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09.02.2016

Franz Alt zur Flüchtlingskrise und globalen Zusammenhängen

Im goodnews4-VIDEO-Interview benennt der Bestsellerautor und ehemalige SWF-Report-Moderator ohne Sanktionssorge vor irgendeinem Rundfunkrat seine schonungslose Sicht von globalen Ursachen und Wirkungen, die auch die Flüchtlingsbewegungen auslösten.

"Das Flüchtlingsproblem hängt zusammen mit der Armut und den Kriegen. Wir haben Kriege geführt um Öl − also der Irak-Krieg war ein Krieg um Öl − und die IS gäbe es nicht heute, wenn George Bush nicht den Fehler gemacht hätte, den ganzen Nahen Osten gegen sich aufzubringen. Saddam Hussein wurde geschlagen von den Amis, aber die halbe Armee ist heute bei dem IS."

Und die nächste Etappe der von Franz Alt dargelegten Folgerungen ist leicht weiterzudenken: Es ist der Niedergang der staatlichen Konturen, die Herrschaft des IS in Irak, Libyen und Syrien und die daraus entstehenden Fluchtmotive für Millionen von Menschen. Doch Franz Alt belässt es nicht bei der Schuldzuweisung an die verfehlte westliche Politik und amerikanische Entscheidungsdominanz. Er sieht den Schlüssel für eine konsolidierte Erde und Menschheit in der Lösung der Energiefrage.

Und der Baden-Badener Erfolgsautor bringt den Optimismus mit, ohne den es keine helle Zukunft gibt: "In wenigen Jahrzehnten gibt es auf der ganzen Welt nur noch erneuerbare Energie, auch der Weltklimagipfel hat das bestätigt." Und eine von vielen volkswirtschaftlichen Komponenten der Energiewende nennt er auch als Beispiel für den ökonomischen Nutzen: "In der Windenergie entstehen fünfmal so viele Arbeitsplätze als in der Atomenergie."

Auch sein Blick auf den Sorgen-Erdteil Afrika ist voller Zuversicht: "Energie ist die Grundlage für Reichtum, in ganz Afrika fahren weniger Autos als in dem einen Bundesland Nordrhein-Westfalen. Wenn die Sonne das Auto von morgen antreibt, dann ist das doch eine völlig andere Voraussetzung für Afrika."

Aber Franz Alt kennt die Kräfte, die aus eigenen Interessen noch immer mental im Bremserhäuschen sitzen: "Die jetzigen vier großen Energieversorger in Deutschland − ich nenne sie die vier Besatzungsmächte EnBW, RWE, EON und Vattenfall − haben die Energiewende beinahe verschlafen." Und nun weiß jeder, dass die Mahnungen von Franz Alt in den letzten Jahrzehnten keine entrückten Visionen waren. "Afrika und die Sonne sind eine Riesenchance", ist seine aktuelle Empfehlung, um den Lebensraum Afrika wieder attraktiv zu machen.

Bei seinem Wunschausgang für die Landtagswahl Baden-Württemberg bleibt Franz Alt seiner Linie einer ökologisch bestimmten Welt treu: "Wenn er die Energiewende konsequent fortsetzt, habe ich nicht dagegen, wenn ein grüner Ministerpräsident uns erhalten bleibt."

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Quelle   goodnews4 2016

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