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18.03.2017

Schottland baut größten schwimmenden Windpark

Schwimmende Windräder vor der Küste gibt es bereits, nun wagt sich Schottland einen Schritt weiter: 15 Kilometer vor Aberdeen soll ein Windpark mit acht Anlagen entstehen, der größte seiner Art. Die Schotten setzen massiv auf Erneuerbare Energien.

Bereits jetzt decken die Erneuerbaren Energien 60 Prozent des Stromverbrauchs Schottlands, bis 2020 sollen es 100 Prozent sein. Die Regierung in Edinburgh hat sich ehrgeizige Ziele gesetzt und nun ein weiteres Projekt genehmigt: 15 Kilometer südöstlich von Aberdeen im Nordosten des Landes soll ein schwimmender Windpark im Meer entstehen. Kincardine Offshore Windfarm soll acht Turbinen mit einer Leistung von insgesamt 50 Megawatt umfassen und bei Volllast rechnerisch 56.000 Haushalte mit Strom versorgen können. Es dürfte der weltweit größte schwimmende Windpark seiner Art sein.

Der WWF Schottland begrüßte das Projekt und unterstützt die Entwicklung schwimmender Windparks. Eingriffe in sensible Meeresgebiete zur aufwendigen Verankerung von Fundamenten auf dem Meeresgrund fallen bei schwimmenden Anlagen weg. Weil weniger Material benötigt wird, sind die Anlagen zudem kosteneffizienter. Außerdem lassen sich so auch Standorte mit größeren Wassertiefen für saubere Stromerzeugung nutzen.

Der nun genehmigte Windpark werde dabei helfen, „Schottlands Stellung als eine der führenden Nationen bei der Innovation und Entwicklung von schwimmenden Meereswindparks zu festigen“, sagte Schottlands Energieminister Paul Wheelhouse. Bereits Ende 2017 soll ein etwas kleinerer schwimmender Windpark vor der Küste Schottlands in Betrieb gehen. Das Projekt Hywind Windfarm des norwegischen Energieversorgers Statoil soll fünf Turbinen und eine Gesamtkapazität von 30 Megawatt umfassen und einige Kilometer weiter nördlich entstehen. Derzeit laufen dazu die Vorbereitungen in Norwegen.

(Foto: © Bjmullan / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0)

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Quelle   energiezukunft.eu | cw 2017

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