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:: Schützen ist preiswerter als zerstören
In dieser Woche wurde bekannt, dass der Klimawandel für die Menschheit viel teurer werden wird als bisher angenommen. Bislang hatte die UNO jährliche Kosten zwischen 50 und 170 Milliarden Dollar errechnet. Nun aber haben gleich drei international renommierte wissenschaftliche Institute errechnet, dass die Kosten mehr als das zehnfache betragen werden. Die Horror-Rechnung kommt rechtzeitig vor der Klima-Konferenz im Dezember in Kopenhagen. Ein Weckruf!
Nach diesen neuesten Berechnungen werden die ärmsten Länder vom Klimawandel am meisten betroffen. Doch die Armen haben das Klima am wenigsten belastet. Die UNO schätzt, dass in etwa 15 Jahren 200 Millionen Klimaflüchtlinge über unseren Planeten irren werden. Zwei Drittel aller Kosten, so die neuen Studien, fallen in den Entwicklungsländern an. Vor allem durch zunehmende Krankheiten, Ausbreitung der Wüsten, stärkere Stürme  und durch den rasch ansteigenden Meeresspiegel.
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Vom Anstieg des Meeresspiegels werden Dutzende Millionenstädte auf allen Kontinenten sowie ganze Regionen wie Bangladesch, Sri Lanka und viele Inselstaaten im Pazifik betroffen sein. Die Malediven haben ihre ersten Inseln bereits räumen müssen. Tausende Malediver und Bewohner von Tuvalu haben schon Exilanträge in Indien, Neuseeland oder Australien gestellt. Die Länder der „Dritten Welt“ werden die neuen Berechnungen den reichen Industriestaaten auf der Kopenhagen-Konferenz präsentieren.
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Klimaschutz kostet – das ist wahr! Aber was kostet es, wenn wir das Klima nicht schützen? Diese vergleichende Rechnung hat der frühere Chefvolkswirt der Weltbank, Sir Niclas Stern, aufgestellt. Er kommt zum Schluss, dass rechtzeitiger Klimaschutz nur ein Zehntel dessen kostet, was die Menschheit für die „Reparatur“ des zerstörten Klimas aufwenden müsste.
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Doch wir sind schon mitten drin in der Zerstörung. So stehen wir kurz vor der weltweiten Auslöschung der Korallenriffe. Mit steigenden Temperaturen werden die einmalig schönen Korallenriffe, die das älteste und schönste Biotop unserer Erde präsentieren, ausgebleicht.
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Wissenschaftler um den indischen Ökonomen Pavan Sukhdev haben ebenfalls in dieser Woche den Wert aller Korallen auf 170 Milliarden Dollar geschätzt (
Korallenriffe erwirtschaften 170 Milliarden Dollar). Etwa eine Milliarde Menschen, so Sukhdev, leben vom Fischreichtum der Korallenriffe und sind künftig gefährdet, weil vom Hungertod bedroht.
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Inzwischen lernen auch Ökonomen das ökologische Einmaleins: Schützen ist preiswerter als zerstören.
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Der Bericht "Assessing the costs of adaptation to climate change" kann unter http://www.iied.org/climate-change/key-issues/economics-and-equity-adaptation/costs-adapting-climate-change-significantly-under-estimated bestellt werden.
© Franz Alt 2009
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