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:: Start frei für Frankfurts erste Solartankstelle
An der Hauptwache macht die Sonne mobil. Pünktlich zur Saisoneröffnung der Velo-Taxis ist an der traffiQ-Verkehrsinsel Frankfurts erste Solartankstelle in Betrieb gegangen.
Mobil ganz ohne Lärm, Feinstaub und Treibhausgase? Das Umweltforum Rhein Main und seine Partner zeigen an der Frankfurter Hauptwache, dass das nicht mehr nur Zukunftsmusik ist. Pünktlich zur Saisoneröffnung der Velo-Taxis ist an der traffiQ-Verkehrsinsel Frankfurts erste Solartankstelle in Betrieb gegangen. Aber nicht nur die Fahrer der Velo-Taxis werden nun mit Sonnenkraft unterstützt. An der Tankstelle können beispielsweise Schülerinnen und Schüler die Batterien ihrer E-Scooter (Elektro-Roller) laden, während sie auf der Zeil bummeln. Auch für Fahrräder mit Elektrohilfsmotor – so genannte Power-Bikes – oder coole Segways (Steh-Roller) sollen an den beiden Zapfsäulen im Stil der 60-er Jahre andocken. Dem Umweltforum und den Sponsoren kam es darauf an, die geniale Verbindung von Elektroantrieb und Solarenergie an Frankfurts belebtestem Ort zu präsentieren, vor den Augen von täglich Zehntausenden Passanten. Denn je mehr Interesse das Pilotprojekt für umweltverträgliche Mobilität weckt, umso schneller wächst das Frankfurter Solartankstellennetz – sicher bald auch für Vierräder.
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Das von der Firma Ralos installierte Solardach der Verkehrsinsel hätte auch auf jedem sonnenbeschienenen Einfamilienhaus Platz. Die 18 Module könnten einen sparsamen Haushalt komplett mit CO2-freiem Strom versorgen. Die Photovoltaikanlage produziert an einem schönen Sommertag bis zu 21 kWh elektrische Energie, damit kann ein E-Scooter über 700 Kilometer zurücklegen. Eine von der Firma Rossel-Display installierte Anzeigetafel informiert über die aktuelle Stromproduktion – in der Spitze gut 3 kWh pro Stunde. An sechs Steckdosen können während der Öffnungszeiten der Verkehrsinsel (Mo bis Fr 9.00 – 20.00 Uhr und Sa 9.30 – 18.00 Uhr) Elektrofahrzeuge angeschlossen werden. Überschüssiger Strom wird ins Netz der Mainova AG eingespeist und auf 20 Jahre hinaus mit 43 Cent pro Kilowattstunde vergütet.
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An der Investition von rund 65.000 Euro beteiligten sich außer den genannten Firmen auch die Mainova AG, die Frankfurter Sparkasse und die Verkehrsgesellschaft traffiQ. Koordiniert wurde das Projekt vom Umweltforum und vom Verkehrsdezernat. Das Frankfurter Goethe-Gymnasium begleitet das Solartankstellenprojekt mit fachlicher Unterstützung der Firma Ralos.
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Umweltdezernentin Dr. Manuela Rottmann hofft, dass sich viele weitere Partner am Ausbau des Solartankstellennetzes in Frankfurt beteiligen. „Solartankstellen wären eine tolle Sache für Firmen, die ihren Beschäftigten mehr als nur Auto- oder Fahrradstellplätze anbieten wollen oder für Supermärkte, die ihren Kunden während des Einkaufs bio den Tank füllen.“ An Schulen könne Strom aus Bürgersolaranlagen als Energiequelle für die E-Scooter der Schülerinnen und Schüler genutzt werden, warb die Dezernentin. Auch Automobilhersteller sähe die Stadträtin gerne mit im Bunde.
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„Elektromobilität ist ein spannendes Zukunftsthema, das bundesweit immer mehr an Bedeutung gewinnt“, sagte Mainova-Vorstand Dr. Constantin Alsheimer. Für die Mainova AG als wichtigstem Energieversorger im Rhein-Main-Gebiet habe es deshalb auf der Hand gelegen, sich an diesem Modellprojekt in Frankfurt zu beteiligen. Dr. Alsheimer weiter: „Elektrisch betriebene Fahrzeuge sind ein Ansatz, wie individuelle Mobilität und Klimaschutz kombiniert werden können. Die Eröffnung der ersten Solartankstelle Frankfurts ist hier ein wichtiger Meilenstein.“
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traffiQ organisiert für die Stadt Frankfurt am Main den öffentlichen Nahverkehr. Die Gesellschaft hat daher ein natürlich gutes Verhältnis zum Umweltschutz und zu allen Formen der Nahmobilität – vom zu Fuß gehen über das Fahrrad bis zur Schnellbahn. „Die Solartankstelle an der traffiQ-Mobilitätszentrale VERKEHRSINSEL ist für uns ein starkes Symbol für zukunftsweisenden, kundengerechten und umweltfreundlichen Nahverkehr im weitesten Sinne.“ so Dr. Hans-Jörg v. Berlepsch, Geschäftsführer der traffiQ GmbH.
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Die Frankfurter Sparkasse testete schon in den 90er Jahren ein Elektrofahrzeug im innerstädtischen Botenverkehr. Der Umweltbeauftragte Helge Beck warf im Geschäftsbericht 1994 einen Blick in die Zukunft: „Optimal wäre, wenn der Ladevorgang mittels einer mit Sonnenenergie gespeisten Tankstelle erfolgen könnte“, schrieb er damals. Als stellvertretender Vorsitzender des Umweltforums konnte Beck nun andere von seiner Idee begeistern und brachte den Stein ins Rollen.
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Auch Matthias Graf, Geschäftsführer von Velotaxi, wünschte sich schon länger eine Solartankstelle. Seit März 2004 bereichern 21 Velotaxis das Frankfurter Stadtbild – ideale Werbeträger für eine leisere, wendigere und harmonischere Fortbewegung. „Die Solartankstelle liefert den Velotaxis den zusätzlichen umweltfreundlichen Strom für den Elektrohilfsmotor“, erläuterte der Geschäftsführer „Das Auftanken zwischendurch erleichtert die Arbeit der Velotaxi-Fahrer und garantiert Mobilität zu jeder Tageszeit.“
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Über die Zapfsäulen und das Display der Firma Rossel Display ist auch der Recycling-Gedanke an der Solartankstelle verankert. Die Experten für die Vakuumverformung von Kunststoffen waren von der Idee begeistert, schließlich wird auch beim Kunststoff-Recycling Erdöl eingespart.
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Die meiste Arbeit und viel Geld investierten fraglos die Spezialisten der Solar-Firma Ralos, denn eine Solaranlage für das runde Dach der Verkehrsinsel gibt es nicht von der Stange. „An der ersten Solartankstelle in Frankfurt mitzuwirken war ein großes Erlebnisse für uns alle“, sagt Claus Rothenbach, Geschäftsführer der Ralos GmbH: „Ansporn und Bestätigung zugleich“.
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Hans Georg Dannert, Vorsitzender des Umweltforums, freut sich über das bemerkenswerte Gemeinschaftsprojekt. Dank der guten Zusammenarbeit mit den Sponsoren, den Dezernaten Verkehr und Umwelt und vielen Stellen in der Frankfurter Stadtverwaltung sei es gelungen, die erste Solartankstelle mitten in Frankfurt zu platzieren.. Das macht Mut für weitere Schritte, die das Umweltforum und seine Partner gemeinsam mit der Stadt in diese Richtung gehen wollen.“
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