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26.06.2018

“Heldinnen und Helden der Energiewende” ausgezeichnet

Der Georg Salvamoser Preis wolle die Menschen ermutigen, sich für eine 100 Prozent erneuerbare Energieversorgung zu engagieren, auch wenn dem zunächst Hemmnisse entgegenstünden, so Claudia Kemfert.

Vor der Kulisse der weltweit größten Solarfachmesse Intersolar in München wurden am vergangenen Donnerstag drei Gewinner mit dem diesjährigen Georg Salvamoser Preis ausgezeichnet. Der nach dem 2009 verstorbenen Solarpionier benannte und von der Stadt Freiburg sowie der Georg-Salvamoser-Stiftung ausgelobte Preis ist einer der höchstdotierten Umweltpreise Deutschlands. Moderiert wurde die Veranstaltung von dem bekannten Journalisten Dr. Franz Alt, der sich selbst seit Jahren unermüdlich für die Energiewende einsetzt.

Preise in Höhe von insgesamt 25.000 Euro im Rahmen der weltweit größten Solarfachmesse Intersolar in München verliehen. Stadt Freiburg und Georg-Salvamoser-Stiftung loben außergewöhnliches Engagement zahlreicher Energiewende-Aktivisten.

Der Hauptpreis ging zu gleichen Teilen an die Firma Simmler GmbH & Co. KG und an die Arbeitsgruppe PVplug der Deutschen Gesellschaft für Sonnenenergie (DGS), in der Sonderkategorie JUNGE ENERGIE gewann der Green City e.V. mit dem Projekt "Energieschule München".

In ihrem Grußwort wies Freiburgs Umweltbürgermeisterin Gerda Stuchlik auf die Vorbildrolle Freiburgs als Solarhauptstadt hin. Der gute Ruf, den Freiburg als “Green City” weltweit genieße, sei auch auf den 2009 verstorbenen Solarpionier Georg Salvamoser zurückzuführen. „Die Stadt Freiburg ist stolz darauf, mit dem Georg Salvamoser Preis sein Werk zu würdigen und seine Idee weiter zu tragen“, so die Bürgermeisterin. Carolin Salvamoser mahnte in ihrer Ansprache, dass unsere Gesellschaft angesichts der düsteren Klimawandel-Prognosen abzustumpfen drohe: „Viel zu selten schaffen wir es, den Weg vom Wissen zum Handeln tatsächlich zu beschreiten”.

Der Georg Salvamoser Preis wolle die Menschen ermutigen, sich für eine 100 Prozent erneuerbare Energieversorgung zu engagieren, auch wenn dem zunächst Hemmnisse entgegenstünden. Dass eine Energiewirtschaft ohne Atom und fossile Energien viele ökonomische Vorteile biete, darauf wies die Energieökonomin Claudia Kemfert in ihrem Gastvortrag hin.

Energiewende vom Balkon
Die Arbeitsgruppe PVplug der Deutschen Gesellschaft für Sonnenenergie (DGS) hatte sich in den vergangenen Jahren unermüdlich für die Neuformulierung der DIN VDE 0100-551 eingesetzt, die nun auch den Anschluss von einfachen „Balkon-Solarmodulen“ über handelsübliche Schuko-Stecker möglich macht. „Mit unserer Arbeit möchten wir zeigen, dass es nach wie vor bürgerschaftliches Engagement für die Energiewende braucht, und wir möchten auch Mut machen, sich aktiv zu beteiligen“, sagte Arbeitsgruppenleiter Marcus Vietzke bei der Preisverleihung.

Marmelade mit 100 Prozent erneuerbarer Energie
Die badische Firma Simmler stellt Konfitüren, Marmeladen und Gelees ausschließlich mit erneuerbaren Energien her. Norbert Münch, der mit seiner Ehefrau Dr. Uta Simmler die Geschäfte des Familienbetriebs leitet, erklärte im Gespräch mit Moderator Dr. Franz Alt, dass der nachhaltige Weg für sein Unternehmen zwar ein sehr anspruchsvoller sei, die Konsumenten aber das Umweltengagement schätzten. Mit seinem nachhaltigen Ansatz biete das Unternehmen auch attraktive Arbeitsplätze für moderne und junge Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die gerne in solchen Betrieben arbeiten, so Norbert Münch.

Sonne in die Schule gebracht
In der Kategorie “JUNGE ENERGIE” nahmen Veronika Fröhlich und Martin Glöckner vom Verein Green City e.V. den Sonderpreis JUNGE ENERGIE für ihr Projekt “Energieschule München” entgegen. Diese bietet interaktive Workshops und spannende Exkursionen für Grund- und Mittelschüler, wobei unmittelbares sinnliches Erleben, ohne pädagogischen Zeigefinger, im Vordergrund steht. „Mit unserem Angebot haben wir bereits mehr als 8.000 Kinder und Jugendliche erreicht”, berichtete Koordinatorin Veronika Fröhlich von Green City e.V. Einer von ihnen ist der elfjährige Julius Lindemann, der stellvertretend für seine Mitschülerinnen und Mitschüler die Preisurkunde entgegennahm und die Frage von Moderator Franz Alt, ob das Lernen mit der “Energieschule” auch wirklich Spaß bereite, rundum bejahte. 

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