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:: Österreichs Jugend resigniert in Sachen Klimaschutz

Mit zunehmender Hoffnungslosigkeit stehen junge Menschen in Österreich dem Klimawandel gegenüber. Nur knapp die Hälfte der 14- bis 24-Jährigen interessiert sich für das Thema, und lediglich jeder Vierte glaubt, dass die globalen Klimaveränderungen eventuell noch aufzuhalten wären. Dies geht aus einer aktuellen Studie der Allianz Versicherung hervor, die sich als Mitglied der WWF CLIMATE GROUP in Österreich seit Jahren aktiv für den Klimaschutz einsetzt.

Die Schuld an Klimadesaster, Erderwärmung und Naturkatastrophen ortet die Jugend primär bei Industrie und Verkehr. Selbst fühlt man sich ziemlich machtlos und beruhigt sein Gewissen damit, immerhin den Müll zu trennen und Energiesparlampen zu verwenden.

 

„Die fortschreitende Klima-Resignation der traditionell eher grün denkenden Jugend ist ein deutliches Alarmsignal“, betonte Dr. Wolfram Littich, Vorstandsvorsitzender der Allianz Gruppe in Österreich, anlässlich der Präsentation der Umfrageergebnisse. Schon seit Hainburg und Zwentendorf sei es gerade die Jugend gewesen, die zur festen Verankerung eines ökologischen Bewusstseins in der Gesellschaft beigetragen habe. Und besonders die heutige Jugend werde die Folgen des Klimawandels ja massiv zu spüren bekommen.

 

Klimawandel aus dem Fokus gerückt

In Schule, Elternhaus und Freundeskreis spielt der Klimawandel als Gesprächsthema kaum noch eine nennenswerte Rolle, wie die Allianz Studie zeigt. Am ehesten informieren sich die 14- bis 24-Jährigen darüber im Fernsehen (64 Prozent), Internet (60 Prozent) und in Zeitungen (55 Prozent). Dementsprechend fordert der Allianz Chef, dass das Thema Klimawandel in den Fokus der öffentlichen Diskussion zurückkehren müsse. „Es kann nicht sein, dass Klimaschutz als gesellschaftlicher Aufreger weniger taugt als Korruptionsskandale, versagende Sportler und andere Negativ-Highlights des vergangenen Sommers“.

 

Latent liegt die drohende Klimakatastrophe der Jugend nämlich durchaus schwer im Magen. 46 Prozent der Befragten haben Angst und machen sich Sorgen, fühlen sich zugleich aber auch hilflos und wütend. Bei Mädchen und Frauen sind diese Gefühle signifikant stärker ausgeprägt als bei den Männern, was zugleich Einfluss nimmt auf Interesse und Bereitschaft, selbst aktiv zu werden. Befürchtet werden insbesondere Naturkatastrophen und nachhaltige Wetterveränderungen. 6 Prozent der befragten Jugendlichen rechnen sogar damit, dass ganze Regionen unbewohnbar werden, 4 Prozent ängstigen sich vor dem Weltuntergang.

 

Industrie wird als Hauptschuldiger gesehen

Als Hauptverantwortlichen für das Klimadesaster hat die Jugend primär die Industrie ausgemacht (86 Prozent), gefolgt vom Verkehr (80 Prozent). Immerhin meinen vier von fünf Befragten aber auch, dass „wir alle“ letztlich Mitverantwortung zu tragen haben, ohne freilich allzu viele Handlungsoptionen nennen zu können. Dennoch haben 51 Prozent ein reines Gewissen und bekunden, dass sie selbst und ihre Familie etwas für den Klimaschutz tun. Im Mittelpunkt stehen dabei Dinge wie Mülltrennung, Strom sparen und fallweiser Verzicht auf das Auto. 23 Prozent der Jugendlichen könnten sich auch mit einem verpflichtenden autofreien Tag pro Woche durchaus anfreunden.

 

Mehr Wissen als Interesse

Konkrete Klimaschutzaktionen werden primär den Umweltorganisationen zugeschrieben, sind aber – von Themen wie Energiesparlampen und Elektroautos abgesehen – nur spärlich im Gedächtnis haften geblieben. „Insgesamt ist das Wissen zu den Themen Klimawandel und Treibhauseffekt aber durchaus zufriedenstellend“, interpretiert Littich die Ergebnisse der Umfrage. Nicht mangelnde Kenntnisse über Erderwärmung, das Abschmelzen der Polarkappen oder den Anstieg des Meeresspiegels seien das Problem. Vielmehr habe sich ein Gefühl der Macht- und Hilflosigkeit etabliert und in seinem Gefolge ein Nachlassen des Interesses der Jugend an der Klima-Problematik insgesamt. „Jugendlichen fehlt es beim Thema Klimaschutz vor allem an Vorbildern“, ergänzt Johannes Naimer, Leiter der WWF CLIMATE GROUP in Österreich. „Wir Erwachsene, speziell in Politik und Wirtschaft, sollten Umwelt- und Klimaschutz viel stärker vorleben. Jugendliche möchten und können viel verändern. Wir müssen ihnen nur die Chance geben. Deshalb ist das Aufzeigen von Handlungsmöglichkeiten für einen nachhaltigen Lebensstil zentraler Baustein aller WWF Umweltbildungsprogramme.“

 

Klima-Allianz

„Nachhaltigkeit und Generationengerechtigkeit sind für die Allianz ein essentieller Bestandteil der Unternehmensstrategie“, betont Littich. Dabei gehe es um die Unterstützung klimafreundlicher Technologien ebenso wie um verantwortungsvolles Investment, Bewusstseinsbildung und nachhaltige Produktlösungen, ganz besonders auch für junge Menschen. So gebe es Prämienvorteile für Autos mit geringerem CO2-Ausstoß, ein ökologisches Schadenmanagement und seit wenigen Wochen auch die elektronische Versicherungspolizze, die besonders die Internet-affine Jugend anspreche.

 

„Dass die Allianz mit ihrem nachhaltig ökologisch orientierten Weg die richtige Richtung eingeschlagen hat, bestätigen auch zahlreiche nationale und internationale Auszeichnungen“, berichtet Littich. So gilt die Allianz als „Best Global Green Brand“ unter allen Finanzdienstleistern weltweit ebenso wie als „Betriebsökologische Benchmark“ in Österreich. Und die Allianz Generaldirektion in Wien-Hietzing – mittlerweile zu hundert Prozent auf erneuerbare Energien umgestellt – wurde als eines der ersten Gebäude in Österreich neben „Green Building“ auch als „Blue Building“ zertifiziert: Blue Buildings sind in vielfältiger Weise nachhaltig, umweltfreundlich und stellen den Menschen in den Mittelpunkt. Es geht dabei um die Entwicklung – weg von der reinen Energieeffizienz hin zu einer gesamtheitlichen Nachhaltigkeit. Neben Ökonomie und Ökologie zählen auch die technische Leistungsfähigkeit, soziokulturelle Aspekte, der schonende Umgang mit Ressourcen und Energie, sowie das Beachten menschlicher und wirtschaftlicher Bedürfnisse zu den tragenden Säulen.

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