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16.04.2018

EnBW baut Deutschlands größtes Offshore-Projekt

Zwei neue Offshore-Windparke in der Nordsee will der Energiekonzern EnBW bauen.

 In beiden Windparken sollen insgesamt 87 Windkraftanlagen mit einer rechnerischen Gesamtleistung von 609 Megawatt aufgestellt werden - das entspricht der Leistung eines Kohlekraftwerks. Noch in diesem Jahr sollen die Fundamente und die Umspannstation für den Windpark Hohe See gebaut werden. Im kommenden Jahr folgen die Bau der Umspannstation für den Windpark Albatros sowie die Errichtung der Windkraftanlagen. Ende 2019 sollen beide Offshore-Parke in Betrieb gehen. 

Mit dem Bau von Hohe See und Albatros erhöht EnBW seine Offshore-Kapazitäten deutlich. Bislang hat Deutschlands drittgrößter Stromkonzern, der im Besitz des Landes Baden-Württemberg und dortiger Landkreise ist, zwei Offshore-Windparke in der Ostsee: Baltic 1 und Baltic 2, an letzterem hat EnBW 2015 knapp die Hälfte der Anteile verkauft. Beide Ostsee-Windparke haben eine Gesamtkapazität von 336 Megawatt. "EnBW Hohe See und Albatros sind zusammen das größte Offshore-Projekt, das aktuell in Deutschland gebaut wird", sagt Dirk Güsewell, bei EnBW zuständig für Portfolioentwicklung.

EnBW will seinen Anteil an Erneuerbaren deutlich ausbauen. Bis 2020 soll der Anteil erneuerbarer Energien bei dem Energiekonzern auf 40 Prozent wachsen. 2017 lag der Anteil der Erneuerbaren an der Stromerzeugung laut Geschäftsbericht bei 25,9 Prozent. Im Vorjahr waren es 23 Prozent. Der höhere Anteil der Erneuerbaren ergab sich unter anderem dadurch, dass zwei Kohlekraftwerke in die Netzreserve überführt wurden; 2017 wurden Erneuerbare mit einer Leistung von 204 Megawatt zugebaut. EnBW müsste sein Zubautempo also deutlich anziehen, wenn das Ziel eingehalten werden soll. Allerdings gibt sich Konzernchef Frank Mastieux ehrgeizig, die Ziele könnten erreicht werden

Vor deutschen Küsten waren Ende 2017 in 20 Offshore-Windparken insgesamt fast 1.200 Windenergieanlagen am Netz. Diese kommen gemeinsam auf eine Leistung von etwa 5.387 Megawatt.

 

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Quelle   Der Bericht wurde von der Redaktion „KLIMARETTER.INFO“ (kir) 2018 verfasst – das Nachrichten- und Debattenmagazin zu Klima und Energiewende – der Artikel darf nicht ohne Genehmigung von „Klimaretter.info“ (post@klimaretter.info) weiterverbreitet werden! 

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