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:: Kernfusion ist überflüssig

Fünf Milliarden Euro werden die USA, die EU, Russland, Japan, Indien und China für den Bau eines Kernfusions-Forschungsreaktors aufwenden. Ab 2018 wird der Betrieb nochmals fünf Milliarden Euro kosten. Fachleute gehen davon aus, dass "etwa in 50 Jahren" aus Kernfusion Strom gewonnen werden kann.
Kernfusion bedeutet: Es wird eine Hitze wie auf der Sonne erzeugt. Etwa 100 Millionen Grad! Das wird aber noch mal viele weitere Milliarden kosten.
 
Der bei der Fusion entstehende Müll müsse "nur 100 Jahre zwischengelagert werden" - ein Endlager sei gar nicht nötig, so die Befürworter des Projekts wie die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) in Wien.
 
Brauchen wir die Fusionsenergie überhaupt?
Die direkte Nutzung des Fusionsreaktor Sonne bei einem natürlichen "Sicherheitsabstand" von 150 Millionen Kilometern zwischen Sonne und Erde über Photovoltaikanlagen und Sonnenkollektoren und durch solare Großkraftwerke ist mit Sicherheit preiswerter, sicherer und technisch entschieden einfacher. Zudem fällt kein Müll an.
 
Aber: Eine dezentrale Energieversorgung ist durch riesige Fusionstechnologien nicht möglich. Eine dezentrale Energieversorgung geht nur über Millionen Träger, die Windräder, Wasserkrafträder, Solaranlagen und Bioenergie sowie regionale Erdwärmeanlagen betreiben. Deshalb sind Großkonzerne mit ihren alten zentralistischen Strukturen an riesigen Fusionsanlagen interessiert.
 
Wer aber auf dezentrale, demokratische Energieversorgung setzt, wird die zehn Milliarden Euro für Fusionstechnologie für überflüssig halten müssen.
 
Der Trost für die Freunde der Erneuerbaren: Bis die Fusionstechnologie richtig Strom erzeugt, haben wir den 100-prozentigen Umstieg auf erneuerbare Energien geschafft. Die zehn Milliarden Euro sind in den Sand gesetzt. Sie würden besser für Speicherforschung von erneuerbaren Energien eingesetzt. Die Fusionstechnik kommt zu spät.
 
Die "Sonne auf Erden" brauchen wir nicht. Wichtiger ist, dass wir viele Stellvertreter der Sonne auf Erden haben, die den 100-prozentigen Umstieg schon in den nächsten Jahrzehnten organisieren. 
Quelle:
Franz Alt 2006
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