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:: Deutsche werden älter und wollen früher in Rente
Die Deutschen werden immer älter und wollen immer früher in Rente. Woher kommt das?
Vor 120 Jahren als Reichskanzler Bismarck in Deutschland die Sozialgesetze einführte, wurden die Deutschen im Schnitt 46 Jahre alt und das Rentenalter wurde auf 65 Jahre festgesetzt. Mit dieser Regelung ist das Land gut ausgekommen.
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Jetzt aber, wo die Deutschen im Schnitt knapp 80 Jahre alt werden, wollen sie früher in Rente. Die geplante Rente mit 67 - im Lauf der nächsten 20 Jahre - lehnen 73 Prozent der Erwerbstätigen ab. Dies ergab eine Umfrage der Gesellschaft für Kommunikationsforschung (GfK) im Auftrag des Versicherungskonzerns AXA. 99 Prozent der Befragten sehen das deutsche Sozialversicherungssystem in einer Krise.
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Richtig ist, dass viele Politiker einige zentrale Wahrheiten lieber verschleiern als deutlich zu machen. Richtig ist aber auch, dass wir Deutschen Angst vor jeder Veränderung haben. Und diese Angst liegt wie Mehltau über dem Land und verhindert Fortschritt und Veränderung. Mehrheitlich wollen die Deutschen mit 59 in die Rente, aber sie wollen auch höhere Renten. Logischerweise geht beides natürlich nicht zusammen.
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Hinter dieser schizophrenen Haltung steht natürlich in erster Linie der Frust am Arbeitsplatz. Wer mit Freude arbeitet, will auch lange und gerne arbeiten. Aber 80 Prozent der Deutschen Arbeitnehmer sind von ihrer Arbeit frustriert. Wo Frust statt Lust herrscht, freuen sich die Arbeitnehmer am Montag vor allem auf den Freitag und später auf ein früheres Rentenalter.
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Daraus ergeben sich natürlich auch Fragen an die heutigen Chefs und Manager. Zum Beispiel diese:
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Die Rente ist mit dem heutigen System ganz unverblümt sicher - sie wird nur niedriger als heute. Deutschland hat weniger ein Rentenproblem, sondern ein mentales Altersvorsorge-Problem. Wer wenig oder keine Kinder hat, hat auch mehr Geld übrig, um privat vorzusorgen. Ehrliche Politiker müssen diese Wahrheit deutlich aussprechen.Â
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Jetzt aber, wo die Deutschen im Schnitt knapp 80 Jahre alt werden, wollen sie früher in Rente. Die geplante Rente mit 67 - im Lauf der nächsten 20 Jahre - lehnen 73 Prozent der Erwerbstätigen ab. Dies ergab eine Umfrage der Gesellschaft für Kommunikationsforschung (GfK) im Auftrag des Versicherungskonzerns AXA. 99 Prozent der Befragten sehen das deutsche Sozialversicherungssystem in einer Krise.
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Richtig ist, dass viele Politiker einige zentrale Wahrheiten lieber verschleiern als deutlich zu machen. Richtig ist aber auch, dass wir Deutschen Angst vor jeder Veränderung haben. Und diese Angst liegt wie Mehltau über dem Land und verhindert Fortschritt und Veränderung. Mehrheitlich wollen die Deutschen mit 59 in die Rente, aber sie wollen auch höhere Renten. Logischerweise geht beides natürlich nicht zusammen.
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Hinter dieser schizophrenen Haltung steht natürlich in erster Linie der Frust am Arbeitsplatz. Wer mit Freude arbeitet, will auch lange und gerne arbeiten. Aber 80 Prozent der Deutschen Arbeitnehmer sind von ihrer Arbeit frustriert. Wo Frust statt Lust herrscht, freuen sich die Arbeitnehmer am Montag vor allem auf den Freitag und später auf ein früheres Rentenalter.
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Daraus ergeben sich natürlich auch Fragen an die heutigen Chefs und Manager. Zum Beispiel diese:
- Warum vermitteln sie ihren Mitarbeitern nicht mehr Motivation?
- Warum sehen so wenig Arbeitnehmer einen Sinn in ihrer Arbeit?
- Wie lange kann sich das Land noch solche Chefs wie Ackermann, Schrempp oder Kleinfeld leisten?
- Chefs die selber Millionen Gehalt kassieren, aber immer mehr Menschen entlassen anstatt neue zukunftsfähige Geschäftsfelder zu erschließen.Â
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Die Rente ist mit dem heutigen System ganz unverblümt sicher - sie wird nur niedriger als heute. Deutschland hat weniger ein Rentenproblem, sondern ein mentales Altersvorsorge-Problem. Wer wenig oder keine Kinder hat, hat auch mehr Geld übrig, um privat vorzusorgen. Ehrliche Politiker müssen diese Wahrheit deutlich aussprechen.Â
Quelle:
Franz Alt 2007
Franz Alt 2007
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