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26.06.2018

Verschattete Solarmodule, na und?

pv magazine top innovation: AE Solar hat sich an eine Idee gemacht, die man in den 1990er-Jahren schon verworfen glaubte, und ein Produkt zur Serienreife entwickelt: ein verschattungsresistentes Photovoltaik-Modul.

Es fing an in den frühen 2000ern. Waldemar Maier begann zusammen mit Bruder Alexander, Photovoltaikprojekte zu verkaufen, zu planen und umzusetzen. Die ganze Familie und noch viele mehr waren daran beteiligt. Als man in Deutschland zunehmend Module aus China zukaufte, gingen sie 2009 mit dem Familienunternehmen AE Solar den umgekehrten Weg und investierten in eine Modulfertigung in Hongze. „Heute haben wir eine Produktionskapazität von 525 Megawatt“, sagt Waldemar Maier. Er ist als Projektmanager in dem Unternehmen aktiv, sein Bruder als Geschäftsführer. Sie verkaufen nicht alles unter ihrem Namen, sondern sind einer der OEM-Fertiger für andere bekannte Marken. Doch das wirklich Besondere ist, dass sie ein „Hotspot-freies“ Modul entwickelt haben, bei dem jede der 60 oder 72 Zellen durch eine Bypassdiode geschützt ist. Es heißt „AE Smart Hot-Spot Free“.

In Standardmodulen ist das anders. Diese bestehen aus drei Substrings und es gibt nur drei Bypassdioden, die jeweils einen ganzen Substring absichern. Das Problem ist in der Branche seit Langem bekannt. Da die Zellen in den Zellstrings hintereinander geschaltet sind, begrenzt das schwächste Glied den Strom. Das Fraunhofer CSP hat in einer Studie für AE Solar gerade wieder bescheinigt: Verschattet man eine Zelle eines Standardmoduls und deckt nur ein 60stel der Modulfläche ab, gehen trotzdem 30 Prozent der Leistung verloren. Verschattet man eine Zelle in dem neuen AE-Solar-Modul, gehen nur drei Prozent verloren. Der Stringstrom nimmt dann den Weg über die Bypassdiode und die restlichen 20 Zellen in dem Zellstring können weiter Strom produzieren.

Hier können Sie den Bericht weiterlesen

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Preis für gute Ideen – in der Junirunde zeichnet pv magazine drei Einreichungen aus. Das sagt die Jury zu AE Solar:

AE Solar entwickelt verschattungsresistentes Modul

Viele Ideen zur Verbesserung der Solartechnik sind seit langem bekannt und werden doch nicht umgesetzt. AE Solar ist aktiv geworden und hat eine solche Idee umgesetzt: ein verschattungsresistentes Modul, bei dem jede Zelle ihre eigene Bypass-Diode hat. Nun kann sich zeigen, ob der Markt das neue Produkt annimmt. Dafür verdient die Entwicklung nach Ansicht der Jury das Prädikat „top innovation“.

pv magazine vergibt die Prädikate „top business model“ und „top innovation“ seit vier Jahren vierteljärlich. Die Gewinner werden automatisch Kandidaten für den allumfassenden internationalen pv magazine award, den wir Ende des Jahres vergeben.

Mehr Infos, bisherige Preisträger und alles zur Bewerbung hier

Die Juroren für „top business model“ und „top innovation“: Volker Quaschning, Professor für regenerative Energiesysteme an der HTW Berlin. Hans Urban, Experte und Berater für Photovoltaik, Speichertechnik und E-Mobilität. Er berät Schletter, Maxsolar und Smart Power. Winfried Wahl, Solarexperte und Leiter des Produktmanagements bei Longi Solar in Deutschland.

Der Einsendeschluss für die nächste Runde ist am 10. August 2018 (bitte unformal per Email an awards@pv-magazine.com)

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Quelle   Der Bericht wurde von der Redaktion "pv-magazine" (Michael Fuhs) 2018 verfasst – der Artikel darf nicht ohne Genehmigung von Michael Fuhs weiterverbreitet werden! | Mehr Artikel von Michael Fuhs | "pv magazine" 02/2018 | Online bestellen!

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