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:: Studie deckt Potenziale für eine ressourceneffiziente Wirtschaft auf

Wasser, Boden, Rohstoffe - der Umgang mit kostbaren Ressourcen gehört zu den großen Herausforderungen im 21. Jahrhundert. Mehr Wissen - weniger Ressourcen.

Es gilt, Energie intelligenter zu erzeugen und zu nutzen und gleichzeitig den Klimawandel und den Verlust der Artenvielfalt einzudämmen. Ressourceneffizienz macht genau das möglich. Eine neue Studie, erarbeitet im Auftrag des VDI e.V. von Zukünftige Technologien Consulting der VDI Technologiezentrum GmbH, stellt Strategien zur Steigerung der Ressourceneffizienz vor. Ein Schlüssel zum Erfolg: mehr Wissen und das Betrachten der gesamten Wertschöpfungskette.

 

Den Wohlstand in den entwickelten Industrienationen erhalten und die Lebensumstände in den Entwicklungsländern verbessern - diesem Anspruch gerecht werden heißt, die weltweite Verteilung und Nutzung von Wasser und Nahrung effizienter zu gestalten. Es gilt, Energie intelligenter zu erzeugen und zu nutzen und gleichzeitig den Klimawandel und den Verlust der Artenvielfalt einzudämmen. Und natürlich sollte all das auch noch bezahlbar sein.

 

Ressourceneffizienz macht genau das möglich. Sie bietet Unternehmen die Möglichkeit, Ressourcen einzusparen, schädliche Emissionen zu reduzieren und so Kosten zu senken. Eine Steigerung der Ressourceneffizienz bedeutet, noch mehr mit weniger zu erreichen. Um vorhandene Potenziale voll auszuschöpfen, ist es entscheidend, nicht nur einzelne Technologien oder Produktkomponenten zu optimieren, sondern systematisch Wertschöpfungsketten inklusive der Produktnutzung und Entsorgung zu analysieren.

 

In der neuen Studie, erstellt im Auftrag des VDI in Vorbereitung des 24. Deutschen Ingenieurtags 2009 von Zukünftige Technologien Consulting, werden verschiedene wichtige Lebens- und Wirtschaftsbereiche beleuchtet. Gezeigt wird, dass an vielen Stellen Potenziale vorhanden sind, um CO2- Emissionen, den Flächenbedarf oder Wasserverbrauch zu reduzieren und so zusätzlichen Wohlstand zu schaffen und neue Märkte zu erschließen.

 

Teilsystem verbessert, aber die Gesamtwirkung verfehlt

Neben Strategien für mehr Ressourceneffizienz - Stichworte sind hier Substitution, Recycling, Kaskaden- und Koppelnutzung - werden in der Studie ausgewählte Beispiele mit direkten Bezügen zum Alltag aufgegriffen. Sie werden vier zentralen Bedürfnisfeldern - Mobilität, Bauen & Wohnen, Ernährung und Information / Kommunikation - zugeordnet. Gezeigt wird, wo Potenziale zur Steigerung der Ressourceneffizienz bestehen und wie diese erreicht werden können.

 

In allen Bereichen stehen innovative Technologien zur Verfügung oder werden gerade erforscht. Um ihre Wirkung voll entfalten zu können und um mögliche Rebound-Effekte zu vermeiden, müssen jedoch entsprechende Anreize und gesetzliche Rahmenbedingungen geschaffen und das Verbraucherverhalten berücksichtigt werden.

 

Ein Schwerpunkt bei der Mobilität wurde auf den Bereich Automobil gelegt. Denn die Entwicklung effizienterer Motoren für den Antrieb war und ist Gegenstand intensiver Forschung und Entwicklung. Durch verschiedene Maßnahmen (wie zum Beispiel Direkteinspritzung und elektronische Motorsteuerung) ist es gelungen, aus Motoren immer mehr Leistung bei immer geringerem Verbrauch herauszuholen. Trotzdem schlagen sich diese Effizienzgewinne für den Autofahrer nur teilweise oder gar nicht im Gesamtverbrauch der Fahrzeuge nieder. Denn diese sind immer schwerer geworden. Effizienzsteigerungen in einem Teilsystem wirken sich also nicht zwangsläufig auf das Gesamtsystem aus.

 

Schlüssel zum Erfolg: mehr Wissen

Quer über alle Bereiche gilt: Ressourceneffizienz bedeutet auch, mehr Wissen einzusetzen, um weniger Ressourcen zu verbrauchen. Das erfordert exzellent ausgebildete Fachkräfte, die auch den Blick über den eigenen Tellerrand wagen. Ingenieure nehmen an dieser Stelle eine wichtige Schlüsselposition ein: Zum einen sind sie gefragt, um intelligente, nutzerfreundliche Systeme zu entwickeln, die den Nutzern Informationen zur Verbesserung ihrer Ressourceneffizienz liefern. Zum anderen versetzen Informationen über die Nutzung und die Zulieferwege Ingenieure in die Lage, mit kreativen Lösungen nicht nur Teilsysteme, sondern gesamte Wertschöpfungsketten effizienter zu gestalten. Denn es genügt nicht, die richtigen Produkte und Technologien zu entwickeln, sie müssen auch effizient genutzt werden. Nur so kann mehr Wissen dazu beitragen, weniger Ressourcen zu verbrauchen.

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