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24.08.2015

Rekord: Stromversorgung so sicher wie nie

Die Dauer von Stromunterbrechungen hat in Deutschland einen Rekordtiefstand erreicht.

Nach aktuellen Zahlen der Bundesnetzagenturmussten Verbraucher 2014 im Schnitt nur noch 12,28 Minuten auf Strom verzichten, nach 15,32 Minuten im Jahr davor. "Das ist der niedrigste Wert seit Beginn der systematischen Erfassung der Stromversorgungsqualität durch die Bundesnetzagentur im Jahr 2006", sagte der Chef der Netzagentur Jochen Homann. 2006 hatte der Wert noch bei 21,53 Minuten gelegen. Homann: "Ein maßgeblicher Einfluss der Energiewende und der steigenden dezentralen Erzeugungsleistung auf die Versorgungsqualität ist auch weiterhin nicht erkennbar."

Die Sicherheit der Stromversorgung wird über den sogenannten SAIDI-Wert (System Average Interruption Duration Index) gemessen. Dieser gibt an, wie lange bei einem Stromverbraucher innerhalb eines Jahres die Versorgung unterbrochen war. Da es um die Qualität und Zuverlässigkeit von Stromunternehmen geht, werden nur ungeplante Unterbrechungen von mehr als drei Minuten Dauer berücksichtigt, "die auf atmosphärische Einwirkungen, Einwirkungen Dritter, Zuständigkeit des Netzbetreibers und aus anderen Netzen rückwirkende Störungen zurückzuführen sind", wie die Netzagentur erläutert. Geplante Unterbrechungen und Stromausfälle aufgrund höherer Gewalt, etwa Naturkatastrophen, fließen nicht die Berechnung ein.

Kritiker werfen den erneuerbaren Energien immer wieder vor, die Sicherheit der Stromversorgung zu beeinträchtigen. Seit 2006 hat sich der Anteil der Erneuerbaren am Strommix aber mehr als verdoppelt, ohne dass die Stromversorgung hierdurch instabiler geworden ist. Zum Vergleich: In anderen EU-Ländern wie Kroatien, Polen oder Malta liegen die SAIDI-Werte bei rund 300 Minuten. In den USA und Kanada kommt es für mehrere Stunden pro Jahr zu Stromausfällen.

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Quelle   KLIMARETTER.INFO | vk 2015

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