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30.12.2016

Mehr Solaranlagen infolge steigender Ölpreise erwartet

Heizölpreis seit Jahrestief im Januar 2016 um 60 Prozent gestiegen - Staatliche Zuschüsse für Solarheizungen hoch wie nie-/ Solaranlagen und passende Wärmespeicher optimieren auch bestehende Heizsysteme - Bereits 2,2 Millionen Solarwärmeanlagen in Deutschland installiert.

Wiederanziehende Ölpreise, attraktive staatliche Förderangebote und verschärfte Klima- und Wärmeschutzauflagen werden 2017 zu einer verstärkten Nachfrage nach Solaranlagen führen. Dies ist die Erwartung des Bundesverbandes Solarwirtschaft e.V. aus Berlin (BSW-Solar). Um die Energiekosten weiterhin so niedrig wie möglich zu halten, sollten Hausbesitzer ihre Heizungsanlagen jetzt auf Herz und Nieren prüfen.

Die angekündigten Kürzungen der Rohölfördermengen der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) und der rund ein Dutzend Nicht-Opec-Länder führen zu steigenden Ölkosten. So lag der Preis für 100 Liter Heizöl im Bundesdurchschnitt zum Jahresende bei rd. 60 Euro und damit rd. 50 Prozent höher als zu Jahresbeginn. Ein weiterer Anstieg der Ölpreise gilt unter Energieexperten als wahrscheinlich.

In Deutschland wurden bereits mehr als 2,2 Millionen Sonnenheizungen installiert. Neben der Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung im Eigenheimbereich werden sie vermehrt auch für Prozesswärmeanwendungen sowie die Wärmeversorgung ganzer Wohnquartiere eingesetzt. Allein 2016 wurden nach ersten Schätzungen des BSW-Solar rd. 100.000 neue Solarwärmeanlagen neu installiert.

"Mit einer Solarwärmeanlage macht man sich unabhängiger von schwankenden Öl- und Gaspreisen“, sagt Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands Solarwirtschaft. „Zudem beschleunigt man die Energiewende und die Abkehr von fossilen Brennstoffen.“  Damit die Solarheizung ihre Stärken voll ausspielen kann und die konventionelle Heizquelle möglichst effizient betrieben wird, muss der zugehörige Wärmespeicher optimal zum Gebäude, dem Wärmebedarf und der Heizungsanlage passen. Dann sorgt er dafür, dass die Solarwärme zum richtigen Zeitpunkt zur Verfügung steht und fossile Wärmequellen im Sommer und in den Übergangsjahreszeiten kaum noch benötigt werden. Das schont die Heizungsanlage und senkt die Energiekosten. Solarwärmeanlagen können mit nahezu jedem anderen Heizsystem kombiniert und auch nachgerüstet werden.

Informationen über Solarwärme, die Förderung sowie einen informativen Kurzfilm bietet die Seite www.solartechnikberater.de.

Hintergrund:
Um bis zu 30 Prozent lässt sich die jährliche Heizkostenrechnung mit Solarthermie senken, in Niedrigenergiehäusern gar bis zu 40 Prozent. Trotz der geringeren Sonneneinstrahlung kann die Solarthermie selbst im Winter einen Großteil des Warmwasserbedarfs bestreiten und das zentrale Heizsystem entlasten. Besonderer Clou dabei: Für die Nachrüstung einer "sonnigen Heizung" ist es vollkommen egal, welche andere Wärmequelle vorhanden ist. Die Anlagen lassen sich mit allen anderen Technologien kombinieren, vom Ölkessel über Gasthermen oder Pelletheizung bis hin zur Wärmepumpe. Und gerade jetzt ist der ideale Zeitpunkt, um die Installation einer Solarthermie-Anlage mit ausreichend Vorlauf zu planen und mit dem Frühlingserwachen vom vollen Energiesparpotenzial zu profitieren.

Heizen mit der Sonne macht ein gutes Stück unabhängig von zugekaufter Energie. Ungeachtet des Baustandards kann man 60 Prozent des Warmwasserbedarfs solar decken, bis zu 30 Prozent der Heizkosten lassen sich im Jahresverlauf sparen. Doch nicht nur die Wirtschaftlichkeit im Betrieb macht die Anschaffung attraktiv: Fördermittel sorgen dafür, dass man sicher sein kann, dass sich die Anschaffung rechnet. Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) etwa unterstützt die Anschaffung dieser Technologie zur Heizungsunterstützung bzw. der Kombination aus Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung bei Bestandsbauten größenabhängig mit 2.000 bis 5.600 Euro. 

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Quelle   Bundesverband Solarwirtschaft e. V. (BSW-Solar) 2016

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