Startseite
zurück zur Übersichtvorheriger Artikelnächster Artikel
Artikel 146 von 300

:: SPD: Atomkraft verhindert nachhaltigen Klimaschutz

Argumente zur Atomenergie I: Atom und Klima März 2007
Die Betreiber von Atomkraftwerken haben einen letzten Strohhalm für ihr Überleben entdeckt: Klimaschutz. Die Mehrheit der deutschen Bevölkerung kennt die immensen Nachteile der Atomkraft: Das Risiko eines Super-GAU, die Möglichkeit eines Terroranschlags, das ungelöste Atommüllproblem, die exorbitanten Kosten etc..
Jedes einzelne Argument allein ist ein ausreichender Grund, die Nutzung der Atomenergie nicht zu verlängern oder gar auszubauen. Doch wie sieht es mit dem Argument aus, dass wir die Atomenergie brauchen, um unsere Klimaschutzziele zu erreichen?     

 
Die Wertschöpfungskette von Atomenergie ist nicht klimafreundlich
• Der Bau von AKW, Wiederaufbereitungsanlagen und Endlagerstätten sind mit CO2- Emissionen verbunden.
• Die Erschließung, der Abbau, Transport und Veredelungsprozess von Uran sowie die Brennstäbeaufbereitung verursachen erhebliche Mengen klimaschädlicher Gase.
• Beim langwierigen komplizierten Prozess des Rückbaus, bei der Suche, Erschließung, Nutzung und jahrhundertelangen Sicherung eines Endlagers wird CO2 freigesetzt.
• Erneuerbare Energien verursachen wesentlich weniger CO2-Emissionen als AKW. Bei vielen Erneuerbare Energien-Technologien wird die Ressource direkt an der Quelle bezogen und muss nicht transportiert oder mehrfach umgewandelt werden.
• Eine aktuelle Studie des Ökoinstituts zeigt, dass auch die Klimabilanz bei einem Erdgas- Blockheizkraftwerk fast genauso gut ist wie bei einem AKW. Dabei umfasst die Studie bspw. nicht einmal die durch die Endlagerung verursachten Emissionen.
• Eine durchschnittliche Kilowattstunde Atomkraft hat weniger CO2-Emissionen zur Folge als eine Kilowattstunde aus Stein- oder gar Braunkohle. Da aber die Abwärme ungenutzt bleibt, ist der Wirkungsgrad mit ca. 35% sehr viel geringer als bei Kraft-Wärme-Kopplung (ca. 90%). Die benötigte Wärme muss anderweitig erzeugt werden, was in der Regel mit zusätzlichen Kohlendioxidemissionen verbunden ist.
 
 
Welches Klimaschutzpotential hat die Atomenergie wirklich?
• Atomkraft ersetzt kein Öl. Mit Atomkraft lassen sich weder Häuser beheizen noch Autos fortbewegen.
• Die weltweit ca. 435 Atomkraftwerke decken einen Anteil von 16% des Strom- und nur etwa 3% des Gesamtenergieverbrauchs.
• Die Deckung von nur 12% des weltweiten Energieverbrauchs mit dieser herkömmlichen Technologie würde den Bau von etwa 1500 AKW bedeuten.
 
 
Sind die Energieversorgungsunternehmen wirklich klimafreundlich?
• Die Atomkraftwerksbetreiber fordern aus Klimaschutzgründen den Ausstieg aus dem Atomausstieg, setzen aber gleichzeitig massiv auf die klimaschädlichste Form der Energieerzeugung: Braunkohle.
• Die zentralistische Struktur der Atomenergie ist Bedingung für Braunkohleverstromung und verhindert zugleich den notwendigen Umbau der Energieversorgungstruktur hin zu kleinen, dezentral vernetzen Einheiten.
• Bei den meisten geplanten Kraftwerksneubauten wird auf die effizientere und klimafreundlichere Technologie der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) verzichtet.
• Das Engagement der großen Energieversorger im Bereich der sauberen Erneuerbare Energien-Technologien ist sehr begrenzt. Häufig werden die Erneuerbaren Energien sogar diffamiert.
• Hinter der angeblichen Klimafreundlichkeit verbirgt sich allein die Hoffnung auf zusätzliche Gewinne in dreistelliger Millionenhöhe pro Reaktor und zusätzlichem Betriebsjahr! Das Ziel ist es also, die Kraftwerke über die nächste Wahl zu retten und mit einer möglichen neuen Regierung den Ausstieg gänzlich aussetzen zu können. Von den zusätzlichen Einnahmen der Betreiber hat der Verbraucher allerdings wenig, denn der Strompreis sinkt dadurch nicht.
 
