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:: Atomkraft? Nein danke!
Dass RWE versucht, aus ökonomischen Gründen, das älteste deutsche Atomkraftwerk in Biblis länger laufen zu lassen als im Atomkonsens-Gesetz vorgesehen, ist nachvollziehbar. Die Aktionäre haben auf diesen Vorstoß gedrängt.
Aber ist ein Atomkraftwerk nur eine Anlage zum Geldverdienen wie viele andere Anlagen auch? Natürlich weiß auch der RWE-Vorstand, dass es diese Verlängerung nicht geben wird, solange Sigmar Gabriel Umweltminister und Angela Merkel Bundeskanzlerin ist.
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Gabriel hat schon als Juso gegen Atomkraft protestiert und profiliert sich als anti-Atom-Minister für höhere politische Aufgaben. Auch Angela Merkel war einmal Umweltministerin.
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Die Kanzlerin befürwortet als CDU-Chefin zwar die Atomenergie, ist aber nicht bereit, wegen der Atomfrage ihre Koalition aufs Spiel zu setzen. Und eine Mehrheit im Parlament für eine Renaissance der Atomkraft ist weit und breit nicht in Sicht. 80 Prozent der Deutschen sind gegen Atomkraft, weil sie wissen, dass es Alternativen gibt und auch ohne Atom die Lichter nicht ausgehen werden.
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Der Kampf gegen die Atomenergie ist keine ökonomische Frage. Die aufgeklärten Menschen haben begründete Angst vor einer Technik, bei der Menschen niemals Fehler machen dürfen. Bevor der erste ICE-Unfall passierte, wurde argumentiert: Absolut sichere Technik - da kann nichts passieren.
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Bis vor wenigen Tagen wurde die Transrapid-Technologie ebenfalls als "absolut sicher" angepriesen. Und einige Super-GAUs und tausende Störfälle haben auch die Sprüche von der "sicheren Atomenergie" entlarvt. Der gesunde Menschenverstand von Millionen Wählern und Wählerinnen ist der beste Schutz vor längeren AKW-Laufzeiten.
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Wer diese politische Realität zu spät erkennt, wird auch noch ökonomisches Opfer des Atomausstiegs werden. Das Restrisiko und die ungelöste Entsorgung des Atommülls machen eine Kilowattstunde Atomstrom zum teuersten Strom überhaupt. Michail Gorbatschow sagte mir einmal in einem Fernsehinterview: "Tschernobyl hat der sowjetischen Volkswirtschaft 500 Milliarden Dollar gekostet."
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"Billiger" Atomstrom ist in Wahrheit sehr teuer - besonders in den Zeiten des Terrorismus! Deshalb wird es eher eine Renaissance des Widerstandes gegen Atomkraft als eine Renaissance der Atomkraft geben.Â
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Gabriel hat schon als Juso gegen Atomkraft protestiert und profiliert sich als anti-Atom-Minister für höhere politische Aufgaben. Auch Angela Merkel war einmal Umweltministerin.
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Die Kanzlerin befürwortet als CDU-Chefin zwar die Atomenergie, ist aber nicht bereit, wegen der Atomfrage ihre Koalition aufs Spiel zu setzen. Und eine Mehrheit im Parlament für eine Renaissance der Atomkraft ist weit und breit nicht in Sicht. 80 Prozent der Deutschen sind gegen Atomkraft, weil sie wissen, dass es Alternativen gibt und auch ohne Atom die Lichter nicht ausgehen werden.
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Der Kampf gegen die Atomenergie ist keine ökonomische Frage. Die aufgeklärten Menschen haben begründete Angst vor einer Technik, bei der Menschen niemals Fehler machen dürfen. Bevor der erste ICE-Unfall passierte, wurde argumentiert: Absolut sichere Technik - da kann nichts passieren.
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Bis vor wenigen Tagen wurde die Transrapid-Technologie ebenfalls als "absolut sicher" angepriesen. Und einige Super-GAUs und tausende Störfälle haben auch die Sprüche von der "sicheren Atomenergie" entlarvt. Der gesunde Menschenverstand von Millionen Wählern und Wählerinnen ist der beste Schutz vor längeren AKW-Laufzeiten.
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Wer diese politische Realität zu spät erkennt, wird auch noch ökonomisches Opfer des Atomausstiegs werden. Das Restrisiko und die ungelöste Entsorgung des Atommülls machen eine Kilowattstunde Atomstrom zum teuersten Strom überhaupt. Michail Gorbatschow sagte mir einmal in einem Fernsehinterview: "Tschernobyl hat der sowjetischen Volkswirtschaft 500 Milliarden Dollar gekostet."
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"Billiger" Atomstrom ist in Wahrheit sehr teuer - besonders in den Zeiten des Terrorismus! Deshalb wird es eher eine Renaissance des Widerstandes gegen Atomkraft als eine Renaissance der Atomkraft geben.Â
Quelle:
Franz Alt 2006
Franz Alt 2006
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