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25.08.2017

100 Prozent Erneuerbare bis 2050 machbar

Bis 2050 können 139 Staaten ihren gesamten Energiebedarf auf erneuerbare Energien umstellen.

Auch Staaten mit einem hohen Energiebedarf und einem gewaltigen Treibhausgasausstoß wie China oder die USA können bis zur Mitte des Jahrhunderts nach einer Studie der kalifornischen Stanford University vollständig auf Windenergie, Solaranlagen und Wasserkraft umsteigen und damit verhindern, dass die globale Durchschnittstemperatur um mehr als 1,5 Grad über das vorindustrielle Niveau ansteigt.

Konkrete Fahrpläne für die jeweiligen Länder zeigen, wie diese ihren Energiemix klimaneutral auch ohne Atomkraftwerke und Biomassenutzung klimaneutral stellen können. "Das Wunderbare daran ist, dass ein solcher Übergang über 20 Millionen mehr dauerhafte Vollzeit-Arbeitsplätze schaffen wird, als weltweit verlorengehen", sagte Mark Jacobson, Professor für Bauwesen und Umwelttechnik in Stanford und Hauptautor der Studie. Die vermiedene Luftverschmutzung erspare zudem jedem Land Gesundheitskosten in Höhe von mehr als drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts.

Um neben dem Bedarf an Strom auch den Energiebedarf des Verkehrs und der Industrie sowie den Bedarf an Wärme und Kühlung zu decken, müsse vor allem auch die Zahl der Bürgersolaranlagen auf Dächern zunehmen. Den Forschern zufolge wird allein durch die Elektrifizierung aller Sektoren der Energiebedarf um rund 43 Prozent sinken.

"Rund 13 Prozent der weltweit verbrauchten Energie entfallen auf den Abbau, den Transport und die Raffinierung von fossilen Brennstoffen", sagte Jacobson. Deutliche Einsparungen bringe auch die höhere Effizienz der Elektrizität gegenüber der Verbrennung. So werde bei einem E-Auto ein deutlich höherer Anteil der Energie für den Antrieb verwendet als bei einem herkömmlichen Auto.

Auch für Deutschland haben die Forscher einen Fahrplan entwickelt. Jeweils 35 Prozent im zukünftigen Energiemix entfallen dabei auf Solaranlagen und Windkraft an Land. Offshore-Windkraft liefert 17 Prozent der notwendigen Energie, den Rest tragen Solaranlagen auf den Dächern von Gebäuden bei.


 

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Quelle   Der Bericht wurde von der Redaktion „KLIMARETTER.INFO“ (kir) 2017 verfasst – das Nachrichten- und Debattenmagazin zu Klima und Energiewende – der Artikel darf nicht ohne Genehmigung von „Klimaretter.info“ (post@klimaretter.info) weiterverbreitet werden!    

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