 
Die SPD setzt auf eine nachhaltige Energiewende
• Mit dem Erhalt der bisherigen Energieversorgungsstruktur und dem damit verbundenen Festhalten an der Atomenergie werden wichtige Investitionen für neue effizientere Kraftwerke und vor allem für Erneuerbare Energien verhindert.
• Die weitere Nutzung der Atomkraft mindert den Druck zu Energieeinsparungen und einer Steigerung der Energieeffizienz. Ohne Druck gibt es aber weniger Fortschritt.
• Den Erneuerbaren Energien gehört langfristig die alleinige Zukunft. In nur kurzer Zeit könnten sie einen großen Teil der gesamten Energieversorgung übernehmen. Bis 2020 sind in Europa deutlich mehr als 30% und bis 2050 über 70% - selbst mit den bisherigen Technologien und Möglichkeiten - realisierbar. Erneuerbare Energien sind im Gegensatz zur Atomkraft bei der Strom-, Wärme- und Kälteerzeugung sowie im Kraftstoffbereich einsetzbar.
• Mehrere neue Studien – bspw. des Umweltbundesamtes - belegen, dass bis zum Jahr 2020 sowohl der Atomausstieg als auch eine Reduzierung des CO2-Ausstosses um 40% realisierbar sind.  
Quelle:
Marco Bülow, MdB - 2007
Arbeitsgruppe Umwelt der
SPD-Bundestagsfraktion
zurück zur Übersichtvorheriger Artikelnächster Artikel
Artikel 146 von 300

Auch im Social Web

facebook twitter youtube

Schriftgröße wählen

normal mittel gross

Suche

Buchtipp

www.sonnenseite.com/Buch-Tipps,Der+hungrige+Planet+,34,a19357.html

Norbert Blüm

www.sonnenseite.com/Buch-Tipps,Ehrliche+Arbeit,34,a18693.html

Wie der Mensch denkt

www.sonnenseite.com/Buch-Tipps,Wie+der+Mensch+denkt,34,a17479.html

Buchtipp

www.sonnenseite.com/Buch-Tipps,Konzepte+fuer+die+Zukunft,34,a16563.html

Buchtipp

www.sonnenseite.com/Buch-Tipps,STOeRFALL+ATOMKRAFT,34,a15651.html

HÖRZU Zukunftsreport

"Der Global Deal"

www.sonnenseite.com/Buch-Tipps,Wir+wissen-+was+zu+tun+ist.+Was+fehlt-+ist+der+politische+Wille,34,a13698.html

Die Herausforderung globaler Nachhaltigkeit

www.sonnenseite.com/Buch-Tipps,Die+Herausforderung+globaler+Nachhaltigkeit+annehmen+,34,a15057.html

Neues Denken für eine Welt im Umbruch

www.sonnenseite.com/Buch-Tipps,Hans-Peter+Duerr+wurde+80+Jahre+und+zeigt+%E2%80%9EWarum+es+ums+Ganze+geht%E2%80%9C,34,a13968.html

Der Film im Internet

http://de.sevenload.com/playlists/hwnaOiH/play

TV-Tipp | Quarks & Co

Das Ende des Öls mehr
WebTV mehr

Stirbt die Artenvielfalt?

Teil 1: mehr Teil 2: mehr

Teil 3: mehr Teil 4: mehr

Teil 5: mehr Teil 6: mehr

Teil 7: mehr Teil 8: mehr

Newsletter (ab)bestellen

http://www.sonnenseite.com/Newsletter,67.html

Newsletterversand kajomi.de

Jeden Sonntag einen kostenlosen NEWSletter

Bigi+Franz Alt
Chris Alt