder:“Ein nachhaltig tragfähiges Geschäftsmodell“, Humane Wirtschaft, 05/2009, S.8-12
- http://www.jatrophacurca splantations.com/jatropha-plantation-investment.htm
- Abschlußberichte Projektseminar WS 2008/09, Universität Paderborn, Institut für Thermodynamik und Energietechnik http://thet.uni-paderborn.de/
Teil II + das gesamte Dokumente finden Sie in der Datei - links!
4. Berechnung der Kosten der Ölproduktion
5. Kostenvergleich mit Mineralölförderung
6. Finanzierung
Institut für Energie- und Verfahrenstechnik Thermodynamik und Energietechnik, N5.131 Fakultät Maschinenbau Universität Paderborn
Warburger Strasse 100 | 33098 Paderborn | Deutschland
tel: +49-5251-60-2418 | fax: +49-5251-60-3522
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