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15.04.2015

Wohin gehst du, Solarstrom?

Eigenverbrauch von Solarstrom lohnt sich

Die Energiewende ist eine unausweichliche Notwendigkeit, sie zu schaffen eine gewaltige und schwierige Aufgabe. „Man kann nicht einfach einen Energiewende-Schalter umlegen, das wird lange dauern und viele kleine Schritte erfordern.“ Sagt Siegfried Schröpf, Geschäftsführer von Grammer Solar aus Amberg.

Eigenverbrauch rentabel
Eine dieser Veränderungen fand in den vergangenen drei Jahren statt. In dieser Zeit sind die Stromgestehungskosten von Solarstrom nicht nur im Bereich deutlich unter 20 Cent (in Süddeutschland lt. Fraunhofer Institut im Durchschnitt 15 Cent) angekommen, gleichzeitig wurden auch die lange nachgefragten Speichersysteme so leistungsfähig und preiswert, dass sich ein System aus Photovoltaik-Anlage und Stromspeicher inzwischen wirtschaftlich lohnt.

Unabhängigkeit gewinnen 
„Aber es geht nicht nur ums Geld, es geht auch um mehr Unabhängigkeit. Die Strompreise sind deutlich gestiegen und werden auch noch weiter steigen. Wer Solarstrom zum Eigenverbrauch produziert, erhält einen Teil seines Stroms zu festen, gleichbleibenden Konditionen. Wer seinen Strom speichern kann, erhöht diesen Anteil und wird damit noch unabhängiger.“ erklärt Schröpf.

Kompakte Technik mit großem Nutzen
Etwa so groß wie ein Zigarettenautomat sind die modernen Systeme mit Lithiumionen-Akkus. Die Kapazität liegt bei vier bis fünf kWh. Das reicht, um eine Nacht zu überbrücken. Tagsüber, wenn die PV-Anlage mehr Strom liefert, als gebraucht wird, lädt sich der Akku mit Solarstrom auf. Nachts, wenn kein Strom mehr vom Dach kommt, wird der Strom aus dem Akku verwendet.

Warum lohnt sich der Eigenverbrauch?
„Eine kWh Strom hat für den Endverbrauchereinen Wert von etwa 25 Cent, weil er so viel beim Stromversorger bezahlen muss. Die kWh aus der PV-Anlage kostet zwischen 8 und 15 Cent. Die Differenz ist gespartes Geld.“ rechnet Siegfried Schröpf vor. Und weiter: „Für die Einspeisung bekommt man nicht einmal mehr 13 Cent, da ist der Eigenverbrauch einfach das bessere Geschäft.“

Wie unabhängig kann ich mit Solarstromwerden?
Schröpf dazu: „Um das gleich zu sagen: 100%sind alleine mit Solarstrom nicht drin. Jedenfalls nicht, wenn man die Kosten im Auge behält. Aber eine Autarkiequote von 60 bis 65 Prozent ist realistisch. Das bedeutet, dass man nur noch 35 bis 40 Prozent seines Stroms vom Versorger kaufen muss. Den Rest macht man zu günstigeren und vor allem stabilen Konditionen selbst.“

Warum ist es unwirtschaftlich, die Quote noch weiter zu erhöhen?
„Das hat zwei Gründe: Spitzenlast und Zeit. Wollte man jede denkbare Spitzenlast abdecken, müsste die Kapazität um ein Vielfaches größer sein. Man würde also Batteriekapazität kaufen und vorhalten, die man nur selten braucht. Gleichermaßen verhält es sich mit dem Ausgleich von ertragsarmen Tagen. Letzten Endes würde das letzte Viertel Autarkie viel mehr kosten, als es je einspielen könnte. Darum macht man das eigentlich nicht. Aber zu 65 Prozent autark zu sein, ist ja auch schon sehr ordentlich.“ so Schröpf. „Das bedeutet zum Beispiel, dass man von künftigen Strompreiserhöhungen nur noch zu 35 Prozent betroffen ist.“

Sinnvolle Ergänzung
Wer also über den Kauf einer PV-Anlage nachdenkt, sollte diese von Anfang an mit Stromspeicher planen. Komplett installierte Qualitäts- Anlagen in der Größenordnung von 6 kWp Solarleistung und vier bis fünf kWh Speicherkapazität´sind heute für (netto) unter 20.000 Euro zu haben. Zur Finanzierung bieten sich sehr zinsgünstige Darlehen z.B. der KfW an. Dank günstiger Finanzierung und hohem Nutzen amortisieren sich PV-Anlagen in überschaubaren Zeiträumen. Wer bereits eine PV-Anlage betreibt, kann sie mit einem Nachrüst-Speicher sinnvoll erweitern.

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Quelle   Grammer Solar GmbH 2015

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