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Verschmutzte Seevögel: Nur eine der schlimmen Folgen der Ölkatastrophe. © Fotolia.com | mystock

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:: Sonne und Wind statt Ölkatastrophen

Schon kurz nach dem Zweiten Weltkrieg wurde im Golf von Mexiko nach Öl gebohrt – in einer Tiefe von 4.60 Metern. In den 90-iger Jahren waren die Ölgesellschaften schon bei einem Kilometer Tiefe angekommen und heute rammen sie ihre Bohrer schon in 3.000 Metern Tiefe in den Boden, bald sollen es 4.000 Meter sein. Die derzeitige Öl-Katastrophe im Golf von Mexiko findet in 1.500 Metern Tiefe statt.

Ölmultis wie Exxon, Shell und BP gehen offensichtlich immer höhere Risiken in immer tieferen Tiefen ein. Die Risiken sind kaum noch beherrschbar. Pro Jahr holt die Menschheit zurzeit so viel Öl aus den Böden wie die Natur in einer Million Jahren angesammelt hat. Die Welt hängt am Tropf des Öls wie ein Junckie an der Nadel. Wir können vom Öl so wenig lasen wie ein Süchtiger von seinem Stoff. Selbst der Öl-Lobbyist George W. Bush musste eingestehen: „Wir sind süchtig nach Öl“.

 

Schon lange arbeitet die Ölindustrie an den Grenzen von Geologie, Geografie und Technologie. Die aktuelle Öl-Katastrophe zeigt, dass diese Grenzen überschritten sind. Am Anfang – das war inzwischen schon vor vier Wochen – sagte BP, 159.000 Liter Öl würden täglich ins Meer fließen, plötzlich waren es 800.000 pro Tag und inzwischen wird von Wissenschaftlern vermutet, dass es täglich bis zu 11 Millionen Liter sein könnten.

 

Deshalb entsteht am Golf von Mexiko eine täglich größer werdende Todeszone, in deren schwarzer Teppich alles erstickt: Krabben und Korallen, Wale und Haie und Seeanemonen können in der  sauerstoffarmen Umgebung des Bohrlochs keine Nahrung mehr finden.

 

In den USA ist vom „Hiroshima im Golf“ und vom „Tschernobyl der Ölindustrie“ die Rede.

  • Aber die Ölmultis wollen einfach so weitermachen wie bisher. Warum gibt es jetzt keinen Boykott gegenüber BP wie vor 13 Jahren gegen Shell als deren Ölbohrinsel gesunken war?
  • Warum setzen sich BP und Shell wenigstens jetzt nicht an die Spitze derer, die sich für den 100 prozentigen Umstieg für erneuerbare Energien engagieren?
  • Was muss eigentlich noch alles passieren bis sich die Vernunft gegenüber der Geldgier der Energiekonzerne durchsetzt?

Das Problem am Golf von Mexiko ist auch nicht durch den gefährlichen Einsatz von immer mehr Chemie zu lösen.

 

Die Lösung einer sicheren Energieversorgung heißt: Sonne und Wind statt Erdöl und Atom.

Quelle:

© Franz Alt 2010

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