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24.11.2018

Autobahn als Solar-Kraftwerk

Die Idee klingt ziemlich utopisch: Über den Spuren der Autobahn A4 im Zürcher Knonaueramt soll ein Photovoltaik-Kraftwerk (A4-KW) künftig 40 GWh Strom pro Jahr produzieren.

Damit liessen sich gut 10’000 Haushalte mit Elektrizität versorgen. Wäre so ein Projekt überhaupt realisierbar? Im Hinblick auf die Ziele der Energiestrategie 2050 darf man sich wohl getrost auch Konzepte ansehen, die auf den ersten Schein etwas exotisch wirken.

Die visionäre Idee zu diesem Projekt stammt aus der Feder von lokalen Energiespezialisten und wurde bereits im 2011 entworfen. Erste Abklärungen zur Machbarkeit führten damals zur Erkenntniss, dass dieses Nutzungskonzept zeitgleich für einen Standort im Wallis durch die Firma Servipier AG initialisiert wurde, welche bereits mit dem Bundesamt für Strassen (ASTRA) im Gespräch stand. Man wartete die Konkretisierung eines Pilotprojektes in Fully (VS) ab, was nun der Fall ist. Noch sind die Investitionen nicht komplett gesichert, ein Baustart eines Autobahn-Kraftwerks jedoch schon in realistische Nähe gerückt.

Parallel zu der Entwicklung im Wallis ist zwischenzeitlich auch das Projekt im Knonaueramt der Realität auch wieder ein Stück näher gekommen. Falls alles nach Plan verläuft, werden demnächst weitere Projektdetails ausgearbeitet und die Projektstudie kann dem ASTRA im 2019 vorgelegt werden. Man spricht von einer PV-Überdachung von 2-5 Kilometern der A4-Autobahn.

Mit solch einem Kraftwerk über der Hauptverkehrsachse durchs “Säuliamt” käme die Energieregion ihrem Ziel, der möglichst kompletten lokalen Energieproduktion bis 2050, einen grossen Schritt näher. Bereits jetzt glänzt die Energieregion Knonauer Amt mit einer Verdoppelung des solaren Deckungsgrads seit 2010.

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Quelle   Presseportal.ch C. Höhn, Standortförderung Knonauer Amt, Servipier.ch | ENERGYZED.ch 2018

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