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:: Internationale Energieagentur: Klimawandel wird wahrscheinlich

Frühere Berichte der Internationalen Energieagentur (IEA) in Paris waren immer optimistisch. Öl, Gas und Kohle gäbe es noch viele Jahrzehnte und Atomkraftwerke seien natürlich sicher. Doch der diesjährige Bericht der IEA ist erschreckend pessimistisch. Die Experten warnen vor steigenden Ölpreisen und höheren Temperaturen. Die Mahnung aus Paris kommt drei Wochen vor Beginn des nächsten Weltklimagipfels im südafrikanischen Durban.

Der Chefvolkswirt der Pariser Energieagentur, Fatih Birol, sagte der Süddeutschen Zeitung: „Wir kommen nicht weg von der alten Energiestruktur… Das alles macht uns sehr pessimistisch“. Ein „Weiter so“ aber bedeute einen Temperatur-Anstieg von bis zu sechs Grad zum Ende dieses Jahrhunderts. Das heißt: Der Klimawandel gerät außer Kontrolle.

 

Bisher hatte die IEA den Ölpreisanstieg immer unterschätzt. Doch jetzt sagt sie einen Preis von 210 US-Dollar pro Barrel bis 2035 voraus. Heute kostet ein Barrel 113 Dollar.

 

Schon in wenigen Jahren könnte der Ölpreis wieder so hoch sein wie vor der Weltwirtschaftskrise 2008, nämlich 147 Dollar pro Barrel.

 

Energiehöchstpreise führen immer zu Weltwirtschaftskrisen. Auch deshalb braucht eine gesunde Weltwirtschaft rasch den hundertprozentigen Umstieg auf erneuerbare Energien. Sonne und Wind schicken uns keine Rechnung und sie ziehen keine Folgekosten nach sich.

 

Doch die erneuerbaren Energien und ihre Chancen werden auch im neuen Energiebericht der IEA sträflich vernachlässigt. Der Bericht ist nach dem Motto verfasst: Lieber Schreckensmeldungen als erneuerbare Energien!

 

Kein Wort davon, dass die EU schon bis 2050 zu 100% auf Erneuerbare Energien umsteigen könnte. Kein Wort darüber, dass durch Energieeffizienz, Energiesparen und Erneuerbare die Chance in der jetzigen Krise liegt.

 

Die IEA warnt zu Recht vor dem Klimakollaps, aber sie zeigt leider keine Wege aus der Krise. Schade!

 

In den letzten Jahrzehnten schon hatte die internationale Energieagentur das mögliche Wachstum der Erneuerbaren um bis zum Zehnfachen unterschätzt und inzwischen nichts dazugelernt.

Quelle:

© Franz Alt 2011

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