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10.04.2018

Die solare Weltrevolution kommt

Die Internationale Energieagentur in Paris (IEA) hat die Aufgabe, Regierungen objektiv, unabhängig und sachgemäß in Fragen der Energiepolitik zu beraten. Doch was macht diese wichtige Institution seit Jahrzehnten? Sie redet und schreibt den Ausbau der erneuerbaren Energien klein und tut alles, um das fossil-atomare Zeitalter zu verlängern. Von Franz Alt

Die IEA macht keine Regierungspolitik, sondern Konzernpolitik und blamiert sich dabei immer mehr. Seit  Jahrzehnten publiziert die IEA falsche Energieprognosen für Regierungen in der ganzen Welt. So auch für das Jahr 2017.  Wieder einmal hatte die IEA den Ausbau der alten Energieträger überschätzt und den Ausbau er Erneuerbaren weit unterschätzt. Und wieder einmal muss die Energieagentur ihre alten Zahlen korrigieren.

Die Fakten, die jetzt vom Informationsdienstleister Bloomberg New Energy Finance und der Frankfurt School of Finance and Management vorgestellt wurden: 60% Der Investitionen gingen 2017 weltweit in Erneuerbare Energien. Global wurde die Photovoltaik im letzten Jahr um 98 Gigawatt ausgebaut, die Windkraft um 52 Gigawatt – das ist eine Leistung von etwa 150 Kernkraftwerken. In die Kohlekraft wurde im selben Zeitraum nur etwa ein Viertel investiert.

Das Kohlezeitalter geht zu Ende. Das Solarzeitalter beginnt – die Sonne gewinnt.

Allein in China wurde 2017  53 Gigawatt Solarenergie neu aufgebaut, mehr als weltweit in Kohle investiert wurde. Bei diesen Zahlen ist freilich zu berücksichtigen, dass die Sonne nicht immer scheint und der Wind nicht immer weht.

Da aber die IEA den rasanten Ausbau der Erneuerbaren Energien noch immer unterschätzt, verleitet sie viele Regierungen zu falschen energiepolitischen Entscheidungen. Die Grafik aus der TAZ vom 6. April 2018 zeigt deutlich die (wohl bewussten) Fehlprognosen der IEA zu Lasten der Solar-Energie. Die Solar-Kurve geht seit dem Jahr 2008 steil nach oben während die IEA-Prognosen beinahe stagnieren.

Schon heute ist global eine Photovoltaik-Leistung im Netz wie sie die IEA für das Jahr 2035 prognostiziert hatte. Noch dramatischer lagen die IEA-Prognosen für die Windenergie der letzten Jahre daneben.

Nur in Deutschland sind die Investitionen in Photovoltaik in den letzten sechs Jahren stark zurückgegangen. Dafür ist China heute Solar- und Windweltmeister – mit Hilfe deutscher Technik Die rasante Entwicklung der erneuerbaren Energien widerlegt auch ein altes Vorurteil, wonach deren Boom nur dank staatlicher Subventionen möglich war.

Die IEA muss zugeben, dass die Subventionen für die alten Energien wie Kohle und Atom „doppelt so hoch sind wie sie derzeit in erneuerbare Energien fließen“.

Bei den alten Energieträgern kommen dann aber noch fast unbezahlbare Folgekosten hinzu. Der unschlagbare ökonomische Vorteil der ökologischen Energieversorgung von morgen: Sonne und Wind schicken keine Rechnung.

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Quelle   Franz Alt 2018

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