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17.07.2017

Widerspruch zu Eurosolar

Wir brauchen auch den Aus- und Umbau des Stromnetzes.

Heftiger Widerspruch zu den Aussagen vom 13.7.17 des Eurosolar-Vertreters gegen den Stromnetzaus- und –umbau in: Märchen über und Propaganda gegen die Energiewende - „Windstrom, der von Norden in den Süden muss“

Der Vertreter von Eurosolar behauptet, in Norddeutschland gebe es auch zukünftig keinen Windstromüberschuss und ein großer Netzausbau sei nicht erforderlich. Allerdings betrachtet er nicht die Stromversorgung in Süddeutschland.

In Bayern stammen noch knapp 40 Prozent des verbrauchten Stroms aus Atomkraftwerken. Nebenan in Baden-Württemberg sieht es nicht viel besser aus. Die zusammen fünf Atomreaktoren in den zwei süddeutschen Ländern drohen bei einem Großunfall große Teile des Landes unbewohnbar zu machen. Auch produziert jeder einzelne von ihnen bei der Spaltung des Urans und beim damit verbundenen Erbrüten von Plutonium täglich etwa so viel Radioaktivität neu, wie insgesamt in allen 125.000 Fässern im undichten Versuchsendlager Asse stecken. „Jeder Reaktor macht einmal täglich Asse“-

Wir müssen diese AKW so schnell wie möglich stilllegen! Dann werden die jetzt unterbeschäftigten süddeutschen Erdgas- und Kohlekraftwerke mehr laufen. Doch mit jeder Kilowattstunde aus insbesondere PV und Windkraft können wir den Betrieb dieser klimaschädlichen fossilen Kraftwerke wieder zurückdrängen. Und ihre Produktion bis 2030 auf nahe Null drücken.

Da insbesondere PV und Windkraft wetterabhängig sind, müssen diese Anlagen großräumig verteilt werden, um die Wetterunterschiede zu nutzen. Und großräumig mit effizienten und weniger strahlenden modernen HGÜ-Leitungen verbunden werden.

Im letzten Jahr, für das amtliche Zahlen vorliegen, das Jahr 2015, wurde in Schleswig-Holstein wegen Netzengpässen mehr Windstrom abgeregelt und entschädigt als wir in Bayern insgesamt an Windstrom erzeugt haben. Ein Unding!

Erfreulicherweise will man in Norddeutschland auf See wie an Land noch viele Windkraftwerke bauen. Bundesländer wie Schleswig-Holstein, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und auch Sachsen-Anhalt übertreffen mit ihrer Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien jetzt oder schon bald ihren Stromverbrauch. In Ländern wie Baden-Württemberg und Bayern kann man diesen Strom gut gebrauchen, um Atom, Erdgas und Kohle zu ersetzen.

Alle Kohlekraftwerke müssen in Deutschland bis etwa 2030 stillgelegt werden. Und bis dahin brauchen wir, um uns der 100 Prozent Versorgung aus Erneuerbaren Energien zu nähern, sowohl Lastmanagement wie auch ein modernes Stromnetz und Speicher.

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